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Kategorien > Love Story´s > Begegnungen

Unendlichkeit 11

von Yve

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Johanna dachte nicht darüber nach, was ihr alles passieren konnte. Sie musste jetzt einfach hier weg, sie hielt es in diesem Haus einfach nicht mehr aus. Aber wo sollte sie hin reiten? Einen Moment blieb sie stehen und überlegte. Sie wollte auf gar keinen Fall zu Alexander. Doch dann hatte sie eine Idee, sie ging weiter und machte ein Pferd fertig zum Ausritt um sich anschließend auf das Pferd zu schwingen und los zu preschen. Etwas außerhalb der Stadt hielt sie an. Vor ihr lag ein Friedhof, umrahmt von einem Zaun aus Gusseisen. Johanna hüpfte von ihrem Pferd und band es am Tor fest. Vorsichtig öffnete sie das Tor und trat auf den Boden unter dem viele Verstorbene lagen. Viele hatten Angst vor Friedhöfen, aber bei Johanna war das nicht so. Entspannt ging sie die Grabsteinreihen entlang und hielt schließlich an.
Dort lag sie begraben, ihre Großmutter. Auf dem Grabstein war der Name Fiona Deverell eingraviert. Diese Frau hatte Johanna sehr viel bedeutet und als sie starb, Johanna war zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt gewesen, hatte Johanna sich in ihrem Zimmer eingeschlossen und niemanden herein gelassen. Die Beerdigung war das Schlimmste für sie gewesen. Langsam kniete sie sich auf den Boden und faltete kurz die Hände zu einem stillen Gebet. Dann stand sie wieder auf und lief eilig zurück zu ihrem Pferd. Vorsichtig band sie es los und stieg wieder in den Sattel. Sie hatte es nicht sehr eilig und ritt deshalb langsam Richtung Stadt. Als sie wieder daheim war, war es bereits später Nachmittag. Bedienstete eilten auf dem Hof hin und her und als sie Johanna erblickten, zeichnete sich Erleichterung auf ihren Gesichtern ab. Johanna übergab das Pferd einem Stallburschen und ging in das Haus. Dort standen ihre Eltern besorgt. Als sie sie erblickten waren sie ebenfalls erleichtert, aber dann spiegelte sich Wut auf ihren Gesichtern.
„Wo warst du!?“
Johanna tat die Aktion plötzlich furchtbar Leid und sie sah beschämt zu Boden.
„Ich war auf dem Friedhof.“
„Kannst du dir überhaupt vorstellen wie besorgt wir waren? Wir dachten dir wäre irgendetwas passiert! Du weißt ganz genau, dass du das Haus nicht verlassen sollst. Wie oft sollen wir dir das noch sagen?“
„Es tut mir wirklich sehr Leid.“
„Wir haben dich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle, das müssen wir glaube ich ändern. Es wird Zeit, dass wir Grenzen setzen Johanna und damit fange ich jetzt an.“
Traurig sah sie ihrem wütenden Vater ins Gesicht, ihrer Mutter standen die Tränen in den Augen.
„Johanna, wir sind es Leid. Du weißt ja, was wir uns wünschen in Bezug auf Dominique und da du dich immer noch dagegen sträubst und dir solche Aktionen leistest, wird es Zeit, dass du einen Mann heiratest, der dich unter Kontrolle hat und dir diese Flausen austreibt.“
Johannas Mund öffnete sich zu einem Widerspruch, doch ihr Vater schnitt ihr das Wort mit einer Handbewegung ab.
„Du wirst Dominique heiraten und ich möchte keinen Widerspruch hören. Es ist alles schon geklärt. Wir wollten dir Zeit für eine Entscheidung lassen, aber jetzt hast du diese Chance vertan.“
Nun stiegen auch Johanna Tränen in die Augen.
„Warum tut ihr mir das an?“
„Es ist das Beste für dich glaub mir.“
Mit diesen Worten verließ George Deverell den Raum. Johanna sah ihre Mutter verständnislos an.
„Wie kannst du mir nur so etwas antun? Du bist meine Mutter!“
„Du hast deinen Vater gehört.“
Johanna lief hoch in ihr Zimmer, zerrte eine Tasche unter ihrem Bett hervor und knallte ohne Kontrolle Sachen hinein. Danach polterte sie die Treppe wieder hinunter und rannte abermals zu den Ställen. Sie kam jedoch nicht weit. Ihrem Vater blieb die Aktion nicht verborgen und auch die Bediensteten ließen sie nicht weiter.
„Lasst mich sofort vorbei!“
„Wir dürfen Sie nicht hinaus lassen, Johanna. Anweisung Ihres Vaters.“
„Ich verlange es.“
Plötzlich packten sie einige Handpaare von hinten und zerrten sie zurück ins Haus.
„Bringt sie in ihr Zimmer, hier ist der Schlüssel, egal was sie sagt, lasst sie nicht raus.“
Kurze Zeit später fand sich Johanna in ihrem Zimmer wieder und wütete. Als sie ganz außer Atem war und ihre Stimme vom Fluchen und Schreien ganz heiser war, ließ sie sich auf den Boden sinken und weinte leise vor sich hin.
Am nächsten Morgen wachte Johanna auf dem Boden auf. Erst hielt sie das Geschehene für einen Albtraum, aber die Realität holte sie schnell wieder ein. Der Schlüssel drehte sich im Schloss und ihre Mutter trat ein.
„Wasch dich, zieh dich an, kämm dich und dann komm runter. Dominique und seine Eltern kommen zu Besuch. Sie wollen über die Hochzeit reden.“
„Nichts werde ich tun, mach du dich doch schön. Bevor ich das tue was ihr wollt, springe ich aus meinem Fenster und breche mir sämtliche Knochen.“
„Mach es freiwillig Johanna, oder ich werde dich mit Gewalt zwinge müssen.“
„Niemals!“
Mit diesen Worten sprang Johanna auf, stieß ihre Mutter beiseite und polterte die Treppe hinab. Eilig riss sie die Haustür auf und rannte weiter. In ihrer Eile übersah sie jedoch eine Stufe, stolperte und fiel die letzten Stufen hinab. Der Aufprall war hart und schmerzte entsetzlich. Johanna spürte eine Schürfwunde an ihrer Wange, die furchtbar brannte. Stöhnend rollte sie sich auf den Rücken und legte sich eine kühle Hand an die Stirn.
„Johanna!“
Ihre Mutter fiel neben sie besorgt auf die Knie und untersuchte ihre Verletzungen.
„Steh auf.“
Johanna versuchte aufzustehen, aber sie konnte nicht, etwas in ihrem Oberkörper stach.
„Ich kann nicht“, erwiderte sie mit weinerlicher Stimme.
Ihre Mutter sprang wieder auf und eilte ins Haus, nach einigen Minuten kam sie wieder.
„Ich habe dafür gesorgt, dass jemand den Arzt holt, bleib still liegen.“
Johanna tat was ihre Mutter ihr anordnete.

Alexander lag schon lange wach. Marianne lag neben ihm und schlief noch seelenruhig. Sein Kopf fühlte sich furchtbar leer an und er wusste er wusste mit genauer Bestimmtheit, dass das was er tat immer noch falsch war. Es war ein Verrat an sich selbst. Seufzend drehte er sich auf die andere Seite. Die Wunde, die ihm dieser arrogante Franzose beigebracht hatte, tat schon gar nicht mehr so schlimm weh, aber irgendetwas stimmte trotzdem nicht. Er bildete sich das ganze wohl nur ein. Er hatte einfach zu viel Stress zurzeit. Er konnte hier nicht mehr rum liegen. Das Nachdenken würde ihn eines Tages noch um den Verstand bringen. Also setzte er sich auf und stand schon bald. Marianne drehte sich stöhnend im Schlaf um und tastete suchend nach Alexander, der nicht mehr neben ihr zu liegen schien. Verschlafen öffnete sie ihre Augen und sah zu Alexander, der gerade das Zimmer verlassen wollte.
„Wo willst du denn hin? Es ist noch ziemlich früh, wenn ich mich nicht täusche.“
Er lächelte ihr zu.
„Schlaf ruhig noch. Ich kann nicht mehr schlafen. Ich werde hinunter gehen und mir etwas zu essen machen.“
Alexander verließ den Raum und schloss sogleich die Tür hinter sich. Gedankenverloren schlenderte er die Treppe hinab, die bei jedem Schritt den er tat ächzte. Dieses

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Kommentare

faraday schrieb am 2008-10-28 19:48:04:
ich brauch einen nächsten teil sonnst sterbe ich........
jenny schrieb am 2008-09-22 16:44:33:
bitte endlich den nächsten teil!!!!!!! die story ist so toll!!!!!!!!!!

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