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Kategorien > Love Story´s > Begegnungen

Unendlichkeit 7

von Yve

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Plötzlich war Johanna furchtbar übel bei dem Gedanken. Sie hatte noch überhaupt nicht an ihre ehelichen Pflichten gedacht.
„Nein.“
Erst verwundert, dann wütender sah Dominique sie an.
„Was soll das?“
Johanna sprang auf.
„Lass mich einfach in Ruhe, du widerst mich an, bereits von unserer ersten Begegnung an.“
Bevor Dominique noch irgendwas entgegen setzen konnte, war Johanna schon aufgesprungen und aus dem Zimmer gerannt. Als sie die Treppe hinunter polterte, sah ihre Mutter sie verwundert an.
„Was ist denn Liebling?“
„Ach tu nicht so scheinheilig!“
„Junges Fräulein!“
Und mehr verstand Johanna nicht mehr, denn sie war bereits aus dem Haus gerannt, als sie das Tor zu ihrem Anwesen erreicht hatte, blieb sie stehen. Ihr Atem ging stoßweise. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Sie war gefangen in einem Käfig und Alexander… Johanna schluchzte. Über ihn wollte sie nicht mehr nachdenken. Langsam schritt sie durch das Tor und an der mit Efeu bewachsenen Mauer entlang. Hinter ihr erklang Dominiques Stimme.
„Warte! Bleib stehen!“
Johanna überhörte es einfach, sie setzte weiterhin Fuß vor Fuß. Dominique packte sie am Arm und riss sie herum.
„Lass mich los! Was fällt dir ein?!“
Johanna gab ihm eine schallende Ohrfeige.
„Weißt du Johanna, glaubst du ich weiß nicht was da läuft mit diesem Alexander vom Ball? Wer weiß, was in der Nacht vorgefallen ist, als er dich angeblich vor dem Tode bewahrt hat. Du bist eine kleine Schlampe!“
Verzweiflung und Trauer traten in ihr Gesicht.
„Wie kannst du nur so etwas behaupten?! Es ist nichts vorgefallen! Wäre er nicht gewesen. Wäre ich jetzt tatsächlich tot! Du hattest ja nicht den Mut bei mir zu bleiben und mich zu beschützen! Ich hasse dich!“
Jetzt rannte sie, sie rannte vor ihrer verfluchten Familie weg und vor Dominique. Sie wollte am liebsten alles hinter sich lassen, alles.

Alexander saß auf der Veranda seines Hauses und sah in die Dunkelheit hinaus. Es war eindeutig nicht gut, dass Johanna nun wusste, dass er verlobt war. Er fühlte sich auf irgendeine Art und Weise schuldig. Eine tröstende Hand legte sich auf seine Schulter.
„Komm lieber rein, es wird schon kühler draußen.“
Alexander wandte sich zu seiner Haushälterin um und sah sie dankbar an.
„Nein Maria, ich ziehe es momentan vor meinem Vater aus dem Weg zu gehen.“
Maria seufzte.
„Aber dein Vater hat doch Recht. Du bist jetzt schon über eine ganze Weile mit Marianne verlobt, ihr kennt euch nun schon so lange. Du würdest dem armen Mädchen das Herz brechen, wenn du eure Verlobung auflösen würdest. Versteh deinen Vater doch. Und jetzt komm rein.“
Abermals kochte die Wut in Alexander. Er sprang auf und entfernte sich von Maria.
„Eine Vernunftehe?! Ist es das was ihr heraufbeschwören wollt?“
„Aber nein. Aber du und Johanna, ihr hättet ohnehin keine Zukunft, du weißt doch nicht einmal, ob sie etwas für dich empfindet!“
Maria tat einige Schritte auf den Jungen zu, den sie fast sein ganzes Leben umsorgt hatte, nach dem Tod seiner Mutter.
„Ja da hast du Recht, dann werde ich jetzt am besten herausfinden, ob sie etwas für mich empfindet, erwarte mich nicht zu schnell zurück!“
Stampfend verschwand er zu dem Stall, indem das einzige Pferd der Familie stand.
„Junger Mann! Komm sofort wieder hier her! Ich werde deinen Vater benachrichtigen!“
„Tu das ruhig, er wird mich genauso wenig aufhalten können!“
Ein Pferd preschte an Maria vorbei, hinein in den dunklen Wald, die Straße bergab.

„Wo ist sie?!“
Johannas Vater donnerte durch das gesamte Haus, dicht gefolgt von seiner Frau.
„Ich weiß es nicht, sie lief total aufgelöst an mir vorbei und aus dem Haus. Dominique ist ihr gefolgt, jedoch ebenfalls nicht zurückgekommen.“
Wütend wandte er sich seiner Frau zu.
„Und warum bist du ihr nicht ebenfalls gefolgt? Wenn du einen Angestellten hinterher geschickt hättest, sogar das hätte noch gereicht!“
„Es tut mir Leid, aber…“
Sie kam nicht weiter mit ihrem Satz. Eine Angestellte kam ängstlich auf die beiden zu.
„Sir?“
„Was ist denn?!“
Betreten sah die Bedienstete zu Boden.
„Ein gewisser Alexander von Lohan steht vor der Tür und bittet um Einlass, er müsse dringend mit Johanna Deverell sprechen, es sei wirklich sehr wichtig.“
George folgte ihr zur Tür und musterte den Sohn von John von Lohan aufmerksam.
„Was willst du hier? Ist es wegen den Schulden deines Vaters?“
Alexander warf ihm einen wütenden Blick zu.
„Nein, Ihre Haushälterin müsste mein Anliegen schon verständlich gemacht haben.“
Er nickte.
„Ja, das hat sie. Aber Johanna ist nicht hier, sie ist weggelaufen und wenn du etwas mit ihrem verschwinden zu tun hast dann…“
Eine zierliche, blasse Hand legte sich auf Georges Schulter. Seine Frau trat neben ihn.
„Sei bitte freundlich zu diesem jungen Mann, wenn ich mich nicht irre, hat er unserer Tochter das Leben gerettet.“
Mit zusammen gekniffenen Augen sah Herr Deverell zu Alexander.
„Du warst das also. Aber egal sie ist nicht hier und du wirst sie auch nicht zu Gesicht bekommen.“
Er ging mit schnellen Schritten zur Tür steckte ihm einen Geldbeutel zu und raunte Alexander drohende Worte entgegen.
„Verschwinde hier, ich will dich hier erst wieder sehen, wenn dein nichtsnutziger Vater seine Schulden beglichen hat! Das ist ein bisschen Geld zum Dank, geh dir was zu Essen kaufen oder etwas in der Art.“
Noch bevor Alexander ihm sein Geld an den Schädel werfen konnte, schlug die Tür vor seiner Nase zu und nun stand er dort. Wütend trat er gegen die schwere Eichentür und stieß einen Schrei der Wut aus. Angewidert sah er auf das Geld hinab, sein Vater würde es brauchen und deshalb steckte er es ein. Johanna war nicht da und das konnte nur eins bedeuten, sie musste sich hier irgendwo rum treiben, also stieg Alexander wieder auf sein Pferd und ritt in die Stadt.
Suchend sah er sich um, konnte aber keine Gestalt entdecken, die annähernd Johannas Aussehen besaß. Auf einmal trat jemand vor sein Pferd. Ein Mann, hoch gewachsen. Seine dunklen Haare fielen ihm lang auf die Schulter. Irgendetwas Eigenartiges hatte er an sich.
„Ja?“
Alexander musterte ihn, während der Fremde ihn anlächelte und eine Reihe perfekter Zähne entblößte.
„Du suchst jemanden, nicht wahr?“
Alexander misstraute ihm und woher wusste er, dass er jemanden suchte?
„Das hat Sie nicht zu interessieren.“
Er zuckte mit den Schultern und sah entschuldigend in Alexanders Gesicht. Irgendetwas stimmte eindeutig nicht mit diesem Fremden, schon allein seine Stimme…Sie besaß einen französischen Akzent.
„Dann helfe ich dir eben nicht.“
Alexander überlegte einen Moment.
„Warten Sie! Können Sie mir wirklich sagen, wo sie sich im Moment aufhält?“
Der Fremde wandte sich strahlend um.
„Ja, das kann ich machen.“
Alexander nickte.
„Nun gut, du reitest jetzt einfach die Straße bis zum Ende, dann nach rechts und anschließend hältst du beim letzten Gasthaus.“
Zweifelnd zog Alexander die Augenbrauen zusammen. Wenn dieser Mann mit seinem französischen Akzent ihn nur auf den Arm nahm und es nur einfach

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Kommentare

andrea schrieb am 2008-04-10 15:42:14:
bitte schnell weiter^^
jess schrieb am 2008-04-10 12:57:58:
weiter bitte!^^
Leny schrieb am 2008-04-10 00:11:22:
Toll^^

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