Unendlichkeit 8
von
Yve
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„Nimm deine Finger von ihr!“
Dominique kam Wutentbrannt auf die beiden zugestürmt.
„Sie wird mich heiraten! Verstehst du?!“
Verwirrt blickte Alexander von Dominique von zu Johanna, um sie anschließend loszulassen.
„Das wusste ich nicht“, flüsterte er mit gekränkter Stimme.
Als Dominique angekommen war, holte er ohne zu warnen mit der Faust aus und schlug Alexander ins Gesicht.
„Bist du durchgedreht Dominique? Lass ihn in Ruhe!“
Alexander war nun auch nicht mehr zu halten, er hatte diesem Kerl doch überhaupt nichts getan. Seine Lippe war aufgeplatzt, er konnte Blut schmecken. Schnell rappelte er sich wieder auf die Beine und schlug nun zurück. Die beiden prügelten sich und wollten einfach nicht mehr aufhören. Johanna beobachtete das Geschehen entsetzt. Was war, wenn sie damit nicht aufhörten und sich gegenseitig die Schädel einschlugen?
„Hört auf! Sofort!“
Schließlich ließ Alexander von Dominique ab und erhob sich. Er klopfte sich den Dreck von den Sachen und sah herablassend zu Dominique herunter, der immer noch im Dreck lag und ein wenig mitgenommen aussah.
„Man merkt schon du bist so einer, der sich nicht gern die Hände schmutzig macht.“
Nun lächelte Alexander zufrieden. Johanna stand immer noch fassungslos neben den beiden.
„Warum habt ihr euch geprügelt?!“
Alexander lachte sarkastisch.
„Dein lieber Verlobter hat doch angefangen.“
„Du dreckiger…“
„Wag es nicht Dominique! Und er ist nicht mein Verlobter, geh nach Hause Alexander zu deiner Familie und zu deiner Verlobten.“
Das Wort Verlobte sprach Johanna extra betont aus.
„Genau deswegen wollte ich mit dir sprechen!“
„Ich möchte aber nicht mit dir darüber reden! Und mit der werde ich auch nie wieder sprechen Dominique de Chevallier!“
Ohne ein weiteres Wort zu sagen, schritt Johanna an den beiden vorbei, schwang sich auf das Pferd und ritt Richtung zu Hause.
Alexander stand wie angewurzelt vor dem Gasthaus und achtete überhaupt nicht mehr af Dominique, der sich mittlerweile aufrappelte.
„Du bist schuld!“
Dominique tippte Alexander anklagend gegen die Brust.
„Fass mich nicht an.“
Alexander schritt wütend an Dominique vorbei. Dieser eingebildete Schnösel hatte ihm alles vermasselt. Jetzt würde er bestimmt nicht mehr an Johanna ran kommen, aber er konnte doch nicht einfach so aufgeben, oder? Alexander stoppte kein einziges Mal auf dem Weg nach Hause. Er hatte noch ein gutes Stück Fußweg vor sich.
Dominique stand immer noch da und war furchtbar wütend. Dieser Alexander, der würde Johanna keineswegs bekommen. Ihm musste nur noch etwas einfallen, wie er einen endgültigen Keil zwischen die beide treiben konnte. Genervt machte er sich ebenfalls auf den Weg nach Hause. Ihm tat alles weh, noch mal würde er sich nicht mit diesem Tölpel anlegen. Dann hatte er eine Idee. Man musste solchen Menschen, wie Alexander nur zeigen wo sie standen. Nämlich ganz unten in der Nahrungskette. Wo war er am verletzbarsten? Er hatte doch noch einen Vater, der bei George Deverell hoch verschuldet war…
Was würde Alexander wohl tun, wenn er eines Abends nach Hause käme und sein geliebter Vater wäre nicht mehr am Leben? Dominique grinste zufrieden.
„Ich werde dir zeigen, wie man Dreck behandelt, Alexander, man kehrt ihn einfach weg.“
Nach ungefähr zwei Stunden, war Alexander zu Hause angekommen. Als er klopfte, öffnete ihm eine besorgte Haushälterin.
„Wie siehst du bloß aus Alexander? Was ist passiert?“
Alexander antwortete ihr nicht, sondern schritt einfach ein.
„Was hat diese Johanna dir bloß angetan? War das ihr Vater?!“
Alexander wandte sich ruckartig um.
„Die haben mir das nicht angetan!“
Er fauchte es der besorgten Frau förmlich entgegen.
„Das war Dominique de Chevallier, der besessen von Johanna ist.“
„Warum hat er das getan?!“
„Das ist doch egal.“
Wütend schleppte Alexander sich die Treppe hinauf und verschwand in seinem Zimmer. John, der den Krach nicht überhört hatte, kam aus seinem Arbeitszimmer. Er trug seine Lesebrille.
„Was ist denn hier los Maria? Ist Alexander wieder da?“
Maria nickte schweigend.
„Er ist oben, und er hat sich geprügelt, wegen dieser Johanna.“
Besorgt sah John nach oben.
„Sollte ich noch mal versuchen mit ihm zu reden?“
Maria schüttelte den Kopf.
„Der Junge ist furchtbar wütend, ich glaube nicht, dass er dir zu hören würde.“
„Da hast du mal wieder Recht. Geh jetzt lieber auch schlafen, es ist schon spät.“
Johanna saß niedergeschlagen an ihrem Frühstückstisch und zwang sich etwas zu essen, sie hatte eigentlich überhaupt keinen Hunger. Sie dachte schon die ganze Zeit über das nach, was letzte Nach passiert war. Und der Gedanke allein schon an Alexander schmerzte fürchterlich in ihrem Inneren. Johanna blickte nicht auf, als ihre Mutter sich zu ihr an den Tisch setzte.
„Johanna, möchtest du darüber sprechen?“
Johanna schüttelte zaghaft mit dem Kopf.
„Vielleicht wäre es aber besser, wenn du darüber reden würdest, Liebling.“
„Ich möchte aber nicht darüber sprechen, es tut allein schon weh, wenn ich darüber nachdenke.“
„Weißt du, gestern war ein junger Mann hier, Alexander, er hat nach dir gefragt und hat sich dann auf di Suche nach dir gemacht, ich glaube er ist in dich verliebt, so eilig wie er es hatte dich zu finden.“
Johannas Mutter lächelte.
„Erzähl mir bitte nicht so etwas, er liebt mich nicht, er ist verlobt.“
„So eine Verbindung käme auch nicht in Frage.“
Traurig sah Johanna ihre Mutter an, dann wurde sie wütend.
„Falls du es immer noch nicht verstanden hast, ich werde Dominique nicht heiraten, niemals!“
„Wir wollen doch nur das Beste für dich! Verstehst du das nicht?!“
„Ich hasse es zu eurer Familie zu gehören, ich bin es leid, manchmal wünsche ich mir, ich wäre die Tochter einer Bettlerin.“
Mit diesen Worten sprang Johanna auf und rannte die Treppe hinauf.
„Johanna Deverell! Du wirst dich schon noch richtig entscheiden und wenn wir dem auf die Sprünge helfen müssen, dann wird es so sein!“
Finley ging wie jeden Morgen zum Bäcker, um Brötchen zu holen, als er auf einen Straßenhund aufmerksam wurde, der in einer Gasse an einem Tuch zerrte und dabei knurrte. Neugierig wie er war, ging er auf den Hund zu, dieser erblickte den Mann und machte sich mit etwas im Maul aus dem Staub. Finley ging noch einige Schritte weiter und blieb schließlich stehen. Was er nun da erblickte, ließ ihn auf einen Schlag alles vergessen und vor allem die Brötchen, die er eigentlich holen sollte.
Vor ihm lag ein totes Mädchen, eingehüllt in einem Tuch, blutig mit weit aufgerissenen Augen auf dem schmutzigen Boden. Ihr fehlte eine Hand, vermutlich war das der Gegenstand mit dem der Hund davon gelaufen war. Bei dem aufgerissenen hals, wurde Finley ganz anders zumute. Sein Magen drehte sich einmal um. Schließlich musste er sich abwenden, m sich zu übergeben. Er wartete nicht lange und rannte los, um Hilfe zu holen, für das Mädchen kam diese allerdings zu spät.
Familie Deverell saß schweigend am Tisch und aß. Johanna merkte, dass ihre Eltern beunruhigt
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Kommentare
jess schrieb am 2008-04-24 13:42:29:
bin schon ganz gespannt auf den nächsten teil!!^^
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