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Kategorien > Love Story´s > Begegnungen

Unendlichkeit, Kapitel 3

von Yve

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3.Sehnsucht








Johanna träumte in dieser Nacht von Alexander. Es war ein Alptraum. Er stand genau vor ihr und schenkte ihr ein Lächeln, das ihr Herz zum Pochen brachte. Er streckte die rechte Hand nach ihr aus und sie ergriff sie auch. Alexander zog sie an sich, doch gerade, als sie sich küssen wollten, sackte er in sich zusammen. Ein Pfeil einer Armbrust ragte aus seinem Rücken und das ganze Blut….
Schweißgebadet und einen Schrei ausstoßend, erwachte Johanna aus diesem Alptraum. Sie saß kerzengerade in ihrem Bett. Doch da war noch etwas anderes, als der Schock. Sie war beschämt. Darüber mit Scham erfüllt, dass sie sich danach sehnte bei ihm zu sein und ihm nahe zu sein. Sie kannte ihn doch überhaupt nicht, wie konnte sie sich dann jetzt schon so zu ihm hingezogen fühlen? Und vor allem, warum endete dieser Traum so grauenvoll und schmerzhaft?
Eigentlich müsste sie ja sauer auf ihn sein, schließlich war es Alexander gewesen, der Dominique über ihren Aufenthaltsort in Kenntnis gesetzt hatte und war darauf ganz plötzlich ohne auf wieder sehen zu sagen verschwunden. Ob sie ihn jemals wieder sehen würde? Trauer überkam sie, als sie diesen Gedanken in Betracht zog.
Ob sie sich nach dem Wohnort dieses jungen Mannes, der ihr Herz so in seiner Hand hatte, erkundigen sollte?
Immer noch ziemlich nachdenklich erhob Johanna sich. Das Waschen und Anziehen schien länger als erwartet zu dauern, aber nur weil sie die Gedanken nicht mehr von Alexander lassen konnte. Nachdem sie ihre Haare gekämmt hatte, erhob Johanna sich und begab sich nach unten an den Frühstückstisch. Lilian saß bereits schon da und trank einen Kräutertee. Als Johanna den Raum betrat, sah ihre Mutter sie besorgt an. Doch sie hielt sich anscheinend zurück, was eigentlich nicht ihre Stärke war.
,,Wie war der Ball für dich?“
Johanna fixierte eine Teetasse und somit hatte sie nicht auf die Frage geachtet, noch machte sie Anstalten zu antworten.
,,Johanna?“
,,Ja?“
Seufzend wiederholte Miss Deverell die Frage noch einmal.
,,Wie fandest du den Ball?“
,,Ganz in Ordnung.“
Johanna sah ihrer Mutter an, dass sie gleich auf Dominique zu sprechen kommen würde. Auf dieses bevorstehende Gespräch hatte sie keine Lust, aber tapfer hielt sie durch, wie jedes Mal, wenn ein Gespräch mit ihrer Mutter so eine Wendung nahm.
,,Hast du dich gut mit Dominique amüsiert?“
,,Nein.“
Das klang bockig, wenn es auch nicht beabsichtigt war. Lilian runzelte die Stirn und nahm einen Schluck von ihrem Tee.
,,Du weißt doch, dass ich und dein Vater uns wünschen….“
Sie kam nicht dazu den Satz zu beenden. Johanna erhob sich kerzengrade und fixierte ihre Mutter mit einem finsteren Blick.
,,So leid es mir tut, aber ich fürchte ich muss euch diese Illusion nehmen.“
Wütend machte sie sich in Richtung ihres Zimmers auf. Ihre Mutter ließ nicht locker. Sie folgte ihr. Wann begriff diese Frau endlich, dass da niemals etwas zwischen ihr und Dominique sein würde?
,,Johanna, du weißt es wäre das Beste für dich und außerdem würdet ihr ein reizendes Paar abgeben.“
Johanna war noch immer furchtbar aufgebracht.
,,Mutter, ich liebe ihn nicht .“
,,Das würde doch sicherlich mit der Zeit kommen.“
,,Ich glaube, du verstehst mich nicht, ich liebe ihn nicht und ich werde ihn auch niemals lieben. Ich kann ihn ja noch nicht einmal leiden!“
Nun schien Lilian beleidigt zu sein. Mit schnellen Schritten verließ sie Johannas Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Bedrückt warf Johanna sich auf ihr Himmelbett und starrte an den zarten rosa Baldachin. Verzweiflung machte sich in ihrem Inneren breit. Langsam schloss sie die Augen und schloss ein Abkommen mit sich selbst. Sie würde Alexander von Lohan unter keinen Umständen hinterher spionieren.
Auch Alexander war sehr nachdenklich. Er konnte sich auf rein gar nichts konzentrieren.
Sollte er sie wieder sehen und vor allem, wollte er sie wieder sehen ?
Auf die zweite Frage ließ sich ohne nachzudenken eine Antwort finden. Ja, er wollte unbedingt wieder sehen und ihr nahe sein und ihre seidigen Haare berühren…
Stopp sagte er sich selber in Gedanken, sei vernünftig und denk an Marianne. Ihm machte dieser ganze Gedanke Angst. Er sehnte sich nach einem Mädchen, das nicht seine Verlobte war. Die erste Frage ließ sich schwerer beantworten. Es war auf jeden Fall besser sie nicht wieder zu sehen, aber würde er das schaffen? Natürlich würde er das schaffen. Aber sein Verlangen war so groß, er wollte es unbedingt….
Marianne …Marianne…
Ihr konnte er so etwas nicht antun. Und das würde er auch nicht. Er liebte sie. Das dachte er zumindest.
Als Marianne Alexanders Zimmer betrat, saß dieser auf seinem Bett und blickte ernst in der Luft herum, er schien sie überhaupt nicht zu bemerken. Langsam senkte sie sich zu ihm herab und küsste ihn sanft auf die Wange.
,,Liebling, was ist denn mit dir los in letzter Zeit?“
Alexander seufzte resigniert.
,,Es ist nichts, es ist wirklich alles in Ordnung mach dir keine Sorgen.“
Er rang sich ein Lächeln ab, es wirkte künstlich. Marianne blickte ihren Verlobten skeptisch an, irgendetwas stimmte ganz und gar nicht, nur was, das wollte er ihr anscheinend nicht sagen.
,,Dann bin ich ja beruhigt.“
Es klang leicht verzweifelt, aber Alexander würde das schon nicht bemerken, er war weit weg in Gedanken. Marianne versuchte es anders.
Abermals beugte sie sich zu ihm hinunter und gab ihm einen zärtlichen Kuss auf den Mund. Sie beachtete sein scheinbares Desinteresse überhaupt nicht. Sanft strich sie ihm dabei durchs Haar. Sie legte ihren Mund an sein Ohr und flüsterte ihm etwas zu.
,,Wir müssen nicht bis zur Hochzeitsnacht warten…“
Abermals küsste sie ihn, dieses Mal sanft auf den Hals.
,,Bitte nicht Marianne, ich bin grade überhaupt nicht in der Stimmung für so was. Das sollten wir wirklich auf unserer Hochzeitsnacht belassen.“
Er nahm ihre Hände und drückte sie sanft von sich.
,,Weißt du Alexander, genau das liebe ich so wahnsinnig an dir. Deine Vernunft.“
Abermals küsste sie ihn, diesmal zärtlich am Hals. Seufzend nahm er ihre Hände und drückte sie sanft von sich weg.
,,Marianne, ich meine es ernst, ich bin nicht in der Stimmung für so was.“
Marianne musterte Alexander eindringlich und skeptisch zu gleich. Wie er diesen Blick hasste. Langsam bewegte sie sich ans andere Ende des Zimmers, um sich anschließend auf einen Stuhl nieder zu lassen. Sie sah verletzt aus.
,,Herr Gott, Marianne…Ich….“
,,Mach dir nicht die Mühe. Zwei Tage ist es bereits her, dass du auf diesem Fest warst und seit dem bist du völlig abweisend mir gegenüber..“
Ihr Blick wurde noch deprimierter.
,,Hast du jemanden kennen gelernt? Eine Andere vielleicht?“
Sie wusste nicht wie tief sie damit ins Schwarze getroffen hatte.
,,Nein, ich liebe dich, das weißt du doch.“
Nun wandte sie beleidigt den Blick ab.
,,Ach ja? Und warum wendest du deinen Blick ab wenn ich dich küssen will? Oder wenn ich mich dir nähere, dann gehst du weg du bist die ganze Zeit Ernst und sagst

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Kommentare

Yve schrieb am 2007-12-07 16:18:02:
doch.. ich werde die anderen teile auch reinstellen thx für die vielen kommmis ^^
leon schrieb am 2007-12-02 10:22:17:
deine story ist mega.
und ich gebe der petra recht, sie wäre wirklich nicht die einzige die sich über weitere fortsetzungen freuen würde.
hau rein.Ciao
petra schrieb am 2007-11-28 17:34:36:
ich finde du hast eine sehr schönen schreibstil, ziehst deine leser mit.
ich glaube ich wäre nicht die einzige die sich über weitere forsetzungen freuen würde.
Lg
Erdbeere schrieb am 2007-11-22 21:31:18:
kommt keine weitere fortsetzung??????????????
AA schrieb am 2007-11-16 10:04:26:
voll schön bin schon auf die fortsetzung gespannt.

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