Unendlichkeit, Kapitel 5
von
Yve
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Anna verdrehte genervt die Augen.
,,Schick Sisilia einfach weg, ich hab Hausarrest."
,,Also, es ist nicht Sisilia und schon gar kein Mädchen, es sei denn er hat sich umoperieren lassen."
Skeptisch sah sie ihrer Mutter ins Gesicht und sprang schließlich auf.
,,Wer steht da an der Tür?
Es klang wie eine Drohung.
,,Ich dachte du wüsstest wer das da an der Tür ist. Er hat mir nicht gesagt wie er heißt, er sagte nur er wolle zu meiner Tochter.
Glücklich tätschelte Mrs. Harrison ihre Tochter an der Schulter.
,,Aber er sieht richtig toll aus, du hast einen guten Geschmack.
,,Mum, wenn es die Person, die ich denke, dass sie es ist, dann kann ich sie nicht ausstehen.
Verdutzt sah Mrs. Harrison ihrer Tochter ins Gesicht, so als hätte sie nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Anna beachtete ihre Mutter einfach nicht weiter und schritt zur Tür. Sie kam zu spät, ihr Vater stand bereits in der Tür, ein Wunder, dass er die Schrotflinte noch nicht geholt hatte.
,,Was willst du von meiner Tochter?!
Er klang jetzt schon drohend.
,,Ich und Ihre Tochter waren heute verabredet.
Fynns Stimme war ruhig und beherrscht und zu Annas Überraschung auch noch freundlich.
,,Sie hat Ausgehverbot.
Nun mischte sich ihre Mutter auch noch in die ganze Sache ein.
,,Liebling.
Beruhigend legte sie ihre Hände auf die Schultern von Annas Vater.
,,Was ist?!
,,Lass Anna doch, es ist ihr erstes Date.
Date? Anna sackte geschockt an die nächste Wand. Mit diesem Spinner hatte sie auf gar keinen Fall ein Date. Höchstens eine Kriegsbesprechung. Bevor ihre Mutter sie noch weiter in die ohnehin peinliche Situation hineinmanövrieren konnte, mischte Anna sich in das immer intimer werdende Gespräch ein.
,,Hey, da bist du ja endlich.
Sie lächelte Fynn freundlich zu. Es war ein gespieltes Lächeln.
,,Wer ist dieser Junge Anna?
Das war eine berechtigte und gute Frage. Anna wusste es ja selber nicht.
,,Das ist
,,Mein Name ist Fynn.
Nun lächelte auch er.
,,Anna du hast Hausarrest und das wird auch dabei bleiben und er wird keinen Fuß über diese Schwelle tun.
,,Anna, Schätzchen, zieh dir doch etwas vernünftiges an und dann könnt ihr ja in irgend ein Café fahren.
Mr. Harrison durchbohrte seine Frau mit einem Hasserfüllten Blick. Diese schien ganz ruhig zu bleiben.
,,Komm, wir können uns jetzt eine deiner Krimiserien angucken.
Sanft zog sie ihn von der Tür.
,,Wehe du fasst mein kleines Mädchen auch nur mit dem kleinen Finger an, dann gnade dir Gott. Ihr seit um punkt 10 wieder zu Hause!
,,Ja, ich werde ihre Tochter pünktlich abliefern.
Anna hatte ihr Gesicht zwischen ihren Händen verborgen. Diese Situation war zu peinlich gewesen.
,,Es tut mir furchtbar leid.
Der Hass auf diesen Fynn war mit einem Mal verraucht. Das Schamgefühl übertönte alles. Wie Schwarz ein zartes Gelb.
,,Schon in Ordnung, ich nehme es ohnehin nicht so ernst. Los zieh dir was Vernünftiges an. Du kannst niemals nur mit einem Bikinioberteil samt Rock in ein Café spazieren. Anna sah geschockt an sich hinunter. Sie hatte ja ganz vergessen, dass sie so gut wie nichts am Körper trug. Schnell rannte sie hinauf in ihr Zimmer und zog sich ein T-Shirt an.
Sie hatte sich so viele Streitpunkte zurecht gelegt, und jetzt schwiegen sie sich lediglich nur an. Anna saß in seinem Auto. Sie hatte nicht wirklich darauf geachtet, was es für ein Wagen war, aber er musste ziemlich teuer gewesen sein. Keine Musik, anscheinend mochte Fynn keine Musik beim Auto fahren. Gelangweilt sah sie aus einem der getönten Autoscheiben. Fynn schien nicht sehr gesprächig zu sein.
Seufzend wandte sie den Blick wieder von ihm ab und sah wieder aus dem Fenster.
Warum wirkte sie schon wieder so genervt? Der konnte man auch nichts recht machen. Und wie ihr Vater reagiert hatte. Das war ihr wohl ziemlich peinlich gewesen. Er konnte es gut verstehen. Jetzt wusste Fynn zumindest, von wem sie ihre aggressive Seite geerbt hatte, zwar nicht so extrem ausgeprägt, aber sie war vorhanden. Sanft ließ er seinen silbernen Mercedes in eine Parklücke gleiten.
,,So wir sind da.
Erwartungsvoll blickte er in ihr ins Gesicht. Eine Haarsträhne hatte sich aus ihrem Zopf gelöst. Ihre grünen Augen musterten ihn genauso erwartungsvoll, wie seine braunen Augen sie musterten.
,,Gut, sollen wir uns jetzt in irgendein Café setzen? Oder möchtest du einen Schaufensterbummel machen? Dabei können wir uns in ruhe streiten. Aber bitte nicht so laut.
Er lächelte ihr verheißungsvoll zu.
,,Als ob du den einen Tag nicht die Stimme erhoben hättest.
Nun sah sie ihn beleidigt an, sie fing an zu schmollen. Fynn seufzte.
,,Komm jetzt.
Er erhob sich aus seinem Wagen und schloss die Tür. Anna tat es ihm gleich, jedoch schlug sie die Tür extra laut zu. Fynn sah sie böse an.
,,Sei gefälligst vorsichtig, der Wagen gehört John.
,,Na und.
Genervt schüttelte Fynn seinen Kopf. Schweigend gingen sie nebeneinander her. Die Schaufenster der geschlossenen Läden zogen an ihnen vorbei. Manchmal blieb Anna stehen und sah sich etwas an, um sich dann wieder neben Fynn zu stellen und mit ihm weiter zu laufen.
,,Also lass deinen Gefühlen freien Lauf, jetzt kannst du mir alles an den Kopf werfen, was dich an mir stört.
Verwundert sah sie ihm in die dunklen Augen.
,,Na schön, also, du hast nicht das Recht mich jedes Mal von oben herab zu behandeln.
,,Du tust das doch auch.
,,Nein, eben nicht.
,,Du bist so was von arrogant, weißt du das eigentlich Fynn, ich darf dich doch so nennen?
Fynn lächelte verächtlich.
,,Wie willst du mich sonst nennen?! Nikolaus?
,,Siehst du! Du wirst immer gleich beleidigend!
Sie war stehen geblieben und bewegte sich keinen Schritt weiter.
,,Als ob du mich mit Samthandschuhen anfassen würdest.
,,Du bist so was von fies, du bist arrogant, in dich selbst verliebt, glaubst du kannst alles, tyrannisch und einfach nur ätzend.
,,Hat man dir noch nie erzählt, dass man nicht von sich auf andere schließen soll?
,,Was soll das denn jetzt schon wieder heißen?
,,Das, du kleine Zicke, soll heißen, dass ich das alles wohl eher von dir halte.
,,Ich bin bestimmt nicht so leicht reizbar wie du.
,,Oh doch glaub mir, kein Wunder, dass deine Mutter schon fast die Hoffnung aufgegeben hat, dass du einen Freund bekommst.
Wieder dieses verächtliche Lachen. Sie antwortete ihm nicht. Sie sah ihn auch nicht mehr an, nein, sie hatte den Kopf in die andere Richtung gewandt. Die Arme fest vor der Brust verschränkt. Er musste ihr Gesicht nicht sehen, um zu merken, dass sie kurz vor den Tränen stand. Plötzlich tat ihm das alles Leid, was er ihr an den Kopf geworfen hatte. Es war nicht nett gewesen und es hatte sie sichtbar schwer verletzt. Schnell wischte sie sich mit einem ihrer Handrücken über ihr Gesicht.
,,Ich will sofort nach Hause, es war die dämlichste Idee mit dir hier her zu fahren.
Sie schniefte. Fynn war noch nie in seinem Leben in solch einer Situation gewesen, er wusste nicht was er tun sollte. Er wollte sie irgendwie nicht gehen
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Kommentare
Yve schrieb am 2008-01-13 18:46:30:
also.. mein pc war voll hinüber, aber jetzt steht der fortsetzung nichts mehr im wege.
Lilly schrieb am 2008-01-09 14:33:13:
Wann schreibst du endoich weiter?????
Lilly schrieb am 2007-12-30 17:17:10:
WEITER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
jess schrieb am 2007-12-11 18:39:52:
eine schöne fortsetzung, ich freu mich auf die nächste!!^^ aber der name ist falsch, diese heißt doch eig. 'Fynn'! lg jess
Yve schrieb am 2007-12-11 18:36:45:
Sry.. das sollte eigentlich das Kapitel von Fynn sein.. falscher titel
Leny schrieb am 2007-12-11 15:57:02:
Hast du vllt. den falschen Titel reingeseztzt??^^
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