Unendlichkeit, Kapitel 6
von
Yve
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Nachdem sie sich angezogen hatte, kam sie die Treppe herunter. Ihr Blick war voller Schmerz. Alexander, verlobt. Er war der einzige Grund, weswegen sie Dominique immer noch abhielt. Doch jetzt, da ihr Herz gebrochen war, machte eine Hochzeit mit Dominique ihr auch nichts mehr aus. Dieser Feigling. Sie wischte sich eine Träne aus dem Gesicht. Als sie nach unten kam, wartete das ganze Haus auf sie.
„Ich danke Ihnen für alles, auch Ihnen Alexander.“
„Aber…“
Sie schnitt ihm das Wort mit einer Handbewegung ab.
„Mir würde es belieben, wenn wir beim Sie blieben.“
Alexander nickte.
„Steht die Kutsche bereits?“
John von Lohan nickte.
„Also, noch einmal vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft, ich muss jetzt nach Hause, meine Eltern werden sich bestimmt schon furchtbar sorgen.“
Sie schüttelte jedem der Anwesenden die Hand. Als sie in der Kutsche saß, gab sie dem Fahrer ein Zeichen. Sie bemerkte überhaupt nicht, dass Alexander sie schweren Herzens aus dem Fenster beobachtete und fahren ließ. Tränen flossen Johanna über die Wangen.
Als sie zu Hause ankam, fiel sie ihrer Mutter in die Arme. Anscheinend hatte die ganze Stadt in der vergangenen Nacht nach ihr gesucht.
„Es tut mir so Leid, Mutter, aber da war dieser Mann und auf einmal war Dominique verschwunden und ich war allein. Gott sei Dank kam rechtzeitig jemand, der mir half.“
„Wer hat dir geholfen?“
„Alexander von Lohan.“
„Dann müssen wir diesem Alexander von Lohan dringend danken, schließlich hat er mein einziges Kind vor dem Tod bewahrt.“
Johanna nickte.
„Ist Dominique in der Nähe? Ich müsste dringend mit ihm sprechen.“
„Im Moment ist er nicht hier, aber er kommt heute Abend zum Dinner.“
Johanna nickte kurz.
„Gut, dann werde ich bis heute Abend auf ihn warten.“
Lilian musterte ihre Tochter neugierig. Sie kannte sie gut genug, um zu wissen, dass sie Dominique verabscheute.
„Was musst du ihm denn so dringendes mitteilen?“
„Das wirst du noch früh genug erfahren.“
Ohne ein weiteres Wort verschwand Johanna nach oben in ihr Zimmer.
Alexander saß auf seinem Bett. Seine Gedanken waren ein einziger Krieg. Marianne und Johanna. Er wusste ehrlich gesagt überhaupt nicht was er nun machen sollte. Zwei Frauen, und er musste sich für eine entscheiden. So ging es nicht mehr weiter. Marianne war noch immer wütend auf ihn. Und Johanna, sie wusste jetzt, dass er verlobt war. Völlig gestresst fuhr er sich mit einer Hand durch sein blondes Haar.
„Das kann doch alles nicht wahr sein“, murmelte er vor sich hin, um sich anschließend rückwärts auf sein Bett fallen zu lassen. Ja, er musste unbedingt handeln. Und er wusste bereits für welche, der beiden er sich entscheiden würde. Er war nun eine ganze Zeit mit Marianne zusammen gewesen, aber nun merkte er erst, dass es nie wirkliche Liebe gewesen war. Eher ein Pflichtgefühl gegenüber seinem Vater und ihr. Er musste Johanna seine Gefühle eingestehen. Es ging einfach nicht anders.
Nach weiteren 3 Minuten Gewissenskonflikt erhob er sich und rückte sich seine Kleidung zurecht. Sie war nun völlig zerknittert. Er musste unbedingt mit seinem Vater über diese ganze Sache sprechen.
John saß unten an seinem Schreibtisch und war tief in ein Buch versunken, als sein Sohn die Tür aufstieß. John blickte erschrocken nach oben.
„Was ist denn los Alexander?“
„Ich muss ganz dringend mit dir reden.“
„Setz dich doch erstmal.“
Alexander schüttelte mit seinem Kopf.
„Nein, lieber nicht.“
Er trat an den Eichentisch und stützte sich mit seinen Händen darauf.
„Vater, ich möchte die Verlobung mit Marianne McAllister auflösen“, sagte er in einem sehr entschlossenem Tonfall.
Johns Mund klappte bei diesem Satz reflexartig auf. Er war völlig fassungslos.
„Du hast was vor?!“
Alexander nickte.
„Du hast schon richtig verstanden, ich möchte die Verlobung auflösen“, antwortete er leichthin.
John schwieg für eine Weile.
„Aber warum?“
John verstand einfach nichts mehr.
„Weil ich eine andere liebe und Marianne nur betrügen würde, wenn ich ihr meine Liebe vor einem Priester schwören würde.“
John verstand allmählich. Es war Johanna von Deverell, das war ihm jetzt vollends bewusst. Er spürte Wut in sich aufsteigen. War sein Sohn nun völlig verrückt? Hatte er denn alles vergessen? Kräftig schlug er auf seinen Tisch und erhob sich nun ebenfalls.
„Bist du von allen guten Geistern verlassen?! Bist du nun völlig verwirrt?“
Gelassen sah Alexander seinem Vater in die Augen.
„Nein, ich bin nicht verrückt, ich bin verliebt.“
John lachte verächtlich.
„Ja, das ist mir schon bewusst, dass du verliebt bist. Aber in Johanna Deverell? Weißt du was ihr Vater alles mit dir machen kann, wenn er das herausfindet? Er wird dich vernichten! Er wird unsere Existenz endgültig beenden. Glaub mir dieser Mann schreckt vor keinen Kriminalitäten zurück.“
Nun wurde Alexander ebenfalls wütend.
„Ach, jetzt auf einmal kann er uns vernichten ja? Sonst war dir das doch auch alles egal! Du hast dich doch auch nicht dafür interessiert, ob er uns unser Haus, unser Heim und unser gesamtes Hab und Gut nimmt oder?! Das hat dich auch nie interessiert! Nie! Und jetzt kommst du mit so einer Masche!“
John schüttelte mit seinem Kopf.
„Das war auch alles nur meine Sache, meine Sache, verstehst du? Aber wenn du jetzt etwas mit diesem Mädchen anfängst, dann wird er dich auch als einen Dorn im Auge betrachten! Ich bitte dich Alexander, ich bitte dich wirklich, lass die Finger von diesem Mädchen, du musst Marianne ja auch nicht heiraten, nur lass die Finger von Johanna.“
Verächtlich sah Alexander seinen Vater an.
„Das ist absolut nicht deine Sache! Ich kann tun was mir beliebt und wenn ich dieses Mädchen liebe, dann liebe ich es und du musst dich da nicht einmischen!“
John ging um seinen Schreibtisch herum und packte seinen Sohn an den Schultern. Traurig sah er ihm in die klaren, blauen Augen.
„Alexander, ich bin dein Vater, vertrau mir doch, es ist wirklich das Beste für dich, für uns.“
„Als ob du jemals gewusst hast, was das Beste für mich ist, nach dem Tod meiner Mutter, hast du uns in diesen ganzen Mist reingeritten. Du allein! Du hast dich hängen lassen und ich hab mich einsam und verlassen gefühlt! Tschüss!“
Alexander riss sich los und verließ stürmisch das Arbeitszimmer seines Vaters, er wollte ihn im Moment nicht länger ertragen.
„Alexander! Bleib hier!“
Doch Alexander antwortete nicht, John hörte nur noch das Knallen der Haustür. Traurig stand er in seinem Zimmer und blickte seinem einzigen Sohn hinterher. Wenn er doch nur verstehen würde, er hatte doch eigentlich überhaupt keine Ahnung, was George Deverell mit dem Tod von Alexanders Mutter zutun hatte. Er wusste es nicht. Und wenn er ihn auch noch verlieren würde. John schluckte.
„John?“
Überrascht sah er nach oben. Maria stand in der Tür und sah ihn mitleidig an.
„Der Kaffee.“
John nickte.
„Ja, ich komme sofort.
Johanna machte sich gerade vor ihrem Spiegel zu Recht, als ihre Mutter ins Zimmer kam.
„Schätzchen.“
Sie lächelte
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Kommentare
Leny schrieb am 2008-02-14 19:19:31:
O.ô
irgendwie ging alles auf ein Mal soo schnell xD
aba trozdem gut geschrieben ^^
aba was bessa gewesen wäre, wenn du es mehr ausgeschrieben hättest^^
Büdde schnell und lang weitaaaaaa <3^^
Liebe Grüße
Leny^.~
Pünktchen schrieb am 2008-02-14 16:20:43:
schreib ganz ganz schnell weiter....so toll die geschichte naja so wie alle geschichten von dir
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