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Kategorien > Spannung > Begegnungen

Ungewisses Schicksal

von King - Karados

Die Wolkendecke, die schon die letzten Tage nie richtig aufgebrochen war, legte eine bedrückende Stimmung über diesen einsamen Ort. Der Kies knirschte unter Mary' s Schuhen, und sie glaubte zu sehen, wie die Schatten die sich rechts und links in der Dunkelheit verbargen heraus springen wollten, um sie zu verspeisen. Ihr kindliches Aussehen und die Tatsache, dass sie erst 13 war passten gar nicht in diese Gegend. Bestimmt 2 Kilometer von Dorf entfernt und nah am großen Wald war sie, doch sie hatte ihre Gründe. Sie blieb langsam stehen und betrachte ihr Ziel. Die alte Mühle vom Fritz. Es schauderte sie wenn sie an ihn dachte. Er war ein guter Freund der Familie und sie sah ihn oft mit ihrem Vater am Tisch Kartenspielen. Als Mutter noch lebte hat Vater nie Glückspiele gespielt. Sie wollte es nicht. Doch nun war das anders. Fritz und er unterhielten sich oft über die "geilen Weiber", die an den Fluss aufwärts wohnten. Sie unterhielten sich sehr abfällig über sie, doch Mary wusste, dass ihr Vater oft zu ihnen ging. Immer wenn sie schlafen sollte, ging er los. Aber das war jetzt auch egal. Sie war nun hier.
Mit klopfendem Herzen wartete sie auf seine Ankunft. Nicht auf die vom Fritz, nein, nicht auf ihn. Auf jemanden der ihr vielleicht helfen könnte. Viele sagen, dass er im Wald leben soll, Andere hingegen sagen er hätte vor langer Zeit im Dorf gewohnt. Doch dann haben sie ihn verjagt. Wieso? War wirklich so ein schlechter Mensch wie die Erwachsenen sagen?
Mary streifte mit dem blick hinüber zum nah gelegen Kloster. Dort lebten Pater Willbrant und Abt Riches, Freunde von ihrer Familie. Früher einmal, heute nicht mehr. Die Kirche ist nun zu mächtig, sie brauchen uns nicht mehr. Sie sind ja boten Gottes, oder? Mary hatte oft überlegt zu ihnen ins Kloster zu gehen, doch helfen konnten sie ihr wohl doch nicht. Es war ja Männerkloster. Ihr Blick ging weiter, zu ihrem haus, eigentlich ja das Haus ihres Vater, des Richters. Sie lebten schon lang in diesem Haus am Rand des Dorfes. Doch als ihre Mutter vor 3 Jahren Starb, da ist alles anders geworden. Jetzt wollte ihr Vater auch noch, dass sie die Ehe schließe. Sie war doch viel zu jung. Sie wollte den bauernjungen nicht heiraten, doch ihr Vater sagte immer, dass es gut sei. Er sei reich, und dass sie es dann auch wären, sagte er immer, dann hatte er gelacht. Wie sie das hasste. Zu fliehen, dass hatte sie auch schon probiert, doch die Treppe hatte geknarrt. Ein Märchen besagt, dass die Treppe karrt nur bei Dieben. Doch Diebe tun Unrecht, sie doch nicht, oder? Als Vater sie dann erwischt hatte, da hatte es Prügel gesetzt, wund und blau war sie danach gewesen. Aber was hätte er denn auch denken sollen, die Treppe hatte ja geknarrt. Er hatte sie danach an Bett gefesselt, sehr fest. Das Seil hatte tief geschürft. Und als am nächsten Morgen ein paar Spritzen Blut auf ihrem Bett zu sehen waren, da hat er wieder geschlagen. Er müsse wieder waschen hatte er sie angeschrieen. Deshalb wollte Mary weg, nicht mehr geschlagen werden und nicht heiraten. Das wollte sie. Vor 3 tagen, da hatte sie im Wald den alten Lutz getroffen. Lutz, die Kinder nannten ihn so. Aber nur wenn sie alleine waren. Die Eltern sagten Luzifer zu ihm. Dem Teufel gleich soll er sein, sagten sie. Doch er war so nett und sie hatte ihm von ihrem Problem erzählt. Helfen wollte er, ihr helfen. Sie solle Geld besorgen, soviel sie hätte. Treffen an der alten Mühle wollten sie sich. Da war sie nun mit dem Geld ihres Vaters. Der war noch oben am Fluss und dachte sie schläft, so hoffte sie zumindest. Mary hob den Kopf und spähte in Richtung Wald. Dort, zwischen Bäumen und Büschen, war dort nicht etwas? Ein Schemen zeichnete sich leicht im Mondlicht ab. Ein Mann, mit Mantel und Kapuze war dort. Das musste er sein. Erleichtert, aber gleichzeitig unsicher atmete sie tief durch.
Plötzlich durchdrang ein Schrei die Stille. Ihr Name, laut und wütend in die Luft geschrieen. Der Schrei kam nicht vom Wald. Nicht weit hinter ihr schien die Quelle. Sie wusste wer es war, ihr Vater. Mary nahm allen Mut zusammen, sprang mit einem Ruck aus dem Schatten und lief in Richtung Wald, in ein ungewisses Schicksal.

Kommentare

Millam schrieb:
Seufz schon wieder so ein offenes Ende.Machst du das mit Absicht so?
hab keine schrieb:
ich finde das offene ende auch nicht so gut abba die geschichte kann ich gut zum üben für meine deutscharbeit brauchen THX (Irina 12)

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