Unser Meer aus Tränen
von
Maybe
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Unser Meer aus Tränen
Dann dieses Lied, dieses Lied, das meine Geschichte erzählt. Alles kommt mir so verdammt bekannt vor, wie ein Deja vú. Ich weiß, dass ich es nicht aushalten kann, dass ich es nicht schon wieder schaffe. Ich drehe den anderen den Rücken zu und tanze weiter. Sie wissen nichts davon und so soll es auch bleiben. Bewege mich im Rhythmus dieses Liedes, das meinen Alptraum wieder lebendig macht. Die Tränen laufen über meine Wangen, ganz leise und langsam, als hätten auch sie Angst alles zu verraten. Plötzlich spüre ich eine Hand auf meiner Schulter. Sie dreht mich um. Ich starre in ein bekanntes Gesicht. Felix. Er sieht mich, mich und meine Tränen, die doch nie gesehen werden sollten. Er greift nach meiner Hand, zieht mich weg, aus der Disco raus. Ohne ein Wort zu den anderen verschwinden wir in der Menge der feiernden Leute. Als wir draußen ankommen, setzt er sich stumm in sein Auto. Ich tue es ihm gleich und sinke in dem Beifahrersitz zusammen. Er startet den Motor, doch erst beim 4. Versuch schafft er es das Auto zum starten zu bringen. Ich achte nicht darauf wohin wir fahren, träume vor mich hin und nehme nichts mehr war. Das Radio läuft ein Lied nach dem anderen, und dann wieder das Lied aus der Disco. Er stellt es ab, aber die ersten 2 Töne bringen mich schon wieder zum verzweifeln.
Mein Schluchzen stört die Stille. Um mich herum vermischt sich das dunkel der Nacht mit dem Grün der umstehenden Bäume und wird zu einem dunklen Grau. Ich kann nur noch Umrisse erkennen und bemerke erst jetzt, wo der Wagen langsamer wird, wohin er uns gefahren hat. Wir sind am Meer. Er steigt aus und ich folge ihm. Wir lassen uns in den immer noch leicht warmen Sand sinken und ich lasse meinen Blick schweifen, erst übers Meer zum Horizont, der gar nicht so weit weg scheint. Dann in den Himmel, die Sterne strahlen mich an, als wenn sie mir mit ihren Strahlen neuen Mut geben wollten. Ich traue mich nicht in sein Gesicht zu sehen, denn ich spüre auch so die unausgesprochene Frage die zwischen uns steht. Er hat von Anfang an etwas geahnt und es viel mir schwer alles vor ihm zu verheimlichen, schließlich ist er mein Freund.
Doch dann sehe ich eine Sternschnuppe vom Himmel fallen. Ich wünsche mir, dass alles wieder besser wird, wenn ich es ihm erzähle und er mir hilft. Ich fasse einen Entschluss, jetzt gibt es kein zurück mehr. Ich erzähle ihm alles, beginne ganz vorne, vor 2 Jahren, als mein Stiefvater zum ersten Mal, die Tür hinter sich abschloss, ich sein Verlangen in den Augen sah und schon vorher wusste was auf mich zu kommt. Ich erzähle ihm meinen Alptraum, zumindest versuch ich mir immer einzureden dass es nur ein Alptraum ist, wenn er wieder kommt. Dann stelle ich meinen Verstand und mein Gehör aus und trotzdem versetzt es meinem Herzen jedes Mal wieder einen Stich, der bei jedem Mal tiefer in mein Herz einzudringen scheint. Ich versuche ihm zu erklären, dass ich es einfach nicht eher sagen konnte, dass es eine Blockade in mir gab, die es nicht zu ließ darüber zu sprechen. Nachdem ich ihm alles gesagt hatte, starrte ich wieder in den Himmel, doch schon nach kurzer Zeit wanderte mein Blick in sein Gesicht.
Ich sah grade noch wie eine Träne in den Sand tropfte, wie die Sternschnuppe vom Himmel und ab diesem Moment wusste ich, dass er mir helfen wird.
Ich sank in seine Arme und unsere Tränen bildeten ein eigenes kleines Meer, neben dem Großen.
Mir kam ein Gedanke der mich faszinierte: Konnte nicht das gesamte Meer aus Tränen bestehen?
Aus Tränen , die wegen dem ganzen Leid auf dieser Erde vergossen wurden? Ja, es konnte nur so sein. Und jetzt würden unsere Tränen das Meer noch vergrößern, und solange dort warten, bis der Tag gekommen ist, an dem es überlauft und sich an all denen, die andere zum weinen gebracht haben rächt, sie mit seinen Massen verschlingt.
Ich weiß nicht, wie lange wir so da saßen, aber irgendwann, hob er den Kopf, sah mir in die Augen und fing an zu reden. Diese Sätze die sich in mein Hirn einbrannten und jetzt noch für mich lesbar sind.
Ich werde ihn umbringen. Mich für das was er dir angetan hat rächen. Und damit kommt er noch gut weg. Man müsste ihm die Haut in Fetzen vom Leibe reißen, und ihn verbluten lassen, es wäre angebracht. Auch wenn es das was er dir angetan hat nicht ungeschehen machen würde. Er soll leiden, so wie auch du leiden musstest. Ohne Rücksicht auf Gefühle und Schmerzen. Und dann fangen wir zusammen ein neues Leben an, an unserem Meer aus Tränen.
Noch in derselben Nacht fuhren wir zum Haus meines Stiefvaters und brachten ihn um. Ich genoss es richtig die Angst in seinen Augen zu sehen und ich erfreute mich an seinem Blut.
Dies ist nun 5 Monate her. Direkt nach dem Mord sind wir zum Flughafen gefahren. Haben den erstbesten Flug aus der Stadt genommen und haben ein neues Leben angefangen.
Ich bin in Behandlung, sie wollen mir helfen alles zu vergessen, und es geht langsam auch. Doch eines werde und will ich nie vergessen: Die Angst in seinen Augen. Es tat so gut ihn leiden zu sehen und nicht selbst die Geschädigte zu sein.
Die Polizei denkt wir hätten aus Notwehr gehandelt und haben den Fall schnell zu den Akten gelegt.
Nur wir 2 wissen was wirklich passiert ist. Doch wer genau hinhört kann die Wellen leise reden hören. Sie erzählen diese Geschichte und noch viele andere. Geschichten, die das Meer größer werden ließen.
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Kommentare
süsse schrieb am 2007-10-16 09:49:07:
ich muss echt sagen das hast du ganz toll gemacht die ganze geschichte schön
Mitzi schrieb am 2007-04-26 14:31:52:
An einer stelle als felix sagt dass er ihn umbringrn wird, denkt man das es die erzählerin spricht. Ansonsten ist die geschichte echt super!!!!!
sina schrieb am 2007-03-22 19:11:23:
ist wirklich schön. gefällt mir diese unbarmherzigkeit.
das mit den wellen is toll abgestimmt.
Maybe schrieb am 2007-02-25 11:00:59:
Dake für eure kommentare, ich werde, den Mordteil noch einmla überarbeiten.
Anna schrieb am 2007-01-04 10:34:01:
Ich schließe mich dr. doom an. Er hat Recht, mich lässt stutzig machen, dass du nur den Mord nicht gut beschrieben hast, danach geht es ja wieder super weiter!!
dr. doom schrieb am 2006-12-03 15:53:52:
Den mord hättest du besser beschreiben müssen. Es wirkt als hättest du am Ende keinen
Bock mehr gehabt, und wolltest schnell zum Schluss kommen. Aber sonst nich schlecht
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