Unterm Baum
von
Cryptic misery
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Kapitel -1-
Verzweifelt hockte er auf seinem Bett, die Sonne schien durch einen schmalen Spalt auf das Bett. Es war dunkel und kühl, er zitterte. Vielleicht vor kälte vielleicht vor Angst, vor Einsamkeit. Es war alles auf einmal, immer wieder zuckte er zusammen und Tränen rollten ihm die Wangen runter. Er hatte keine klaren Gedanken mehr, alles war verloren und es hatte für ihn keinen Sinn. Sollte er sich umbringen? Er spielte mit dem Gedanken wie es wäre. Würde ihn überhaupt jemand vermissen. Vielleicht seine Mutter die er allein lassen würde, ohne Sohn ohne Mann. Sein Vater war noch nicht lange Tot, vielleicht gerade mal ein Monat. Das konnte er seiner Mutter nicht antun, aber anderseits hielt er es nicht mehr aus.Jeden Tag vor dem schlafen dachte er darüber nach, mal still schweigend mal weinend. Er kam sich so hilflos vor, so verloren in der großen Welt, in der ihn sowieso niemand verstand. Es brachte ihm nichts mehr hier zu sein, höchstens ein wenig Kummer, der aber mittlerweile so unausstehlich war.
Er hätte gern darüber geredet, aber es hörte ihm niemand zu, keiner, er war einfach allein. Mit seiner Mutter konnte er nicht reden, ihr ging es wahrscheinlich noch schlechter. Viel schlechter, auch wenn er es sich nicht vorstellen konnte. Freunde hatter er nicht, keine, woher auch, es redete ja niemand mit ihm, weder in der Schule noch sonst wo. Geschwister hatte er nicht, nie gehabt, Einzelkind. Er hasste es wenn andere in der Schule erzählten wie toll es mit ihren Brüdern und Schwestern war, es war aber auch schrecklich wenn sie erzählten wie schlimm es sei. Er wäre froh einen schrecklichen Bruder zu haben als gar keinen.
Er stand langsam auf und ging zum Fenster, die Vorhänge waren zugezogen, alles abgedunkelt. Er zog eine Hälfte auf und schaute raus. Es hatte angefangen zu regnnen, passte zu seiner Stimmung, und er zog auch noch die andere Hälfte auf. Er betrachtet die Regentropfen wie sie die Scheibe runterliefen, sie bildeten die schönsten Formen und sie errinerten ihn an Tränen. Er schaute hinaus. Draußen liefen Menschen mit bunten Regenschrimen rum, Kinder sprangen in die Pfützen und die Erwachsenden zogen sie weg. Sie wurden auch nicht verstanden, dachte er, sie wollen nur ein wenig Spaß , aber die Erwachsenden verbieten ihnen das. Aber sie sind nicht unglücklich. Zuhause wartet jemand auf sie, jemand der sie liebt, der ihnen die nassen Klamotten auszieht, sie abtrocknet und ihnen vielleicht einen heißen Kakao macht. Er schaute in den Himmel, er war grau, dunkel grau und am Horizont sah man wie der Regen fiel. Er zog sich wie lange graue Vorhänge über den Himmel, über das grüne Land. Eigentlich war die Landschaft so schön , aber er hatte schon lange keine interresse mehr daran gefunden.
Langsam wendete er den Blick ab und ging durch das Zimmer. Der große Spiegel zeigt ihm einen großen schlacksigen Jungen, längere dunkel braune Haare, hellblaue aber tieftraurige Augen. Der Junge sah traurig, verstört und voller Angst und hass aus. Er schien ihm fremd. Es war eigentlich kein hässlicher Junge aber in seinen Augen war er ein Nichts, ein Störfaktor. Er betrachtete sich kurze Zeit, er hatte sich anders in Errinerung, fröhlich, zufrieden, mit Vater , Glücklich. Er hörte Schritte auf dem Flur, seine Mutter, wer sonst. Gab es schon Essen? Er verspürte eh seit Tagen keinen Hunger. Trotzdem wartete er bis es an der Tür klopfte. "Kommst du zum Essen?", hörte er sie rufen. Gab keine Antwort, er hatte schon lange nicht mehr geredet, er wusste schon nicht mehr wie er klang.
Mit langsamen Schritten näherte er sich der Küche. Es roch nach Suppe, er hatte Suppe immer geliebt, aber er hatte keinen Hunger. Seine Mutter sah ihn besorgt an. "Geht es dir gut?, er antwortete nicht sondern setzte sich still schweigend neben sie. Sie betrachtete ihn, er fühlte sich beobachtet, sie schaute weg, er schwieg. "Willst du was",fragte sie und schaute ihn wieder an. Er schüttelte den Kopf. "Du musst was essen."" Ich muss nur sterben". Die Worte trafen ihn tief. Normalerweise hatte er das immer gesagt wenn er was machen musste, jetzt merkte er erst wie wahr die Worte wirklich waren, wie viel sie ihm bedeuteten. Er schluckte. Seine Mutter hatte es nicht verstanden und machte ihren Teller voll. Sie war auch abgemagert, aber sie aß, jeden Tag. Sie war abgemagert aus Kummer, da war er sich sicher. Er schaute weg, raus zum Fenster, er wollte raus, raus aus dem Haus, weg von hier.
"Mum, darf ich raus?", fragte er."Willst du nichts essen? Du verhungerst noch",antwortete sie."Tu ich schon nicht""Wenn du meinst". Sie war auch nicht mehr die alte.Früher hätte sie mich nicht gehen lassen, dachte er. "Ich bin um 18 Uhr zurück", murmelte er und stand langsam auf. "Nimm einen Schlüssel mit, ich weis nicht ob ich da bin wenn du wieder kommst", sagte sie noch aber er ging schon raus.
Draußen war es kühl, er hatte keine Jacke mit und zitterte leicht. Der Regen war nur noch ein leichtes Fisseln, es störte ihn nicht. Langsam ging er die Straße entlang, in Richtung Felder. Er lebte dicht an den Feldern, schon fast ausserhalb, eigentlich wunderschöne Gegend, aber er hatte keine Interesse daran, lange schon nicht mehr. Bei jedem Schritt den er tat spritze es ein wenig, obwohl er alle Pfützen umging. Die Sonne schien und der Regen, oder der Rest den man noch Regen nennen konnte, war warm und angenehm.
Er kam nun langsam zum Anfang des Feldweges.Es war still, nur das rauschen in den Feldern war zu hören.Wie der Wind das Korn sanft hin und her wog, die Blätter in den Bäumen rauschten, aber er ging still schweigend, kein Ohr für diese Schöhnheit,weiter. Er ging nicht sehr weit bis er an einen Baum kam, er hörte jemanden singen und ging näher ran. Alles war still, nur diese Stimme und die Gittare. Er bleib stehen und schaute runter zu einem jungen Mädchen.Es schaute nicht hoch, war ganz vertieft in das Lied:
"I feel dizzy all laid back and I'm too blind to see
What's going on outside my lonely window
I'm turning on the TV screen watch the news for a while
Then I fall back to sleep again"
Er war völlig faziniert, sie spielte, nahm nichts um sich herrum war, als wäre ihr alles egal:
"And I'm dreaming 'bout times, times that are gone
Times when I lived alone in my own land called ochrasy
That place was everything to me
The world I made it up you see
It's all there in my fantasy
And I believe it"
Sie sang wunderschön, es klang so perfekt, obwohl das Lied nicht das Glücklichste war, klang es so schön:
"I'm waking up again and see that war on screen again
And it makes me want to go and hide
This world is full of misery, the anger is too big to see
That's why I had to dream this dream
I was dreaming 'bout times, times that are gone
Times when I lived alone in my own land called ochrasy
That place was everything to me
The world I made it up you see
It's all there in my fantasy
And I believe it "
Es berührte ihn, obwohl er es
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Kommentare
Dominik Braun schrieb am 2007-04-22 18:22:27:
so gefällt die geschichte mir eigentlich sehr gut aber ich finde wenn du etwas an deinem schreibstil arbeitest wird sie besser. das soll jetzt keine kritik sein sondern nur ein verbesserungsvorschlag. ich weiß meine geschichten sind auch nicht perfekt aber ich nehme jeden ratschlag dankend an.
wenn ich zeit habe werde ich die anderen kapitel von "unterm baum" auch noch lesen
aber so alles in allem ist dir das erste kapitel schon mal gut gelungen aber eine gesamt kritik gibts dann erst wenn ich beim letzten kapitel angelangt bin.
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