Unterm Baum (kapitel 3)
von
Cryptic misery
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Kapitel -3-
Am nächsten Morgen warchte er seit langem mal mit dem Wecker auf. Es war kurz vor 7, also Zeit zum Aufstehen. Es war Freitag, der letze Tag vor dem Wochende, vor dem Wochende das er alleine zuhause verbringen sollte, wie immer. Doch er mochte den Freitag, es war der Tag an dem sie Sport hatten, der Tag an dem er nur 4 Stunden hatte, und der Tag an dem seine Mutter ihn zur Schule brachte da sie zur gleichen Zeit raus musste. Er hatte also noch Zeit bis er aufstehen musste, blieb liegen und starrte an die Decke, Draußen hörte er ein paar Vögel flöten, aber keinen Regen, kaum vorstellbar, denn die letze Woche hatte es durchgehend geregnet. Ausgerechnet heute wo er nicht zu Fuß gehen musste regnete es nicht. Seine Mutter war gestern erst spät nach Hause gekommen, völlig geschafft. Sie arbeitete viel zu viel, doch sie musste die beiden alleine unterhalten. Früher hatte sie nur Morgens gearbeitet und dann auch nur weil sie sonst nichts zu tun hatte. Mittlerweile arbeitete sie sogar Mittags und oft noch zuhause bis spät in die Nacht. Sie tat ihm Leid, aber ändern konnte er es nicht. Er dachte oft an früher, wenn man es überhaupt früher nennen durfte, denn früher war alles vor dem Tod seines Vaters, also nur Dinge die mehr als 1 Monat zuück lagen, eigentlich kein Früher. Für ihn war es aber Früher, aber noch viel mehr. Es war ein anderes Leben, sein altes Leben, denn sein neues hatte begonnen. Ein neues grausames Leben, das er nicht leben wollte. Mann hatte ihn einfach hinnein geworfen, ohne zu fragen ohne ihn zu warnen. Wie sollte er es leben wenn er keine Ahnung hatte wie. Sein altes war schon schwer genug gewesen, doch das was ihn in diesem neuem Leben erwartete war schlimmer als alles andere. Bis auf wenige Dinge. Doch diese guten Dinge waren viel zu selten, noch seltener als Früher. Er dachte schon wieder an Früher. Das Wort brachte ihn ganz raus. Man sollte es nicht Früher nennen, er wollte damit aufhörn. Er schaute wieder auf die Uhr, 7 nach 7. Er stand langsam auf und zog sich an, er ging ins Bad, kämte die Haare und ging runter in die Küche. Seine Mutter saß schon da, wie jeden Morgen. Sie sah überarbeitet aus."Wie lang hast du noch gearbeitet?", fragte er kühl."Bis kurz nach 12". Er stöhnte auf."Mum, hör auf so viel zu arbeiten!", sagte er entsetzt."Wir brauchen das Geld", sie schaute ihn an, ihre Augen waren von kleinen Falten umringt, sie sah so erschöpft aus."Ich brauche nicht viel Geld", sagte er und setzte sich gegenüber von ihr."Natürlich brauchst du Geld", sie seufzte."Schulgeld, Taschengeld, Kleidung, Essen"."Ich esse doch eh nicht viel und Taschengeld, das geb ich eh nie aus". Er fing an sich ein Brötchen zu schmieren."Ach Milo, glaub mir, irgentwann kommt die Zeit in der du es brauchen kannst. Wenn du es jetzt zurück legst, dann kannst du später mit Freunden weggehen ohne dir Sorgen machen zu müssen. Du kannst dan deine Freundinn ohne Schmerz ins Kino einladen"."Ich habe keine Freunde und eine Freundinn werde ich wohl nie bekommen, schau mich doch an! Wer will mich schon? Ich bin viel zu groß, ich bin zu dünn, keiner will mich!", er war verärgert."Dich wird auch jemand wollen, glaub mir. Es gibt Mädchen die stehen darauf, errinerst du dich noch was dein Vater immer gesagt hat? War er nicht derjenige der das gesagt hat? Das alle Mädels auf große schlacksige Typen stehen? Er hat dich immer in Schutz genommen, aber jetzt, jetzt fängst du schon selber an dich zu dünn und zu groß zu finden!", sie schaute ihn mit traurigen Augen an."Ich war immer die jenige gewesen die dir mehr Essen geben wollte, du hast dich immer geweigert und du tust es immer noch". Er stöhnte erneut auf:"Ja das tue ich immer noch, aber es ist egal wie viel ich esse, ich nehme nich zu, ich werde nich dicker, es ist einfach so, also ist es egal ob ich viel oder wenig esse." Er biss in sein Brot. Sie antwortete nicht mehr, warf wieder den Blick in die Zeitung. Sie aßen schweigend weiter, er schaute in der Küche rum, sie war wie schon immer, so war sie auch früher gewesen, doch sie war auch irgentwie anders. So leer. Früher hatte jeden Tag ein Blumenstrauß auf dem Tisch gestanden, das war einmal. Früher hatte jeden Tag sein Vater einen Zettel vom Kalender gerissen, das war schon so lange nicht mehr passiert, er stand noch auf dem Datum an dem dies das letze mal passiert war."Mum, warum reist keiner mehr die Zettel vom Kalender?", fragte er nachdenklich."Weil es niemanden gibt der es tuen will. Dein Vater hat es immer getan ich weiß, aber er ist nicht mehr da und ich denke das ich nicht die Aufgabe habe es zu tun":"Und ich? Ich jawohl auch nicht"."Ja, niemand muss es tun, so war es doch auch früher schon, aber dein Vater hatt es gerne getan, er kam jeden Morgen runter und riss ein Blatt ab, dann las er den Spruch für den heutigen Tag ab". Sie schaute gebannt auf ihren Teller."Das heißt es wird nie wieder jemand machen?""Ja ich denke schon". Er seufzte und schaute auf den Kalender.13 August, der Todes Tag seines Vaters. Es trieb ihm die Tränen in die Augen."Wann willst du in der Schule sein?", fragte seine Mutter und riss ihn aus Gedanken."Es ist schon halb 8"."Wir können von mir aus los", murmelte er nur und stand auf, zog sich Schuhe und Jacke an, nahm den Rucksack und hing ihn sich über den Rücken. Dann wartete er bis seine Mutter sich angezogen hatte, das Licht ausmachte und raus zum Auto ging. Er folgte ihr, schloss die Tür und setzte sich neben sie auf den Beifahrersitz. Sie schnallte sich an und startete den Motor, er tat es ihr gleich. Sie schwiegen, wie immer, also schaltete er das Radio an. Es lief nichts tolles, aber die Stille brachte ihn noch um den Verstand. Mit dem Auto war die Strecke nicht lang, ein paar Mintuten und mehrere rote Ampeln, so kam er um 20 vor 8 in der Schule an, stieg aus und verabschiedete sich. In der ersten Stunde hatte er Englisch, er hasste dieses Fach, nicht weil er es nicht konnet, sondern weil er den wahrscheinlich schlimmsten Lehrer von allen hatte. Herr Norrisen, unheimlich streng, unheimlich gemein. Herr Norrisen kam morgens in die Klasse und lies einen Vokabeltest schreiben, wenn denn Vokabeln auf waren, wenn nicht schrieb er Übungsdiktate oder sonstige Dinge die keiner wollte. Die Noten die meißt schlecht waren wurden eingetragen und wurden mit in die Zeugnissnote eingenommen. Wenn während des Diktates auch nur einer ein Wort sagte bekam jeder eine 6. Es gab niemanden der Herr Norissen mochte, und wenn jemand was sagte dann wurde derjenige, wegen dem alle eine 6 hatten, in der Pause erstmal fertig gemacht. Es war immer so, meißt konnte sich niemand wehren wenn die ganze Klasse auf einen losging. Er kannte es schon, nicht weil er geredet hatte, nein weil er anders war, warum denn auch sonst. Sie mochten ihn nicht, also machten sie ihn fertig. Wenn er in den Pausen in die Richtung einer Schülergruppe seiner Klasse kam, wurde der Kreis direkt enger gemacht und leise geredet. Wenn er alleine über
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Kommentare
Joe (hutmensch) schrieb am 2007-03-01 14:45:01:
echt gelungen und schreib bitte weiter ich muss umbedingt wissen wie es weiter geht......
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