Vampirgewitter
von
Liv
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Vampirgewitter
Rasch zogen die Wolken zu. Schwarz wie dir Nacht, mit einem violetten Schein durch die letzten Strahlen der Sonne. Nervös flitzten die Tiere in ihre Verstecke um dem herannahendem Unwetter zu entkommen. Das Feld war jetzt frei. Kein Lebewesen wagte sich unter die bedrohlichen Wolken zu treten, die sich immer weiter zusammenzogen. Ein Wind kam auf. Kalt und eisig fegte er über die Blumen und ließ einen einsamen Baum erzittern. Da, ein heller Blitz fuhr auf die Erde. Stille, alle warteten angespannt. Plötzlich brach ein tröstender Lärm aus. Das ganze Gewitter entlud sich stürmisch. Blitze führen auf die Erde nieder gefolgt vom Getöse des Donners. Der Wind pfiff über das Feld und knickte Pflanzen um. Der Baum kämpfte gegen die Naturkräfte. Seine Äste bogen sich im Wind und die Blitze verfehlten ihn nur knapp. Die Welt schien dem Untergang nah, als sich diese gewaltige Kraft entlud.
Da tauchte eine Gestalt auf. Sein schwarzer Mantel wurde vom Wind erfasst, der wütend daran zog. Doch das vermochte ihn nicht aufzuhalten.
Plötzlich traf ein Blitz den Baum. Mit voller Kraft wurde er gespalten und begann lodernd zu brennen. Die Gestalt schaute nicht einmal auf, sondern kämpfte sich weiter.
Auf einmal begann es zu regnen. Die züngelnden Flammen, die gierig nach den Ästen des Baums griffen wurden zurückgedrängt.
Die Gestalt ging ungerührt weiter. Die schwarze Kleidung klebte an seiner Haut und seine Haare vielen ihm in nassen Strähnen ins Gesicht. Plötzlich blieb er stehen. In der Mitte des Feldes. Sein Gesicht dem tosenden Himmel entgegen. Ein Brüllen hallte auf dem Feld wieder. Immer weiter brüllte er gen Himmel. Und da. Plötzlich drangen Strahlen der Sonne durch die schwarzen Wolken. Die dunkle Masse zog sich zurück.
Er schlug seine Kapuze zurück. Seine Gestalt erstrahlte im hellen Licht. Die Wassertropfen glitzerten auf seine Haut. Ein Lächeln legte sich auf sein Gesicht. Mit gebleckten spitzen Zähnen schaute er zur Sonne auf. Dann lief er geschmeidig wie ein Panther und schneller als der Wind, stürzte sich auf einen Hasen und stillte seinen Durst daran. Die Sonne ließ das Blut an seinen Zähnen wie Rubine erstrahlen.
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