Vampirzwillinge 02 - Der Tag danach
von
Samara05
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Verschlafen lag ich im Bett. Es musste wohl schon auf die Mittagszeit zugehen, aber ich war im Moment zu faul um aufzustehen.
Rückblick
Gestern in der Disco wollte ich nicht mehr länger bleiben, obwohl dann in dem Eingangsbereich wirklich eine Prügelei entstand.
Ich hatte Rick gesucht und überredete ihn zu verschwinden. Erst war er gar nicht erfreut, da er sich gerade mit einem Braunhaarigen unterhielt, aber als wir draußen waren hörten wir Polizeisirenen, die schnell näher kam. Es hatte wohl jemand die 110 angerufen, weil durch die Prügelei auch die Einrichtung mit dran glauben musste.
Nun wir wollten nicht gerade die ganze Nacht hier fest sitzen, weshalb auch Rick sich nun beeilte. Eine Stunde später ließ ich mich geschafft auf mein Bett fallen und schlief sofort ein.
Rückblick zuende
Unruhig wälzte ich mich im Bett herum, als die Sonne mein Fenster erreichte und mir voll ins Gesicht schien. Resigniert stand ich müde auf, machte mich im Badezimmer frisch und zog mich an.
Immer wieder musste ich an Samir und an den komischen grauhaarigen Mann denken. Warum war er so wütend und was wollte er von ihm?
Ich war mir sicher das er gezielt nach dem Jüngeren gesucht hatte. Aber was gingen mich schon Angelegenheiten von Fremden an?
„Wir werden uns wiedersehen!“
Ich schnaubte, als ob er das so bestimmen konnte. Und ich dachte nicht, dass das so einfach wäre. Schließlich war das hier eine Millionenstadt!
Es war ein kurzes kennen lernen, mehr nicht und ich sollte Samir einfach vergessen.
Und genau so machte ich es auch!
Langsam schlurfte ich ins Esszimmer und schaufelte etwas Pulver in die Kaffeemaschine. Mir genauso viel Zeit lassend, schob ich zwei gefrorene Brötchen in den Backofen und ließ sie warm werden.
Da diese Dinge etwas Zeit brauchten, schnappte ich mir meine Schuhe und verließ die Wohnung. Ein Stück den Treppenflur hinunter und ich stand vor den Briefkästen. Ich schloss meinen auf und wie erwartet lag die morgendliche Zeitung darin. Pfeifend nahm ich sie mir und ging zurück in meine Wohnung.
Zufrieden nahm ich die nun heiße Brötchen aus dem Ofen und legte sie auf einem Teller, neben dem Aufstrich. Auch der Kaffee war soweit. Während ich mein Frühstück genoss, schaltete ich das Radio an. Ich hatte gerade die Nachrichten erwischt und lauschte eher uninteressiert.
„Und nun eine wichtige Nachricht, wobei die Polizei dringend dazu aufruft das sich Zeugen melden. Gestern Abend wurde aufgrund einer Prügelei in der Disco, nahe östlicher Stadtrand, die Polizei herbestellt.
Erfolgreich wurde der Aufruhr beendet und man suchte auch außerhalb der Disco vorsichtshalber nach Streitenden. Doch als der, in der Nähe, liegende Park durchsucht wurde, machte man eine grausame Entdeckung.
Zwei Leichen lagen im Zentrum des Stadtparks. Beide sind auf ungewöhnlichem Weg umgebracht wurden. Dem beiden Opfern wurde ein silberner Pfahl durch das Herz gestoßen. Man vermutet den Todeszeitpunkt um 21 Uhr herum. Mehr Informationen gibt die Polizei nicht heraus, da man sonst befürchtet die Ermittlungen könnten behindert werden.
Ich wiederhole, man sucht dringend nach Zeugen und...“
Mitten im Satz schaltete ich das Radio aus. Ich war kreidebleich und hatte ein komisches Gefühl im Magen. Den Rest vom Frühstück rührte ich nicht mehr an. Ermordet?!
Und auch noch dort wo ich erst gestern war?
Wie leicht hätten Rick oder ich die Opfer sein können.
Bei der Vorstellung wurde mir schlecht. Schnell sprintete ich in den Flur und schnappte mir von der Kommode, wo das Telefon lag, den Hörer und wählte Ricks Nummer.
„Rick Morgan.“, erklang es schleppend am anderen Ende der Leitung.
„Rick, werd wach!“, brüllte ich und es klang als würde Rick aus dem Bett fallen. Zumindest dem Krach nach zu urteilen, der an mein Ohr drang.
„Verdammt, was ist denn los? Brennt es irgendwo?“
„Nein, aber zwei Menschen wurden ermordet.“
„Was? Wo?“
„In der Disco. Gestern wo wir dort waren. Ich habe es gerade in den Nachrichten gehört und was wenn es uns erwischt hätte. Was wenn...“
„Ganz ruhig, Kumpel.“, unterbrach mich Rick.
„Wir müssen das in Ruhe besprechen. Komm zu mir. Bis du hier bist werde ich mich erst mal anziehen. Ist das in Ordnung, Marc?“
„Ja, ich glaub schon. Aber Rick da wurden welche ermordet!“
„Nun beruhigt dich erst mal und komme dann rüber.“, sagte Rick und legte auf.
Geschafft ließ ich den Hörer sinken und setzte mich auf einen Sessel, der im Flur neben der Kommode stand. Nur langsam konnte ich mich beruhigen.
Jetzt schämte ich mich doch etwas für meine Überreaktion. Es ist ja schließlich nicht der erste Mord von dem ich hörte. Aber der Gedanke, das wir gestern vielleicht dem Mörder nahe waren, da man zum Parkplatz an dem Stadtpark vorbei laufen musste, versetzte mich schon etwas in Panik.
Nun etwas zum Atem gekommen, zog ich mir eine leichte Jacke an und verließ die Wohnung. Rick hatte seine Wohnung nur ein paar Straßen weiter unten. Es war angenehm ruhig und es herrschte kaum Verkehr.
Nun es war auch Sonntag.
Endlich kam das Miethaus in Sicht und ich drückte auf einem Knopf mit Ricks Namen darüber. Es summte und ich konnte die Haustür aufstoßen. Zwei Treppen weiter oben und rechts dem Flur rum, lehnte Rick im Türrahmen und blickte mir entgegen. Noch immer trug er die Frisur von gestern,
sah aber durch die Nacht im Bett reichlich platt gedrückt aus.
„Komm rein, ich habe gerade Kaffee aufgesetzt.“, sagte er und ließ mich durch, damit er die Tür schließen konnte.
Ich ging geradewegs in die Küche. Kaffee klang nicht schlecht, denn meinen eigenen hatte ich ganz vergessen. Ich hörte, dass das Radio eingeschalten war. „Haben sie es noch mal gebracht?“, fragte ich Rick, der mir gefolgt war und nun mir eine Tasse mit dampfender Flüssigkeit reichte.
„Ja, ich glaube es kommt alle 20 Minuten. Die Polizei sucht ziemlich dringend nach Zeugen.“
Er seufzte: „Es geschehen ja mal Morde wie Totschlag. Aber was die Polizei aufregt ist ja das es ziemlich ungewöhnliche Morde waren. Ich denke, sie fürchten das jetzt ein Ritualmörder sein Unwesen treibt.“
Ich schauderte: „Entschuldigung, wegen vorhin. Ich war wohl etwas in Panik geraten.“, ich lächelte unglücklich.
Rick sah mir in die Augen.
„Schon okay. Ich musste auch selbst daran denken, was hätte passieren können wenn wir dem Mörder in den Armen gelaufen wären.“
Ich nahm einen großen Schluck von dem Kaffee. Stark und heiß war er... wunderbar.
„Hm, wie wäre es wenn wir für die nächsten Discobesuche mehr im Stadtinneren bleiben.“
Rick lachte und klopfte mir auf die Schulter: „Ich fürchtete schon, das du gar nicht mehr raus kommst nach dem Erlebnis.“
Jetzt musste ich auch grinsen. „Nun deswegen meine Bedingung. Nein wirklich, mir hatte es trotz allem gestern gefallen.“
Seine Augen blitzten: „Ah, hast du jemanden kennen gelernt?“ „Eher nicht. Wir haben geredet oder eher er hatte mich ausgefragt, was ich hier so mache und...“, ich wurde rot, „... wie viel ich Erfahrung
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Kommentare
TheFreakyVamp schrieb am 2010-05-24 11:32:56:
Spannung pur! super!
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