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Kategorien > Drama > drama

Verbotene Liebschaft (Kapitel 9)

von Jennifer Jenny

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Natasha rannte, ihre Lunge brannte, endlich kam sie in der Disco an und schrie hektisch: „Ruft einen Krankenwagen, mein Freund liegt draußen auf der Straße!“ Sie sank auf ihre Knie und weinte, sofort kam Chris angerannt und stützte mich. Draußen angekommen, rief Chris sofort die Rettung, die auch nach vier Minuten kam. Natasha fuhr mit dem Krankenwagen mit und hielt meine Hand. Im Krankenhaus angekommen, musste irgendetwas an meinem Knie gemacht werden und dann wurde ich in ein Zimmer gelegt. Natasha ging unruhig im Wartesaal hin und her und war wie in Trance. Pötzlich sah sie, Sandra mit Tränen in den Augen die Treppe hinaufkommen. Natasha ging ohne zu zögern auf sie zu und schrie sie hysterisch an: „Sie sind schuld, dass André hier liegen muss! Nur Sie!“ Natasha´s Stimme wurde immer leiser und brach dann endgültig am Boden zusammen. Ihre Tränen bahnten sich den Weg auf ihren Wangen bis zu dem Boden. Sandra sah sie nur schuldbewusst an. Der Arzt kam auf die Beiden zu und erklärte ihnen die Situation: „André geht es dementsprechend, es ist eine Sehne in der Nähe des Knies gerissen und er hat eine leichte Gehirnerschütterung.“ Mit heiserer Stimme fragte Natasha: „Kann ich zu ihm?“ Der Arzt nickte und brachte sie in mein Zimmer. Dort sah sie mich an sämtlichen Schläuche hängen. Kaum war sie drinnen stellte sie sich auf meine Seite und nahm meine Hand und drückte sie. In der Zwischenzeit sprach Sandra mit dem Arzt und wollte unbedingt wissen, ob irgendwelche Schäden bleiben würden. Der Arzt versicherte ihr, dass es keine verbleibenden Schäden gäben wird. Nach dem Gespräch, dachte Sandra darüber nach, ob sie zu mir kommen sollte, entschied sich dann aber anders, da sie keine Lust auf Natasha´s Vorwürfe hatte. Am nächsten Morgen kamen auch Chris und Mario um mich zu besuchen, aber auch wegen Natasha, die sich seit gestern nicht von meiner Seite gerührt hatte. Sie weigerte sich zuerst zu gehen, erst als der Arzt ihr mehrere Mal bestätigte, dass es mir gut ginge, machte sie sich mit Chris auf den Weg nach Hause. Mario blieb ein bisschen und als aufwachte, kümmerte er sich um mich. Nachdem ich gegessen hatte, meinte ich ein bisschen genervt, da ich es hasste, wenn sich alles um mich drehte: „Du kannst auch ruhig nach Hause fahren!“ Als ich ihn nach langer Zeit überreden konnte zu gehen, entschloss ich mich noch ein bisschen auszuruhen, doch ich dachte die ganze Zeit nur an Sandra! Nur sie ist schuld, dass ich ans Bett genagelt wurde, aber irgendwie auch ich. Ich war ja so blöd und musste unbedingt auf die Straße rennen. Was wenn sie Schuldgefühle hat? Vielleicht ist sie deshalb nicht in mein Zimmer gekommen, oder aber....Natasha! Na klar, die hat ihr sicher was Blödes an den Kopf geworfen. Ist das kompliziert, ich hoffe Sandra wird wieder mit mir reden oder wenigstens Augenkontakt mit mir halten. Ihre Augen sind einfach traumhaft.... Hey André nicht vom Thema ablenken. Also am besten ich frage Natasha gleich nachdem ich aus dem Krankenhaus komme, was sie zu Sandra gesagt hat. Ja genau so mach ich es. Zwei Tage verbrachte ich damit, nachzudenken, was mir auch gut tat und am dritten Tag durfte ich endlich nach Hause, doch leider mit einer Schiene. Natasha sprang mir gleich entgegen, als ich gerade mal die Tür hineinkam. Sie war glücklich und erleichtert. Ich ließ ihr ein bisschen Zeit, sich wieder einzukriegen, danach aber bestellte ich sie in die Küche. Sie saß gegenüber von mir und keiner sagte einen Ton. Es war die Ruhe, vor dem Sturm. „Was hast du ihr an den Kopf geworfen?!“, fragte ich mit scharfer Stimme. Ihr Geschichtsausdruck verriet mir, dass sie in dem Moment nicht wusste, wen ich meinte. Seufztend sagte ich zu ihr: „Was hast du verdammt nochmal zu Sandra gesagt?!“ „Sag bist du jetzt komplett bescheuert? Sie ist schuld, dass du vor einen Wagen gelaufen bist und du interessierst dich noch immer für sie?!“, sie war reichlich verwirrt. Mit einem etwas leiseren Ton meinte ich: „Es war nicht ihre Schuld, ich bin selbst schuld, immerhin hatte ich nicht aufgepasst.“ Natasha verstand die Welt nicht mehr und nach einem „Tzz!“ ihrerseits, stand sie auf und ging in ihr Zimmer, schloss die Tür und machte Musik an. Das war für mich normalerweise das Zeichen, sie nicht mehr zu stören, ich respektierte das auch eigentlich, aber diesesmal sicherlich nicht. Es war ein ernstes Thema für mich, so stand ich auf und humpelte in ihr Zimmer. Ich hämmerte sicher über fünf Minuten an ihre Tür, bis sie schließlich aufschloss. Sie setzte sich auf ihren Sessel und wandte sich ihrem Schreibtisch zu, da sie immer zeichnete,wenn sie sauer war. Ich pflanzte mich auf ihr Bett und meinte nach einer Minute des Schweigens: „Sag mir bitte, was du zu ihr gesagt hast.“ Sie fuhr mit ihren Kopf zu mir und meinte: „Ich sagte nur, dass sie schuld sei, dass du im Krankenhaus bist.“ Ich stand reflexartig auf und nach ein paar Sekunden spürte ich schon den Schmerz, der sich durch mein Bein zog, ich war zu schnell aufgestanden. Stöhnend brachte ich heraus: „Woher willst du denn wissen, dass sie schuld ist?“ Natasha schmunzelte kurz und meinte dann wieder ernst: „Willst du mich etwa für Blöd abstempeln? Ich hab doch selber gesehen, dass sie dir in der Disco einen Korb gegeben hat!“ „ Das stimmt doch garnicht.“, meinte ich abwehrend. Jetzt reichte es ihr und sie schrie schon fast: „Sag mal, du weißt schon, dass du mich gerade anlügst oder? Ich glaube ich kenne dich jetzt schon so gut, dass ich weiß wenn du mich belügst?!“ Da ich stur war, gab ich ihr nochmal die gleiche Antwort, doch ihrer Meinung nach war das die Falsche, denn kurz darauf landete ich mit einem „Und trau dich ja nicht in mein Zimmer!“ vor der Tür. Mit Mühe und Not gelang ich endlich zum Sofa, schmiss mich darauf und machte den Fernseher an. Doch dann klingelte es, wer es auch immer war ich würde jetzt sicher nicht mehr aufstehen. Ich wollte es ignorieren, doch es hörte nicht auf, deshalb stand ich wieder mühevoll auf und begab mich zur Tür. Als ich diese aufmachte, wurden meine Augen ein bisschen größer, denn dort stand völlig unerwartet Sonja. Ich seufzte kurz, bat sie dann aber höflich herein. Wir setzten uns auf die Couch und Sonja fragte mich besorgt:“ Was ist denn passiert, dass du im Krankenhaus gelandet bist?“ Ich wollte gerade antworten, doch da kam gerade Natasha vorbei und schaute missbilligend Sonja an: „Und schon fertig mit dem knutschen? Bekommst du von einem nicht genug?“ Verwirrt blickte ich Natasha an und meinte dann zornig:“Kannst du sie nicht einmal in Ruhe lassen, Natasha?“ „Bitte? Bin ich die jenige die mit anderen herumknutscht obwohl ich einen Freund habe?“ Mit diesen Worten verlies sie angefressen den Raum. Obwohl ich mit Sonja eine Auszeit genommen hatte, interessierte es mich, ob sie wirklich mit anderen herumknutschte. Sie verneinte und ich war mir zwar nicht sicher, ob es stimmte, schob das Thema trotzdem zur Seite. Wiederholt fragte sie mich, wieso ich im Krankenhaus war, ich setzte gerade zur Antwort an, doch da kam

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