Verena Teil 3
von
Sarah
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Engel des Todes
Verena öffnete die Augen. Sie spürte sofort, dass sie nicht tot war. Sie tastete über den Untergrund auf dem sie lag. Es war ein Bett. Wieso? Hatte sie das alles denn nur geträumt? Erst, als sie sich genauer umsah erkannte sie, dass sie nicht zu Hause war. Sie lag in einem Bett in einem kleinen Zimmer, dass sie nicht kannte. Wo war sie? Wer hatte sie hier her gebracht? Plötzlich öffnete sich die Tür und eine junge Frau trat ein. Sie hatte schulterlanges, braunes haar und blaue Augen, war mittelgroß und schlank. „Ah, du bist aufgewacht.“, Sagte sie freundlich. „Wer sind sie und wieso lebe ich noch?“, Fragte Verena mit zitternder Stimme. „Nenn mich einfach Lucy.“, Sagte die Frau. „Und du?“. „Verena.“. Verenas Blick fiel auf einen Spiegel, der an der Wand gegenüber ihres Bettes hing. Sie blinzelte, als sie sich betrachtete. Sie sah weder aus wie ein Vampir, noch wie ein Geist oder etwas dergleichen sondern wie ein .... „Bin ich wieder ein Mensch?“, Fragte sie. „Nicht ganz.“, Sagte Lucy und lächelte. „Du bist von einem Vampir gebissen worden. stimmt’s?“, Fragte sie dann. „Ja.“, Sagte Verena. „Was ist mit ihr?“. „Ich habe dich auf dem Friedhof gefunden.“, Erklärte Lucy. „Neben dir lag eine tote junge Vampirfrau.“. „Marie ist tot?“, Fragte Verena erschüttert. „Ja. Einen Vampir zu beißen ist leider Selbstmord.“, Sagte Lucy. „Und was bin ich jetzt, wenn kein Mensch?“, Fragte Verena dann. „Ein Vamirmensch.“, Sagte Lucy. Verena war verwirrt. „Spürst du nichts?“, Fragte Lucy. Verena horchte in sich hinein. Lucy hatte recht. Irgendwie spürte sie, dass Lucy auch ein „Vampirmensch“ war. „Dir ist das selbe passiert?“, Fragte sie verwundert. Lucy nickte. „Ich war damals in einen Kampf verwickelt.“, Sagte sie. „Aber wieso Vampirmensch?“. Lucy zögerte einen Moment und lächelte dann. „Finde es heraus. Such nach dem Engel des Todes in dir.“. Verena überlegte. „Am besten geht es, wenn du dich vor den Spiegel stellst.“, Sagte Lucy. Verena stand auf. Sie merkte jetzt erst, dass sie ein Kleid trug. Lucy hatte es ihr wohl gegeben. Sie ging zum Spiegel und betrachtete sich. Tief in sich spürte sie plötzlich eine Art Flamme. Sie schloss die Augen für einen Moment und konzentrierte sich darauf, diese Flamme zu entfachen. Immer noch völlig konzentriert öffnete sie die Augen und erschrak. Ihr Gesicht war wieder das eines Vampirs, gekennzeichnet von den lange, spitzen Eckzähnen. Erpruppt hörte sie auf sich zu konzentrieren und sah dann wieder ihr eigenes Gesicht im Spiegel. „Du bist nach wie vor auf das Blut anderer Menschen angewiesen.“, Sagte Lucy und trat zu ihr. „Wie lange bin ich schon hier?“, Fragte Verena plötzlich. „Zwei Tage.“, Sagte Lucy. Verena schluckte. Sie hatte in den letzten Minuten so viel neues erfahren, dass sie es jetzt erst einmal verarbeiten musste.
Erst, als es Abend war, fragte sie Lucy, ob sie sich „Nahrung“ beschaffen könne. „Geh, aber sei vorsichtig.“, Sagte Lucy. Kurz darauf lief Verena in einen langen Mantel gehüllt die Straßen entlang. Sie wollte sich irgendjemanden schnappen, der auf der Straße schlief. Sie brauchte nicht lange zu suchen. Bald schon betrat sie eine schmale Gasse, an deren Ende sie eine große Mülltonne stehen sah. Die schaute dahinter. Dort lag eine schlafende junge Frau. Verena ging zu ihr und kniete sich neben ihr nieder. Sie hatte ein blasses, von blondem haar umrahmtes Gesicht und war sehr mager. Verena fühlte sich an Marie erinnert, Marie, die sie zu diesem Engel des Todes gemacht hatte. Sie suchte nach der winzigen Flamme in ihrem Herzen und konzentrierte sich auf sie. Sie spürte jetzt, wie ihr Gesicht sich veränderte. Immer noch konzentriert näherte sie sich dem hals der Frau und biss schließlich zu. Erst, als sie fertig war, hörte sie auf, sich zu konzentrieren, richtete sich auf und machte sich wieder auf den Weg. Sie eilte zum Friedhof, fand das Einstiegsloch und kletterte hinunter in die Kammer, wo sie Daniel zurückgelassen hatte. Sie saß etwa eine Halbe Stunde neben ihm und weinte wieder. Es war schlimm für sie, ihn für immer zu verlieren. Plötzlich bemerkte sie etwas. Sie zuckte zusammen und ergriff seine Hand. Sein Puls schlug! Bald bemerkte sie auch, dass er atmete. Aber er schien nicht ganz bei Bewusstsein zu sein. In Verena breitete sich Freude aus. Er lebte! Er war nicht für immer verloren. Plötzlich legte ihr jemand die Hand auf die Schulter. Sie wirbelte erschrocken herum. „Tut mir leid.“, Sagte Lucy. „Was?“. „Ich meine, dass ich dir gefolgt bin.“. Verena lächelte gegen ihren Willen. „Du hast mich Gerettet. Es ist nicht schlimm.“, Sagte sie dann. Lucy konnte es ruhig wissen. Dieser Frau, die sie kaum kannte, vertraute sie. Lucy hatte ihr das Leben gerettet. „Wer ist das?“, Fragte Lucy. „Gehen wir in die Wohnung zurück?“, Bat Verena. „Es ist eine lange Geschichte.“. Lucy nickte und gemeinsam gingen sie zu Lucys Wohnung zurück. Als sie dann im kleinen Wohnzimmer der Wohnung saßen erfuhr Lucy Verenas Geschichte: Wieso sie ein Vampir geworden war und auch, dass sie es gar nicht hatte werden wollen, wie sie Felix’ Plan durchkreuzt hatte indem Daniel auch zum Vampir geworden war. Sie erzählte, wie Daniel Felix aus Wut und Trauer umgebracht hatte, wie sie Marie kennen gelernt hatten und wie Marie sich in Daniel verliebt hatte. Schließlich erzählte sie, wie Daniel Marie gestanden hatte, war Felix getötet hatte, wie sie auf dem Feld gewesen waren und wie er vom Blitz getroffen worden und sie später von Marie gebissen worden war. Lucy hörte ihr aufmerksam zu aber unterbrach sie nicht. Als Verena fertig war, schwiegen die beiden eine Weile. „Weißt du, was jetzt mit Daniel los ist?“, Fragte Verena schließlich. Lucy überlegte kurz. „Ich hab so eine Ahnung.“, Sagte sie. „Ein Vampir trinkt das Blut eines Menschen, weil er Lebensenergie braucht. Bei einem Blitz ist das so ähnlich. Der Strom entzieht dem Körper des Vampirs die Lebensenergie.“. „Aber wieso lebt Daniel dann noch?“, Fragte Verena. „Ein Blitz ist nicht so stark wie ein Vampir.“, Erklärte Lucy. Verena überlegte. „Aber wieso bin dann nicht ich gestorben sondern Marie?“, Fragte sie dann. „Bei Vampiren ist das anders. Wenn ein Vampir den anderen beißt, nimmt der Körper des gebissenen die Lebensenergie des anderen auf. Das ist ein Angriffsreflex.“. „Und deshalb bin ich jetzt ein Vampirmensch, weil ich ihre Lebensenergie habe?“. Lucy nickte. „Genau.“. „Gibt es denn irgendeine Möglichkeit, Daniel wieder Lebensenergie zu beschaffen?“, Fragte Verena nach einer Pause. „Ich wüsste keine.“, Sagte Lucy traurig. „Aber wenn mir was einfällt, will ich dir helfen.“, Sagte sie dann. „Ich glaube, du solltest jetzt schlafen.“, Meinte Lucy dann. „Ok.“, Sagte Verena, denn sie merkte auf einmal, wie müde sie war. Sie ging in ihr Zimmer und kaum hatte sie sich ins Bett gelegt, war sie auch schon eingeschlafen.
Die nächsten drei tage ging Verena nicht aus dem Haus, nur Abends, um sich „Nahrung“ zu besorgen. Am vierten Abend aber geschah etwas schreckliches. Sie lief ausnahmsweise mal. Sie
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Kommentare
Verena schrieb am 2006-09-10 19:48:46:
Total schpannende Geschichte. Weiter So!!!
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