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Kategorien > Love Story´s > Außergewöhnliches

Verflochten 10

von Yve

1

„Danke, ach nenn mich doch bitte Jonathan. Du hast bestimmt Hunger und sehr gesund siehst du auch nicht aus.“
Er stand auf.
„Ach ja und bevor ich es vergesse, eine Ratte hat gestern Nacht das Telefonkabel durchgenagt. Leg dich wieder oben ins Bett, ich werde dir etwas zu essen machen.“
Ich fasste das einfach alles nicht. Ich war aus einem Gefängnis ausgebrochen und schon befand ich mich im nächsten? Das konnte doch beim besten Willen alles nicht wahr sein. Spätestens in der dritten Nacht würde mich Daniel hier finden. Genervt stampfte ich die Treppe wieder rauf. Hier stimmte eindeutig etwas nicht. Warum war der Andere so verletzt?
Ich lag wieder im Bett und starrte ungläubig auf das Essen, was Jonathan mir zubereitet hatte.
„Magst du das Essen nicht?“
Verwundert sah ich auf.
„Doch, ich war nur gerade eben woanders mit meinen Gedanken.“
„Gut, lass es dir schmecken und wir sehen uns dann später.“
„Natürlich…“, entgegnete ich leise und schlecht gelaunt.
„Wie war das?“
„Ach, ja schon gut, wir sehen uns dann später.“
Ich setzte ein gekünsteltes Lächeln auf.
Und schon war er verschwunden. Ich ließ die Fassade augenblicklich fallen. Die beiden kamen mir nicht geheuer vor. Schon wegen dem Typen, der so verletzt war. Ich schloss die Augen und verfiel schon bald in einen traumlosen Schlaf. Ich erwachte erst spät am Abend. Immer noch schläfrig und mit ausgetrocknetem Mund ging ich ins Bad und trank ein wenig Wasser.
„Hast du Hunger?“
Erschrocken drehte ich mich zur Tür um. Dort stand ein gut gelaunter Jonathan und lächelte mir entgegen. Er hatte mich fast zu Tode erschreckt.
„Im Moment habe ich keinen Hunger“, erwiderte ich mit krächzender Stimme.
Er nickte.
„Aber du musst was essen, damit du so schnell wie möglich wieder gesund werden kannst. Willst du eine Hühnersuppe haben?“
„Meinetwegen.“
„Siehst du.“
Er wandte sich um und verschwand nach unten. Verstört schüttelte ich ungläubig meinen Kopf. Der kannte mich doch überhaupt nicht und umsorgte mich wie einen Ehrengast. Komischer Mensch. Vorsichtig tapste ich wieder in das Gästezimmer und zog mich an. Nach dieser elendigen Hühnersuppe wollte ich endlich hier weg. Mir war immer noch ziemlich schwindelig, aber schließlich ging es hier um den restlichen Verlauf meines Lebens. Also ging ich die Treppe hinab und setzte mich ins Wohnzimmer, in dem ach, wie nicht anders zu erwarten der verbundene Mann saß und mich merkwürdig musterte.
„Darf ich fragen, warum Sie mich so anstarren?“
Auf diesen Satz hin lächelte er nur.
„Was war denn an dieser Frage so amüsant?“
„Es tut mir wirklich Leid, dass ich dich so angestarrt habe. Mein Name ist Matthew.“
„Ah ja.“
Ungeduldig starrte ich die Decke an.
„Hier bitteschön deine Hühnersuppe.“
Lächelnd nahm ich die dampfende Suppe entgegen.
„Danke.“
Als ich so dasaß und aß, wurde ich von den beiden komischen Bauern beobachtet, wobei Jonathan mich lächelnd ansah und Matthew versuchte irgend eine Lösung zu finden für irgendetwas.
„Ist irgendetwas?“
„Nein, nein“, kam es geradezu aus beiden Mündern gleichzeitig.
Als ich aufgegessen hatte, stand ich auf. Irgendwie war mir schwindelig.
„Gut, danke für eure Gastfreundschaft, aber ich muss jetzt weiter, auf Wiedersehen.“
Ich torkelte zur Tür, doch weiter kam ich nicht, denn der Boden kam plötzlich näher und schon lag ich da. Ich versuchte mich aufzurappeln, aber es funktionierte nicht, ich rutschte immer wieder zurück auf den Boden.
„Tut mir wirklich schrecklich Leid Viola, aber wir können dich nicht ohne weiteres gehen lassen. Erstens weil du krank bist und zweitens, weil wir dich brauchen und du bist ja geradezu freiwillig zu uns gekommen, keine Angst…“
Und mehr verstand ich dann nicht mehr. Finsternis und Leere hielte mein Bewusstsein gefangen.
Irgendwann nach diesem Vorfall erwachte ich. Ich war an irgendetwas festgeschnallt. Es war warm und hatte Fell.
„Fell!“
Angewidert versuchte ich mich wegzuziehen, doch es funktionierte nicht. Das war Hundefell! Ich lag auf einem Hund.
„Was soll das! Ich will sofort dass ihr mich los macht!!“
Unter mir knurrte es. Das war ja mal wieder alles wunderbar.
„Sei ruhig Viola, du kannst ohnehin nichts an deiner Situation ändern, finde dich damit ab.“
Das war de Stimme von Matthew gewesen.
„Was soll der Mist! Mach mich los! Sofort!“
Ich schrie und unter mir kam jetzt ein noch bedrohlicheres Knurren zum Ausdruck. Die rhythmische Bewegung wurde heftiger.
„Sei gefälligst ruhig! Du regst Jonathan nur weiter auf!“
„Jonathan? Das Vieh unter mir ist Jonathan?!“
Jetzt wurde mir alles bewusst. Das Matthew so verletzt war, dass war Daniel gewesen. Matthew war der Werwolf in meinem Zimmer gewesen und Jonathan, er war ebenfalls ein Werwolf. Ich war den einen entkommen und war den anderen in die offenen Arme gelaufen. Warum war mir das alles schon wieder passiert? Konnte das nicht mal wem anders passieren?
„Mach mich sofort ab!“
Ich verpasste Jonathan einen Tritt, dieser hielt abrupt an und fletschte die Zähne. Ich war schon im Begriff schadenfroh zu grinsen, als jemand mir ein Tuch auf Mund und Nase presste. Wie ich dieses scheiß Chloroform hasste. Aber es war schon zu spät. Wieder Bewusstlosigkeit. Ich öffnete meine Augen und das erste, was ich sah, war das Gesicht einerbesorgten Frau.
„Geht es dir wieder besser?“
Ich musste erstmal überlegen, was genau passiert war und dann fiel es mir wieder ein. Vorsichtig stand ich auf. Ich war so unglaublich wütend!
„Nein! Mir geht es nicht besser! Schließlich wurde ich wieder einmal entführt! Wo sind diese Flohverseuchten Viecher? Ich will’s wissen, damit ich ihnen in den Arsch treten kann!“
Amüsiert sah die Frau mich an.
„Beruhig dich! Es ist alles in Ordnung, vertrau mir, wir wollen dir und der Menschheit doc nur einen gefallen tun.“
„Und wie soll dieser Gefallen aussehen?“
Die Frau seufzte.
„Keine Angst, dass wirst du noch früh genug selbst herausfinden.“

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Kommentare

etwas genervt schrieb am 2008-05-20 13:11:14:
warum fängst du 3 geschichten gleichzeitig an??? schreib doch erstmal eine fertig bevor du mit der nächsten anfängst!
jess schrieb am 2008-05-05 14:31:16:
cool^^ bin gespannt wies weiter geht!

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