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Kategorien > Historisches > Liebe

Vergeltung 16

von Lilly

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Seine Lider waren schwer, doch sein Körper schien zu schweben. Als er es endlich schaffte seine Augen zu öffnen, erblickte er eine blühende Wiese in mitten er stand. Schmetterlinge um flatterten ihn, als wäre er die wohlschmeckende Blüte einer Pflanze. Alles war so hell, warm und er fühlte sich unglaublich geborgen. Selbst sein Herz war nicht mehr schwer und von Trauer durchwebt. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit, hatte er das Gefühl endlich einmal am richtigen Ort zu sein. Es war ihm, als wäre er endlich angekommen.
Unbeschwertes Lachen drang zu ihm durch und er schaute über seine rechte Schulter. Dort stand ein rothaariges wunderschönes Mädchen, vielleicht gerade erst erwachsen geworden. Ihre Locken umspielten sanft ihr weiches und von der Sonne leicht gerötetes Gesicht und irgendwie kam sie ihm bekannt vor. Sie stand auch inmitten der Pflanzen und drehte sich immer wieder lachend um sich selbst. Dabei hatte sie ihre Arme weit ausgebreitet und ihre Augen geschlossen, während sie ihr zartes Gesicht gen Himmel streckte.
Sie drehte sich befreit lachend, lies den warmen Wind durch ihre auseinander gespreizten Finger gleiten, bis der Schwindel sie übermannte und sie sich einfach kichernd in das weiche Gras fallen lies.
Ein aufgeregtes rufen ertönte von der anderen Seite der Wiese und er sah hastig wieder vor sich.
„Angie, jetzt komm endlich … sie warten nicht ewig auf uns.“
Jetzt wusste er wer das Mädchen war, es war Angela und der stattliche Junge der nach ihr rief, war ihr älterer Bruder Sean. Er trug die Farben seines Clans und ein Schwert hing an seinem Gürtel. Er war ein Krieger seines Clans, er gehörte nun zu seiner Welt, zu seiner Familie.
Was geschah hier nur? Wo war er, wann war er und warum sah er das alles?
Er wollte auf ihn zu gehen, auf sich aufmerksam machen, doch seine Füße trugen ihn nicht. Egal wie sehr er sich anstrengte, er blieb an Ort und Stelle. Es war ihm, als würden sie ihn nicht sehen, als wäre er gar nicht wirklich da.
Wieder blickte er über seine Schulter und sah, das sich ein roter Schopf aus dem hohen Gras hob und Angela mit übertrieben ernst gespieltem Gesicht meinte:“ Mutter meinte, das ein Mann schon auf eine Frau wartet, wenn er wirkliches Interesse hat.“
Ihre Mimik hatte schon etwas trotziges, wie bei einem kleinen Kind.
„Ja, ja“, begann Sean belehrend und kam weiter auf sie zu:“ Und Mutter meint auch, das sich zu verspäten nicht gehört.“
MacMahon sah, das sie sich nun langsam erhob und noch etwas schwankte, während sie sich vereinzelte Blütenblätter von ihrem Kleid klopfte, die in ihren Haaren ließ sie wo sie waren.
Mutter? Ihre Mutter war tot. Hatte MacAvoy sie zu sich genommen und endlich doch noch geheiratet? Hatte auch er sich ihm vollends angeschlossen, nachdem er alles verloren hatte?
Erleichtert atmete MacMahon aus, denn anscheinend hatten sie es alle überlebt, wenn dies die Zukunft war. Er hoffte es zumindest.
„Da sind wir wohl im Zwiespalt“, meinte Angie und es war MacMahon als würde sie ihren älteren Bruder herausfordern wollen.
Mit tänzelnden Schritten lief Angie nun ihrem Bruder entgegen und meinte noch:“ Ich erinnere dich das nächste Mal daran, wenn du Natalie mal wieder warten lässt.“
Ein warmes Lächeln zeichnete sich auf MacMahons Gesicht ab, denn anscheinend konnten alle ein normales Leben führen und das war das, was er sich doch so sehr für sie wünschte.
Urplötzlich, gerade sah er noch Angie neben Sean die Wiese verlassen, drehte sich alles unglaublich schnell um ihn herum und er fand sich auf einmal in mitten eines großen Hofes wieder. Eine Kutsche fuhr gerade vor und hielt neben einer Frau an. Sie stand mit dem Rücken zu ihm und hatte ihre Hände in die Hüften gestemmt. Ihr braunes, volles und in der Abendsonne glänzendes Haar, hatte sie zu einem dicken Zopf geflochten und nur vereinzelt tanzten einige Strähnen im warmen Wind der langsam untergehenden Sonne.
Die Tür der Kutsche schwang leise quietschend auf und überrascht stellte er fest, das MacAvoy aus dieser ausstieg. Sein Haar war mit grauen Strähnen durchzogen und leichte Falten, die das Zeugnis seines voran geschrittenen Alters waren, zeichneten sich auf seinem gebräunten Gesicht ab.
„Wo sind die Kinder?“
Wollte er freudig strahlend wissen und da hörte MacMahon auch schon Angie die hinter ihm über den Hof gerannt kam.
„Onkel Jonas“, rief sie lachend aus und als sie bei ihm war, fiel sie ihm freudig um den Hals.
„Nicht so stürmisch“, versuchte er sie zu bändigen:“ Hebe dir noch etwas von deinem Temperament für den Jungen MacLogan auf.“
Beschämt trat sie nun etwas von ihm fort und erklärte ihm sachlich klingend:“ Aber Onkel, so etwas würde ich nie tun, das gehört sich doch nicht als unverheiratete Frau.“
Und schon lief sie wieder weg, ihren hochroten Kopf kaum verbergen könnend. MacMahon musste unweigerlich schmunzeln.
„Du hast gute Arbeit mit ihr geleistet“, sein Blick senkte sich, als er mit der Frau vor sich sprach und er fügte noch hinzu:“ Danke.“
„Danke mir nicht, es war das mindeste was ich tun konnte.“
Meinte sie zu seinen ehrlich gemeinten Worten, während sie freundschaftlich seine Schulter berührte und MacMahon zuckte zusammen. Kannte er doch diese weiche und unverwechselbare Stimme. Und als sie sich dann umdrehte, wurde seine Ahnung tatsächlich bestätigt. Es war Sophie. Sie war älter geworden, alles an ihr wirkte reifer, aber keineswegs hatte sie etwas von ihrer Schönheit verloren. Im Gegenteil, sie wirkte auf ihn noch anziehender.
„Wo ist dein Ehemann mal wieder?“
Wollte MacAvoy wissen und Sophie erklärte ihm, während sie wie alte Freunde nebeneinander über den Hof schritten:“ Er kommt mal wieder zu spät … wie immer.“
„Naja, das kennen wir doch.“
„Was redet ihr beide hinter meinem Rücken über mich?“
Ertönte auf einmal eine Stimme hinter MacMahon und er drehte sich dieser zu. Erschrocken zuckte er erneut zusammen und strich sich seine Haare aus seiner blassen Stirn.
Er war es selbst, älter und irgendwie wirkte er auf sich selbst lebensfroh und gelassen. Überrascht sah er zu, wie Sophie freudig strahlend auf ihn zu trat und er direkt einen Arm fest um sie legte. Liebevoll küsste er ihre Stirn und MacMahon spürte wie sich etwas warm in seinem Bauch zusammenzog. Sie war bei ihm geblieben und er bei ihr und anscheinend waren sie Glücklich zusammen und das trotz ihrer Herkunft und seiner Taten.
Was war das für eine absurde Zukunft? Wusste diese denn nichts von seinem perfidem Plan und dem was noch zu Hause auf sie wartete – oder war es ihr schlichtweg egal?
Anscheinend interessierte es die Zukunft nicht, welche Pläne die Menschen hatten. Vielleicht traf sie einfach ihre eigene Entscheidung wie das Leben verlaufen sollte.
Dennoch konnte er sich an diesem Bild nicht satt sehen. Sie in seinen Armen und sie beide Glücklich. Alles schien in Ordnung zu sein und nichts von alldem was geschehen war, bedrückte sie oder bestimmte ihr Leben. Überrascht stellte er fest, das sich Erleichterung in ihm ausbreitete und er fasste

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Kommentare

lisa schrieb am 2011-05-03 20:53:05:
Hallo,
ich habe in letzter Zeit ein paar deiner Geschichten gelesen und bin wirklich beeindruckt.
Schade nur, dass du hier nun schon seit über einem Jahr nichts mehr veröffentlicht hast. Also dachte ich mir, dass ich dir mal schreibe, wie sehr mir deine Geschichten gefallen und dass es wirklich schön wäre, wenn du die angefangen noch beenden würdest (natürlich wären weitere auch sehr erfreulich, aber man soll es ja mit der Hoffnung nicht übertreiben ;) )
lisalisa schrieb am 2010-11-15 16:13:51:
hmmmm :)
hab dich hier grad auf storyparadies entdeckt und bin: FASZINIERT :))

würde mich sehr freuen wenn du weiterschreibst.

LG
lisa
ella schrieb am 2010-03-21 14:59:04:
bitte bitte schreib schnell weiter! ich guck fast jeden tag ob es was neues von dir gibt! wie ich gelesen hab bist du ja auch ganz frisch mama da gibts denk ich mal andere sachen zu tun.
deine geschichten sind eigentlich alle toll! Die vergeltung mag ich aber besonders. ich freu mich schon wenns weiter geht!
liebe grüße ella
Mona schrieb am 2010-02-18 15:14:17:
schreib bitte schnell weiter!!!
Lu schrieb am 2010-01-25 21:08:35:
Oh bitte weiter,für welche Variante wird er sich entscheiden?

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