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Kategorien > Gedichte > Gefühle

Verirrt

von Eleóme

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Wir Menschen leben in der Zeit und mit der Zeit. Aus Zukunft wird Gegenwart und aus Gegenwart wird Vergangenheit. Es passieren viele Ereignisse. Wir sammeln jeden Tag Erinnerungen. Glückliche, die und Freude bereiten, an die wir gerne zurückdenken, wenn sie vorrüber sind, obwohl wir sie gerne festgehalten hätten.
Aber wir sammeln auch traurige, die uns die Welt grau erscheinen lassen und wir Antworten auf unsere Fragen suchen. Wir leben mit unseren Gefülen. Manchmal wissen wir sie nicht zu würdigen, schämen uns für sie.
Doch was wäre, wenn wir sie nicht hätten?
Wir wären nur noch Schatten unserer Selbst.
Wir leben in unseren Lügen, weil wir es nicht ertragen in das Auge der Wahrheit zu blicken.
Wir sinken tiefer und verstricken uns in ihnen, irgendwann sitzen wir zu tief, um ins wieder ins Sonnenlicht zu blicken.
Um uns herum beherrscht Dunkelheit und Finsternis die Zeit.
Niemand ist da, der uns hilft.
Niemand, der uns retten kann.
Und wenn wir dann doch kleine Lichtpunkte über uns entdecken und die Verzweiflung uns zwingt, diese zu erreichen, um uns aus dem Strudel der Finsternis zu befreien, rutschen wir ab und sinken nur noch tiefer.
Und irgendwann ist es zu spät und das Sonnenlicht erreicht uns nicht mehr.
Wir leben nur noch von Nichts.
Wir fragen uns warum es so weit gekommen ist.
Wir fragen Gott, warum er uns dies angetan hat.
Wir suchen die Schuld bei anderen.
Aber vielleicht sollten wir zuerst bei uns selber danach suchen.
Die Fragen uns selber stellen und solange danach suchen, bis wir sie finden.
Wenn wir dann wieder nach oben gucken, sehen wir, dass die Schwärze über uns gar nicht mehr so schwarz ist.
Wenn wir die Hoffnung nicht aufgeben entwickeln wir eine gewaltige Kraft, sodass das wärmende Licht der Sonne wieder zu uns durchdringen kann.
Wenn es so weit ist, fangen wir an zu lachen.
Wir sehen Lichter, die auf uns zukommen und uns zurück ins Sonnenlicht führen.

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