Verlassen
von
Caro P.
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Verlassen...
Mit Tränen in den Augen liegt sie auf ihrem Bett. Sie weiß nicht weiter, ist verzweifelt.
Es ist komisch, dass wenn man denkt wunschlos glücklich zu sein, alles anders kommt als man erwartet hat und man immer wieder aufs Neue verletzt wird.
Was ist Glück überhaupt? Ein Gefühl? Eine Wahrnehmung oder einfach nur die Definition eines Wortes?
Solche Gedanken gehen ihr in diesen Momenten durch den Kopf und es fühlt sich an, als würde sie innerlich zerfressen werden.
Das Mädchen steht aus ihrem Bett auf und betrachtet sich im Spiegel.
Wer ist das?
Bin das wirklich ich, die mit verschmierten, glasigen Augen in den Spiegel schaut oder ist das nur eine Maske, die sich hinter einer Fassade verbirgt?
Träne für Träne läuft an ihrem schönen, sehr femininen Gesicht herunter und tropft nach und nach auf den Boden.
Wieso hat sie nur erwartet, dass es dieses Mal besser wird?
Wieder wurde sie einfach fallen gelassen und man hat sie dort alleine, hilflos und verzweifelt liegen gelassen.
Mit langsamen Schritten bewegt sie sich zu ihrem offenen Fenster, lehnt sich gegen ihr Fensterbrett und beobachtet den Sternenhimmel.
Es ist kein Geräusch zu hören. Nur der Mond und die Sternen strahlen so wundervoll wie nie zu vor in ihrer schönsten Pracht.
Es fühlt sich zu zauberhaft an wenn der leichte Wind durch ihre Haare wirbelt und versucht ihre Tränen zu trocknen. Sie nimmt es so wie einen Kuss der Natur war, ein einzigartiges Gefühl!
Ihr Herz fängt an langsamer zu schlagen und sie bemerkt wie sie immer ruhiger wird. „Die kleinen weißen Pillen die sie vorhin geschluckt hat, fangen langsam an zu wirken“, schwirrt es ihr durch den Kopf.
Mit einem letzten Blick in die Dunkelheit der Nacht, setzt sie einen Fuß vor den anderen, bis sie an ihrem kuscheligen Bett angekommen ist. Ihr Körper fühlt sich sehr schwer an.
Sie lässt sich auf ihr Bett fallen und schließt ihre braunen Augen.
Verlassen von allem, vergessen von jedem, all das hat jetzt ein Ende.
Mit Tränen im Gesicht schläft sie ein. Alleine, für immer und bis in die Ewigkeit....
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Kommentare
paho_T1@web.de schrieb am 2008-03-17 13:20:45:
Hallo Caro!
"oder ist das nur eine Maske, die sich hinter einer Fassade verbirgt?"
>Doppeldeutung bzw. Synonyme sind in einem Text wie diesem unnötig-auch wenn es Metaphern sind. Du kannst mit Hilfe von Metaphern verschiedene Situationen steigern, aber so wie es hier steht verwirrt es nur den LeserIn.<
"Wieder wurde sie einfach fallen gelassen und man hat sie dort alleine, hilflos und verzweifelt liegen gelassen."
>Wo genau hat man sie fallen gelassen? Wie sie sich fühlt oder ist ein Ort gemeint? Wer hat sie dort fallen gelassen? Oder waren es mehrere Personen? - TIPP: Die Metaphern den LeserIn erkennen lassen.<
"Es fühlt sich zu zauberhaft an wenn der leichte Wind durch ihre Haare wirbelt und versucht ihre Tränen zu trocknen."
> Grammatikalisch nicht nachvollziehbar aus welcher Erzählerperspektive erzählt wird. Wer fühlt sich zauberhaft an? Der Wind oder "es"? Oder ist mit "es" der Wind gemeint? - Das verwirrt den LeserIn.
Versuche es mal mit: Es fühlt sich mehr als zauberhaft an, wenn der Wind durch meine Haare wirbelt.< Zugegeben du hast dein eigener Erzählstil, aber überdenke diesen Abschnitt noch einmal aus welcher Erzählerperspektive du erzählen möchtest.:-)
"Sie nimmt es so wie einen Kuss der Natur war, ein einzigartiges Gefühl!" >Inwiefern? Beschreibe dieses Gefühl genauer - besser noch, umschreibe "einzigartiges". >Die Zeiten sind sehr oft verworfen und der LeserIn wird durch mehrere Zeitsprünge in einem Satz verwirrt. Versuche daher die Zeiten einzuhalten.
Besipiel für eine misslungene Zeitangabe: Ich war morgen spazieren und gestern werde ich spazieren gehen.
Eine gelungene Zeitangabe: Ich war gestern spazieren und ich werde morgen spazieren gehen.<
"Ihr Körper fühlt sich sehr schwer an." >Das klingt wie eine Objektive Erzählerperspektive, ohne dass das Gefühl der Hauptfigur erzählt wird. Versuche dich in die Hauptfigur hinein zu versetzen und dann lass es entweder aus der Sicht der Hauptfigur erzählen oder aus der Sicht des Erzählers. Lass die Figur zum Leben erwecken - z.B.: lass die Person fühlen, riechen, schmecken, sehen, hören und die Art und Weise wie sie sich bewegt.
Weil diese Beschreibung eine Feststellung ist, ohne jegliche Substanz. Zum Beispiel: Wie es sich anfühlt, (beschreibe das Wort "schwer" genauer). Also nach diesem Satz zu urteilen: Ist es so, dass der Erzähler die Hauptfigur in diesem Moment trägt oder gibt es einen Unbekannte Figur die du noch erscheinen lassen wolltest?<
Gesamtergebnis: Der Text gleicht eher einer Inhaltsangabe einer Geschichte als dass es eine Geschichte erzählt. Oder einem Essay.
Die Atmosphäre um die Hauptfigur ist lebendiger erzählt als die Hauptfigur selbst.
Versuche die Figur lebendiger werden. :-)
Begründung: Der Text ist überwiegend im Präsens geschrieben worden.
Wenn es eine Geschichte sein soll, ist sie in sich nicht schlüssig. Und von Abschnitt zu Abschnitt ist die Handlung nicht nachvollziehbar, da der LeserIn durch Zeitsprünge verwirrt werden kann. Dazu sind die Sätze sehr oft verschachtelt und dem nachfolgenden Satz ist die Handlung nicht nachvollziehbar. Versuche die Präpositionen gezielter einzusetzen. :-)
Versuche die Zeichensetzung zu beachten, wenn die Hauptfigur spricht oder denkt. Dann ist es auch für den LeserIn die Handlungen verständlicher.
Einige Grundkenntnisse zum wiederholen und/oder zum auffrischen:
Eine Geschichte wird im Präteritum geschrieben. Man benutzt die wörtliche Rede. Man gebraucht eine lebendige Sprache und man lässt den Spannungsbogen einer Geschichte erkennen.
Eine Inhaltsangabe einer Geschichte wird im Präsens (bei Vorzeitigkeit Perfekt verwenden) geschrieben. Man benutzt die indirekte Rede (Konjunktiv I). Man gebraucht eine Sachliche Sprache und bezieht seine eigene Meinung im Schlussteil mit ein. Dabei wird die Länge des Textes kurz und knapp gehalten.
Ich bin der Meinung, dass du den Text noch einmal überarbeiten solltest. Denn die Idee dieser Geschichte finde ich gut.
Ich würde mich freuen diese Geschichte nochmal zu lesen.
Ich hoffe auf bald.
Viele Grüße, Patrick
P.S.: Wenn du mit mir darüber korrespondieren möchtest, bin ich dafür gerne bereit.
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