Verlassen
von
LiL Tini
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Ich hatte gerade Sport, als es an der Tür zur Sporthalle klopfte. Unser Sportlehrer öffnete die Tür. Es traten zwei Polizisten ein. Sie fragten ob es hier eine Klara Daniela Neuenburg gebe. Ich zuckte erschrocken zusammen. Die Polizisten mussten mir etwas mitteilen, was mein restliches Leben veränderte. Sie erzählten mir das meine Eltern, zwei berühmte Architekten, Opfer eines Attentates geworden waren. Die nächsten Stunden zogen an mir vorbei, ohne dass ich es richtig wahrnahm. Ich war erschüttert. Mein Freund kam wie üblich nach Schulschluss, um mich abzuholen. Aber heute war alles anders. Ich hatte meine Eltern verloren, und er sah so aus, als ob er mit seinen Gedanken ganz weit weg wäre, irgendwie sah er aber auch traurig aus. Ich wollte ihn zur Begrüßung küssen, aber er drehte den kopf weg und murmelte etwas wie, tut mir Leid, aber ich kann nicht. Er machte Schluss, ich sah ihn so ungläubig an wie zuvor die Polizisten. Er redete davon, dass ich noch zu jung für ihn wäre, das er sich in ein anderes Mädchen verliebt hätte usw., aber ich hörte ihm nicht mehr zu. Die Tränen rannen über mein Gesicht, ich war so verzweifelt, ich wollte nur noch weg! Ich rannte und rannte, bis ich vor meinem Haus ankam. Ich schloss die Tür auf, lief in mein Zimmer und warf mich heulend auf mein Bett. Der Schmerz wurde immer größer, und größer, innerlich brach ich zusammen. Ich hatte genug, ich wollte nicht mehr, ich konnte nicht mehr, so leben. Alles was ich geliebt hatte, war weit, weit weg, unerreichbar für mich. Ich öffnete das Fenster und hielt meine Nase in die frische und gleichzeitig so kühle Abendluft, eines wie es schien so unbedeutenden Sommertages. Doch für mich war er ganz und gar nicht unbedeutend gewesen. Ich lehnte mich aus dem Fenster, und fiel aus dem 3. Stock. Als ich fiel, breitete ich im Reflex meine Arme aus. Es war wie fliegen, das erste Mal in meinem Leben fühlte ich mich frei, wirklich frei. Mein Aufprall, ein dumpfer Knall. In den letzten Momenten meines Lebens, sah ich noch einmal mein ganzes Leben vor meinem inneren Auge Revue passieren, vor allem aber die letzten Stunden. Dann schloss ich meine Augen, für immer.
Am nächsten Morgen wurde ihre Leiche gefunden, von ihrem Ex-Freund, er war vorbeigekommen um sich zu entschuldigen, ihr zu sagen, das er einen großen Fehler begangen hatte. Aber als er ihre leblose Gestalt auf dem Asphalt liegen sah, liefen ihm die Tränen übers Gesicht, er hatte sie nun Endgültig verloren. Er rief die Polizei. Ein paar Tage später lag ihr Körper geborgen unter der Erde. Auf ihrem Grabstein stand:
Hier liegt Klara,
das Mädchen, das nie die Hoffnung aufgab,
sie starb an der Trauer,
aber ihr Stolz begleitete sie mit ins Jenseits,
in die vielleicht bessere Welt.
Wir werden sie nie vergessen,
sie wird immer da sein,
und wir für sie,
mit ihren altklugen Sprüchen.
Wir danken dir für eine unvergessliche Zeit!
Geb.: 12.05.1991
Ges.: 14.12.2005
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Kommentare
Pupsii schrieb am 2007-05-19 16:39:45:
der form ist sehr schÖn aber iNhaltlich Naja...!
Liebe grüsse PUPsiiiiiiii
Lucie Harker schrieb am 2007-04-04 13:59:29:
Die Handlung deiner Geschichte ist wirklich gut. Allerdings hast du sie ein wenig zu kurz gefasst. Vor allem den Anfang. Da fehlt noch etwas mehr Gefühl und mehr Beschreibungen, was genau passiert. Wie das Mädchen reagiert. Wie die anderen Personen handeln, usw.
Der Mittelteil ist sehr gut, aber das Springen des Mädchens hätte man noch etwas besser ausarbeiten können.
Liebe Grüße
Lucie
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