Verlorene Liebe
von
Anariel, die Nomadin
1
Verlorene Liebe
Nasser Stein, kaltes Licht
und die seltsame Ruhe in Deinem Gesicht.
Ich halt dich in den Armen.
Gott kennt für uns kein Erbarmen.
Kein Engel der verweilt,
kein Wunder das dich heilt.
Tief in mir da tobt die Wut,
ich knie bereits in deinem Blut.
Dein Blick verschleiert durch den Schmerz
Zerreißen will es mir das Herz.
Die Dunkelheit die uns umschleicht.
Und meine Kraft, die nicht reicht.
Doch meine Augen trocken,
nicht eine Träne will sich lösen.
Die Schatten, die uns beide locken.
Warum will niemand uns erlösen.
Wir waren beide Herzensdiebe,
doch was war denn so falsch an unsrer Liebe?
Was hat sie so in Wut gebracht?
Warum musste es so enden in dieser kalten Nacht?
Wir wollten nur zusammensein.
Doch sie zwangen dich auf kalten Stein.
Und er stieß mit böser Lust
tief das Messer in deine Brust.
Ich kam zu spät, das erste mal.
Hörte nur noch deines Schreies Hall.
Ich öffnete meiner Wut das Tor
und kämpfte wild, wie nie zuvor.
Sie lassen dich nicht gehen.
Das Messer blitzt im Mondlicht
und ich muss hilflos sehen,
wie es noch einmal zusticht.
Dann fliehen sie dem Ort.
Keiner spricht ein Wort.
Sie lassen uns allein
mit unser Seelenpein.
Du siehst wie sehr ich leide.
Wir wissen es beide,
das mein Licht nicht reicht
und Dein Leben weicht.
Es verlässt mich langsam der Mut
und an meinen Händen trocknet das Blut.
Es verrinnt der Sand Deiner Lebensuhr.
Ein letzter Kuss ist uns vergönnet nur.
Mein Herz, es zerreißt mich.
Die letzten Worte, die du sprichst:
“Ich liebe Dich.”
Und Dein Blick, der bricht.
Nasser Stein, kaltes Morgenlicht.
Dein kühles, lebloses Gesicht
Ich halt dich in den Armen,
doch Gott kennt für uns kein Erbarmen.
Ein schriller Schrei sich meiner Kehl entwindet.
Das Licht, das in mir stetig schwindet.
Verlier mich in der Dunkelheit
Und spreize meine Schwingen weit.
Anariel ´05
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Kommentare
Anariel schrieb am 2008-08-04 16:45:13:
Hallo diana,
freut mich, dass dich dieses Gedicht so sehr berühren konnte.
mit liebem Gruße
Anariel
Diana schrieb am 2008-04-30 19:18:23:
Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll...
Ein wunder, wunder schönes Gedicht.
Das erste seit Jahren, was mich zum weinen gebracht hat.
Die Gefühle sind sehr nachvollziehbar und dringen bis ins Herz.
Riesengroßen Respekt!
Anariel schrieb am 2006-11-09 18:35:44:
Hallo su-c,
leider beruht dieses Gedicht auf einer wahren Begebenheit, die nun schon sieben Jahre zurückliegt. Seither ist viel geschehen, hab ich viel erlebt und dieses Jahr sogar ein neues Liebesglück gefunden. Doch jedesmal, wenn der kalte November kommt mit seinen langen,dunklen Nächten, dem eisigen Regen und den ersten Frösten muss ich wieder daran denken. Es ist wie ein alter Bruch oder die Narbe einer verheilten Wunde, die immer noch ab und zu weh tut.
Mit liebem Gruße
Anariel
su-c schrieb am 2006-11-09 14:02:30:
Oh mein Gott... das ist echt total furchtbar... ich hoffe nur, das ist nicht wirklich passiert!
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