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Kategorien > Verzweiflung > Erklärung

Verzweifeln - Wer ich wirklich bin!

von Realität der Illusion

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Dies ist die neue und überarbeitete Version der Kurzgeschichte "Verzweifeln", die ich vor einer Woche bereits eingesendet hatte.

Vorwort:

Du begegnest mir und grüßt freundlich, denn du kennst mich. Denkst du! Du kennst meinen Namen und mein Gesicht. Du kennst meine Erfolge und meine Fehler. Du siehst mich, wie du mich sehen willst. Und du gehst weiter. Doch nie siehst du die Zweifel in mir. Nie siehst du die Fragen, die mich plagen. Nein, in Wirklichkeit kennst du mich nicht. Das willst du auch gar nicht! Es reicht dir, zu wissen, was du zu wissen glaubst. Lange habe ich es hingenommen. Scheinbar ewig war ich einfach nur der, der ich zu sein schien. Doch jetzt? Jetzt weiß ich, wie ich sein sollte, wie ich sein will. Ich will, dass du mich kennen lernst, denn ich will für dich sein, wer ich bin! Ich will, dass du meine Zweifel hörst, meine Fragen, meine Stimme, wie sie klagend durch die Nacht schallt! Doch wie kann ich es schaffen, dass du mich kennen lernst, wenn du bereits ein festes Bild von mir hast? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich ist es auch unsinnig, doch ich muss mich dir zeigen. Ich muss dir erklären, wie ich fühle. Darum nimm diese folgenden Zeilen ernst, denn es war sehr schwer, sie für dich in eine sinnvolle Reihe zu bringen. Bitte enttäusche mich jetzt, da du mich noch nicht kennst, aber enttäusche mich nie, wenn du weißt, wer ich bin!

Verzweifeln

Wie unter Schlafmittel gesetzt bin ich einfach nur da. Unfähig zu leben. Doch wie sollte ich auch leben? Und was bedeutet dieser Begriff überhaupt? Du schmeißt ihn gedankenlos in den Raum, aber machst dir nicht die Mühe, zu überlegen, was das für mich heißt! Leben ist, grob gesagt: Seinen Weg zu gehen und für sein Glück zu kämpfen. Aber wofür soll ich kämpfen, wenn mein Leben so leer bleiben wird, wie es ist? Mit welchen Waffen kann ich mich behaupten, wenn ich nicht einmmal mein Gesicht zeigen kann? Was erwartest du überhaupt von jemandem wie mir? Ich weiß echt nicht, was mit mir los ist. Zurzeit fühle ich mich dem, was du Leben nennst, so unglaublich fern! Das lässt sich nicht anders sagen. Ich habe diese Zeilen geschrieben, dass mich vielleicht jemand verstehen kann. Du hältst mich für verrückt, willst das ich mit jemandem rede? Doch mit wem? Auch das wirfst du ohne jede Bedeutung für mich in den Raum. Du weißt nicht, dass ich es einfach nicht kann! Das ist viel zu schwer. Ich habe schon oft daran gedacht, es zu erzählen, aber es ist nicht real, verstehst du? Du kannst meine Gründe und Gefühle auf keinen Fall verstehen, wenn ich nur darüber spreche, denn Worte sind plump. Sie halten nur eine Sekunde. Doch das hier ..., ich weiß, dass es Jahre halten wird. Darum schreibe ich sehr viel in letzter Zeit. Das hilft mir schon etwas. Durch Schreiben kann ich dir ein Zeichen geben, aussagen, was ich sonst nicht aussagen kann. Gerne wäre ich in einer Welt, in der alles so einfach wäre wie in Geschichten. Dort können die Personen richtig leben. Dort können sie miteinander reden und es hält eine Ewigkeit! Sie leben nicht nur eine Sekunde. Selbst wenn wir schon unsere Sekunden verbraucht haben, leben sie weiter! Aber natürlich weiß ich, dass es nicht so sein kann. Es ist mir verwehrt ein glückliches Leben innerhalb einer Geschichte zu führen. Ich weiß, was du mir nun sagen möchtest und ich weiß auch, dass ich von keinem erwarten kann, schon gar nicht von dir, dass meine Illusionen zur Realität werden. Ich erhoffe mir ja auch nicht viel, aber zumindest einen kleinen Trost. Wenn du das hier verstehen kannst, hast du mir bereits einen Gefallen getan, nein, allein schon wenn du den Versuch machst! Ich erhoffe mir einfach nur jemanden, der mich versteht - Jemanden, der mir auch manchmal einfach nur zuhört - Jemanden, der Fragen stellt - Jemanden, der nicht einfach mein Inneres danach beurteilt, was er für richtig hält, sondern der mich einfach akzeptiert, auch wenn er meine Geheimnisse kennt. Ich wünsche mir, dass du mich auch einmal in den Arm nimmst. Ich brauche, dass du mir Liebe schenkst, nicht nur körperliche sondern seelische Liebe. Du musst mir nichts versprechen, aber bitte lüge mich auch nicht an. Ich brauche einfach, dass du mir Trost spendest. Wenn du bereit dazu bist, dann bitte hilf mir! Bitte erfülle meine Träume wenigstens ein Stück weit! Denn sonst werde ich verzweifeln!!!

Nachwort:
Jetzt habe ich mich dir geöffnet. Du kennst meine Seele, meine Gedanken, meine Hilfeschreie. Frage mich nicht, nach meinem Namen oder meinem Äußeren. Du wirst mir wieder begegnen. Irgendwann. Wenn du mich dann erkennst, mich in den Arm nimmst und mich hältst - dann weiß ich, dass du mich endlich kennst, dass du endlich weißt, wer ich wirklich bin!

Verfasst von: Realität der Illusion

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Kommentare

Realität der Illusion schrieb am 2009-01-31 11:32:30:
Hallo! Deine Anmerkungen helfen mir sehr. Ich habe es sehr erfreut zur Kenntnis genommen, dass du es gründlich gelesen hast. Ich werde das Ganze wohl noch einmal überarbeiten.
Dir noch einmal einen großen Dank!
Jeni schrieb am 2009-01-29 19:47:38:
Hallo,

Ich muss sagen, dein Brief hat was, doch bin ich an ein paar Stellen wirklich gestolpert. Erst einmal so: Der Brief, ist von jemanden, der in die andere person verliebt ist.
Diese Person, kennt diesen jemand, zumindest flüchtig, heißt sie meint ihn zu kennen, wiel sie ein wenig über ihn weiß:
"Du kennst meinen Namen und mein Gesicht. Du kennst meine Erfolge und meine Fehler. Du siehst mich, wie du mich sehen willst." Oder irre ich mich?

"..,doch ich muss mich dir zeigen."
finde ich wirklich gut getroffen :)

"Bitte enttäusche mich jetzt, da du mich noch nicht kennst, aber enttäusche mich nie, wenn du weißt, wer ich bin!"
Hört sich zwar gut an, aber was genau meinst du damit? Dass sie ihn, jetzt, wo ihre Bezeihung nur flüchtig ist, ruhig verletzten kann, aber wenn sie enger ist, nciht mehr?

Und von welchen zweifeln genau sprichst du? Selbstzweifeln? Finde da könntest du ein wenig mehr ausführen...

Der zweite Abschnitt wirkt für mich irgendwie unübersichtlich, wie angehäufte gedanken, oder so etwas. Viel Text, für wenig Botschaft, oder entgeht mir etwas?
Ich denke die Botschaft ist einfach nur:
Er ist alleine. Er hat das Gefühl, das niemand sein Inneres wirklich kennt, es keinen interessiert - auch sie nicht? Das Schreiben ist für ihn eine neue Art zu leben, aber im prinzip lebt er ja nicht wirklich, sondern nur die erfundenen pewrsonen in den Geschihcten. er aber ist real... und das weiß er auch...
Achso, Absätze fänd ich hilfreich, musste mich da teilweise richtig durchkämpfen, außerdem würden sie den text auch übersichtlicher machen, denke ich...

Hier bin ich kurz verwirrt:
"Bitte erfülle meine Träume wenigstens ein Stück weit!"
wieso nur ein Stück weit? Ich dachte sein traum wäre zu leben - mit ihr? Wie kann sie diesen Traum nur ein Stück weit erfüllen?

Den schluss finde ich... keine Ahnung, er ist nciht schlecht, aber jetzt nicht so, dass er wirklich im gedächtnis bleibt...

Ich hoffe, dass war nich zu viel.. aber du wolltest ja ernsthafte Kommentare ;) insgesamt hat mir der Brief aber, auch wenn es jetzt nciht so den Eindruck gemahct hat ;) gefallen.

LG
Jeni






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