Victoria-Mit einem letztem Lächeln
von
Julie
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Wie dunkle Schatten schwebten die Bäume an ihr vorbei, schlugen ihr mit Ästen ins Gesicht.
Aber Victoria Graham achtete nicht auf den Weg, in panischer Angst floh sie durch den Wald.
Hektisch blickte sie sich um, ihre Verfolger dicht hinter ihr,
Auf ihren Schwarzen Pferden kamen sie immer näher.
Nicht mehr lange und sie hätten das junge Mädchen eingeholt.
Victoria hatte nur noch eine Chance den Männern hinter ihr zu entkommen, sie musste von ihrem Weg abweichen und tiefer in den Wald laufen.
Geschickt sprang sie über einen Graben und verschwand in der Dunkelheit der Bäume.
Das Geschrei der Männer wurde lauter, das Getrappel der HUfe kam näher.
Sie mussten jetzt nur noch wenige Meter von ihr entfernt stehen, jede kleinste Bewegung könnte sie verrraten.
Vor ihrem Gesicht nahm ihr Atem Form an, erst jetzt bemerkte sie, wie kalt es war.
Die Männer waren stehen geblieben und starrten angestrengt durch die Bäume.
Einer von ihnen sprang über den Graben, Victoria drückte sich mit ihrem Rücken gegen einen Baum und betete zu Gott, er möge sie nicht entdecken.
Warum diese Leute sie verfolgten wusste sie nicht, ebenso wenig, wie sie wusste, was geschehen würde, wenn sie gefasst werden würde, sie wusste nur, dass es nichts Gutes sein würde.
Ihr Herz raste, der Mann kam immer näher, das Laub raschelte unter seinen Füßen.
Mit schweren Schritten kam er auf sie zu und mit einem Aufschrei wurde ihr klar, dass er genau wusste, wo sie war.
Sofort rannte sie wieder los, der Mann nahm die Verfolgung auf, ein weiterer lief ebenfalls auf sie zu.
Victoria kam unheimlich langsam voran, jeder Schritt schien eine Ewigkeit zu dauern, der Abstand wurde immer kleiner.
Erst als einer der Beiden auf sie schoss, überkam sie erneut eine unglaubliche Kraft, die den Abstand vergrößerte.
Die Kugel traf einen Ast, der wenige Zentimeter über ihr einst gewachsen war.
Einen kurzen Augenblick blieb sie stehen, eher ihr die drohende Gefahr wieder bewusst wurde.
Sie rannte los, aber nach wenigen Metern verfing ihr Kleid sich in den Dornen eines Buschs.
Die Männer hatten aufgeholt, sie mussten nur noch die Hand ausstrecken und...
Victoria schnellte aus dem Schlaf empor und saß kerzengerade in ihrem Bett.
Durch das offene Balkonfenster schien Mindlicht auf die steinernen Fliesen.
Sie fror und sah die Regentropfen auf ihrer Kommode.
Während sie schlief musste es geregnet haben.
Mühsam stand sie auf und schloss die hölzernen Balkontüren.
Der sanfte Schein einer Kerze beleuchtete ihren Weg.
Noch drei Tage, dann wäre sie offiziel verheiratet.
Oh, wie sehr sie diesen Mann doch hasste!
Sicher, er war reich und sah gut aus, jede Frau träumte von so einem Mann, aber er war selbstgefällig und grausam.
Leise öffnete Victoria die schwere Eichentür, die ihr Zimmer vom Flur trennte.
Ihr schwarzes Haar schimmerte im Kerzenschein.
Sorgsam darauf achtend, keine Geräusche zu machen, schlich sie die steinerne Treppe hinunter und öffnete das große Tor, das ihr tagsüber die Freiheit verwehrt hatte.
Schnell rannte sie den gepflasterten Weg entlang, der sie zum großen Fluss führte.
Vor einem kleinem Boot blieb sie stehen und setzte sich auf eine hölzerne Bank.
Er würde bald kommen.
Bereits seit 13 Wochen traf er sich hier jede Nacht mit ihr.
Als Victoria glaubte, seinen Schatten um die Ecke kommen zu sehen, huschte ein flüchtiges Lächeln über ihr Gesicht.
Sie liebte ihn.
JOshua war ein einfacher Waffenschmied, einer Hochzeit würde ihr Vater niemals zustimmen,
Das wussten sie beide.
Dennoch trafen sie sich jede Nacht.
Als er auf sie zukam lief sie auf ihn zu und fiel ihm in die Arme.
Zärtlich küsste er sie.
Victoria errötete, noch immer war sie genauso schüchtern, wie damals, als sie sich kennenlernten.
Joshua war da anders, auch wenn er sich zu benehmen wusste, zeigte er keine Scham und stand offen zu seiner Meinung.
,,Wie geht es dir?", etwas besseres fiel ihm in diesem Moment nciht ein.
,,in drei Tagen ist die Hochzeit", seufzte sie. ,,dann werde ich dich nie wieder sehen"
,,du wirst iihn nicht heiraten, halte dich an unseren Plan, morgen um Mitternacht warte ich am Wasserfall auf dich"
Sie nickte.
Was blieb ihr auch anderes übrig?
BEreits seit Tagen planten sie ihre FLucht, sie würde Hades niemals heiraten.
Gemeinsam mit Joshua würde sie eine Familie in den Bergen gründen.
Weit entfernt von allen, die ihnen schlechtes wollen.
Die Turmuhr schlug zwei Uhr.
Mit einem letzten Blick verschwand Victoria und trat den Heimweg an.
Niemand hatte etwas von ihrer Abwesenheit bemerkt, erleichtert legte sie sich wieder in ihr Bett und fiel beinahe sofort in einen unruhigen Schlaf.
Der nächste Tag begann ebenso grau und regnerisch, wie der Vorige geendet hatte.
Victoria erschien erst spät zum Frühstück, die Sonne stand bereits hoch am Horizont.
,,du kommst spät", begrüßte ihr Vater sie.
,,ich dachte du seist arbeiten und ich könne ausschlafen", entgegnete sie und setze sich zu ihm.
,,ich werde auch gleich wieder los müssen"; seufzte er. ,,was auch immer miene Jungs da angestellt haben, es war nciht gut"
Die restliche Zeit schwiegen sie, bis Victoria schließlich aufstand und in den Garten ging.
Sie liebte es, einfach auf der Veranda zu sitzen und die Fische im Teich zu beobachten oder den Blick über die feinsäuberlich geschnittene Hecke zu genießen.
Dies würde sie heute zum letzten Mal tun.
Es tat ihr nichteinmal Leid, sie würde nichts hier vermissen.
Nach einer Weile begann es wieder zu regnen und sie beschloss, sich auf heute Abend vorzubereiten.
UNter ihr Kleid steckte sie einen Beutel mit Geld.
Das würden sie gut gebrauchen können.
Bis um Mitternacht vertrieb sie sich die Zeit damit, Abschiedsbriefe an Hades und ihren Vater zu schreiben.
Als die Turmuhr schließlich halb zwölf schlug, brach Viktoria auf.
Noch immer verdeckten graue Wolken den Mond undes regnete unablässig.
Nachdem sie den Wald erreicht hatte, hörte sie plötzlich laute Männerstimmen hinter ihr.
Unwillkürlich fühlte sie sich an ihrem Traum erinnert und beschleunigte ihre Schritte.
Die Stimmen kamen näher und hinter sich konnte sie bereits schemenhafte umrisse erkennen.
Victoria war sich beinahe sicher, unter den Männern Hades erkannt zu haben.
Sie begann zu rennen, zwei der Männer taten es ihr gleich.
Und nciht nur das; sie kamen auch viel schneller voran!
Dieser Traum hatte also doch eine Bedeutung gehabt...
Doch ehe sie noch Zeit hatte,sich darüber Gedanken zu machen, fiel ihr der Ernst der Lage in der sie sich befand wieder ein.
Geschickt sprang sie über einen Bach und rann hakenschlagend vor ihren Verfolgern davon.
Diese Männer würden sie früher oder später einholen, aber allzu leicht wollte sie es ihnen nicht machen.
Sie war nur noch wenige Meter vom Wasserfall entfernt, wenn sie es bis dahin schaffen würde, wäre sie bei Joshua und hätte zumindest eine Chance.
Einer der Männer war nur noch wenige
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Kommentare
julie schrieb am 2007-04-04 10:39:40:
die geschichte? die hat dochs chn ein ende ^.^
Aber Geschichten schreib ich nch einige :)
Kiki schrieb am 2007-04-04 09:53:59:
Schreibst du weiter???Bitte ist echt gut!!!
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