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Kategorien > Fantasy > Drachen

Vom Aufgang zum Untergang - Teil 1: Todesschuss

von Wolfgang Koenig

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Mehrheit des Parlaments aus Demokraten bestände, würde das Land von genau diesen regiert werden. Also räumten sie Donbrovnik einfach aus dem Weg, stahlen den Gerichtsbeschluss und alles ist wieder in bester Ordnung, stimmt’s?“
Alfred-Wilhelm III. war sichtlich geschockt: „Wie kommen sie dazu… sie haben ja nicht einmal Beweise!“

In dem Moment kam ein Polizist mit einer Mappe in der Hand auf Schmied zu gehechtet: „Sir, wir haben einen Gerichtsbeschluss gefunden. Adressiert an Gerhard Donbrovnik, das Parlament betreffend. Es lag im königlichen Archiv.“

Donbrovnik drehte sich zum König um: „Wir haben einen Beweis, eure Eminenz.“
Alfred-Wilhelm III. warf den Kopf in den Nacken: „Das ist doch ein Komplott. Ihr könnt mich allerdings nicht anklagen oder verurteilen.“

„Dies gilt nur, solange ihr amtiert.“, nun scharrten sich sämtliche Polizisten um Donbrovnik und Schmied.
Schmied erhob die Stimme nun lauter denn je: „Im Namen des Gesetzes nehme ich euch nun, König Alfred-Wilhelm III., wegen Mordes an dem Parteichef Gerhard Donbrovnik fest und entmachte euch, rechtskräftig ab diesem Moment. Wenn sie mir nun bitte folgen würden.

Alfred-Wilhelm III. fügte sich mit gesenktem Kopf und von seinen eigenen Wachmännern verfolgt: „So geht ein König heutzutage also von seinem Thron; festgenommen von einem einfachen Kommissar, verfolgt von seinen eigenen Wachmännern und auf Bild festgehalten von erbarmungslosen Fotografen.“

Donbrovnik marschierte nun neben dem König, der nicht die geringsten Andeutungen von einem Widerstand machte: „Nein, so geht ein Mörder heutzutage von seinem Thron…“

Bevor Alfred-Wilhelm III. allerdings die Pforte auf die Straße hinaus ging, um sich den Blicken seiner entsetzten, ehemaligen Untertanen entgegenzutreten, wandte er sich noch einmal an Schmied: „Wenn ich entmachtet bin, wer regiert dann das Land? Ich habe keine Nachkommen…“

Schmied schob den König aus dem Schloss, der Menschenmasse entgegen: „Es werden in diesem Land erstmals demokratische Wahlen stattfinden.“
„Mein Lieber Herr Kommissar, setzt ihr mich ab, rennt ihr schnurstracks einem Bürgerkrieg in die Arme!“

Der Trubel war einfach nur gigantisch; ein entmachteter König stieg in ein Polizeiwagen ein. Hunderte Wachleute sicherten die nähere Umgebung und abertausende Zivilisten verstopften die breiten Straßen der gewaltigen Hauptstadt.

Noch am selben Abend saßen Schmied und Donbrovnik wieder im Büro des Polizeireviers. Vor der abgeschlossenen Tür klopften wie wild alle möglichen Leute gegen die Tür und die Wände, hauptsächlich waren das natürlich Reporter.

„Herr Schmitt…äh Schmied, die Sache ist doch noch nicht ganz geklärt.“
Dieser schob eine kleine Vitrine vor die Tür: „Wieso?“
„Zwar sitzt nun der Mörder im Gefängnis und wartet auf sein Todesurteil, aber die Geschichte mit dem Weißenhauer ist noch undurchsichtig.“
„Ach, mein lieber Herr Donbrovnik, das ist eine komplett andere Sache!“
„Nein, das bezweifle ich. Außerdem habe ich eine dunkle Vorahnung, was er bei sich da rumexperimentiert.“

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