Vom Mann, der das Lächeln nicht ertrug
von
Leinad Linguisti
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Es begab sich zu alter Zeit, dass ein Kind geboren worden war, welches ausdrucksloser in seiner Mimik nicht sein konnte. Der Knabe wurde in späteren Jahren nur noch der Gesichtlose genannt. Von Kindesbeinen an, bis zum Greisenalter, blieb seine Ausdrucksweise starr, wie Felsgestein.
Er konnte nicht lachen, nicht einmal lächeln. Er konnte nicht grinsen, nicht einmal schmunzeln. Er konnte nicht ausdrücken, was er empfand. Jeder der ihn anstarrte, sah nur eine leere Miene von unerkennbarer Trauer gezeichnet. Der Junge wusste nicht, wieso er nicht lachen konnte. Vielleicht lag es daran, dass ihm nie jemand recht gezeigt hatte, wie man lachte. Oder es lag daran, dass er nie viel zu lachen gehabt hatte.
Die Menschen in seiner Umgebung begannen zu tuscheln und so zog er sich immer weiter von ihnen zurück. Bald war der Zeitpunkt gekommen, da er nicht einmal mehr, das Lachen eines anderen ertragen konnte. Jedes Kichern und jedes verziehende Gesicht, bereitete ihm unendliche Schmerzen. Sie verhöhnten ihn und trieben ihn in den Wahnsinn. Jedes freundliche Gesicht war für ihn die reinste Qual.
Als letzten Ausweg, sah er den Freitod. An einem kalten Herbstabend stürzte er sich von den Klippen ins Meer und als die Brandung ihn umfing und das tosende Wasser sich über seinem Kopf zu schließen begann wie eine Luke, kräuselten sich seine Lippen zu einem winzigen Hauch.
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Kommentare
autorLinguisti@gmx.de schrieb am 2008-11-10 22:09:57:
es ist auch nur eine kurzgeschichte. Wenn es dir zu schnell ging, hast du den Sinn und die Aussage nicht verstanden. es ist nicht der text an sich sondern, das was er ausdrücken soll. ich halte schreiben für eine Gabe, die nur wenigen zuteil wird.
Gimliy schrieb am 2008-11-10 11:49:19:
Also die Geschichtte ist recht gut, allerdings geht mir das Ende zu schnell und ist für mich etwas eigenartig.
gruß: Gimliy
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