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Kategorien > Fantasy > Alltag

Vom anderen Stern

von Nairolf

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Gang entlang. Ich rannte mit Speedthempo den Gang entlang, aber weit kam ich nicht. Aus einem weiteren Gang kamen zwei Wachmänner und richteten ihren Pistolen auf mich. Sie schaltete ihre Pistolen an und ich hörte die A4- Töne. Ich verlor meine Kräfte, mir wurde schwindlig und ich stürzte zu Boden.
Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf einem Bett in einem weißen Raum. Mann hatte mich wohl in ein anderes Zimmer gebracht. Ich schaute auf meine Uhr und stellte mit entsetzen fest, dass man mich in fast einer Stunde erhängen wollte. Aber das war nicht das einzige was ich feststellte, man hatte mir Handschellen angelegt und so wie in meinem Ring war auch in den Handschellen ein Gerät mit A4- Tönen eingebaut. Nach einer halben Stunde kam dann ein Wachmann in den Raum. „Los komm mit“, sagte dieser mit genervter Stimme. „Ja, ich komm schon“, seufzte ich. Ich folgte dem Wachmann aus dem Gebäude raus. Draußen stieß dann noch ein Wachmann zu uns, wahrscheinlich als Geleitschutz. Die Leute um mich herum hatten ihre Blicke auf mich gerichtet. Einige schauten mich traurig an andere wiederum zornig. Aber ob sie auf mich oder auf das blöde Gesetz zornig waren wusste ich nicht. Einige riefen: „Hängt ihn.“ Aber es klang als meinten sie es nicht ernst. „Pst, Nairolf. Ich bin’s“, sagte eine Stimme. Ich erkannte sie und schaute mich unauffällig um. „Rina wo bist du?“, flüsterte ich. „Hier, neben dir. Ich hab mich unsichtbar gemacht. Hast du nicht gesagt du wolltest fliehen“, flüsterte sie mir zu. Ich spürte wie sie neben mir her lief und meinte: „Das werd ich auch.“ „Soll ich dir dabei helfen?“, fragte sie. „Nein“, sagte ich hastig. Ich merkte, dass ich etwas zornig und genervt klang. Um Rina zu beruhigen meinte ich: „Ich werde das schon alleine schaffen, außerdem will ich nicht das man dich entdeckt und womöglich auch hängt.“ „Aber–“ „Kein aber. Ich bin froh eine Schwester wie dich zu haben und das du mir helfen willst. Aber tu mir einen Gefallen und geh jetzt bitte“, flüsterte ich. „Na gut“, schluchzte sie. Ich spürte wie sie von meiner Seite wich und verschwand. „Los, darauf“, sagte der erste Wachmann grob und stieß mich auf eine kleine Bühne. Auf der Bühne war Hängebalken wie im Mittelalter. Um die Bühne herum standen und schwebten Zuschauer. Ich musste mich auf einen Hocker stellen und ein Wachmann legte mir eine Schlinge um den Hals. Kurz darauf kam der Präsident und Ranjek auf die Bühne. Ranjek stellte sich neben mich und flüsterte mir fröhlich zu: „Ich freu mich schon darauf dir den Hocker unter den Füßen weg zu treten.“ In mir stick panische Angst empor. Ich hatte nun keine Chance mehr zu entkommen, eine Flucht war unmöglich. Ich schloss die Augen und hörte der Rede des Präsidenten zu. „Liebe Bürger, heute wird dieser Junge gehängt. Er ist unehelich geboren und muss laut Gesetzt 65 erhängt werden.“ Ich riss meine Augen auf. Mit diesen Worten hatte mir der Präsident gesagt wie ich überlebe. Ich konnte nicht fliehen, aber durch reden überleben. Ich musste den Menschen klar machen wie bescheuert dieses Gesetzt war. „Ranjek, würdest du bitte den Hocker entfernen“, bat ihn sein Vater, als ich rief: „STOP!“ „Was ist? Noch einen Wunsch?“, fragte der Präsident. „Ja“, sagte ich prompt. „Kann mir mal einer sagen was, dass alles soll?“ Wie soll ich das verstehen?“, wollte der Präsident wissen. „Na das blöde Gesetz“, entgegnete ich. „Das >blöde< Gesetz,“ , er hatte blöd besonders betont, „haben unsere Vorfahren vor mehr als 1000 Jahren gemacht.“ „Aha, da haben wir es ja. Vor 1000 Jahren, wird es da nicht Zeit die Gesetze zu ändern? Ich habe 16 Jahre lang auf einem anderen Planeten verbracht, dort gab es dieses Gesetzt auch einmal. Aber dort wurde es schon vor mehr als 1500 Jahren entfernt“, sagte ich so laut, dass alle mich hören konnten. „Aber das Gesetz besagt das keine Gesetze geändert oder entfernt werden dürfen“, meinte der Präsident. „Schon wieder ein Gesetz“, fluchte ich. „Das ist doch ganz einfach. Ihr erlasst ein Gesetz, welches besagt, dass das Parlament Gesetze zu Gunsten des Volkes ändern oder entfernen darf“, schlug ich vor. Ich bemerkte, dass mich alle verwirrt anstarten. Wusste aber nicht warum, bis ein Mann rief: „Was ist ein Parlament?“ Da saß ich nun in der Scheiße. Eigentlich stand ich auf einem Hocker, mit Handschellen an den Händen und einer Schlinge um den Hals. Ich war in Politik und Wirtschaft nie gut und was ein Parlament ist wusste ich auch nicht so genau. Also ließ ich mir was einfallen: „Ein Parlament besteht aus 15- 20 Personen die als Vertreter fürs Volk vom Volk gewählt wurden. Diese Personen erlassen, ändern und entfernen Gesetze.“ Eine Weile hörte man Flüstern und Murmeln. Ich hatte Angst, dass niemand verstand was ich erklärt hatte. Doch dann brachen lautes Jubeln bei den Leuten aus und der Präsident stimmte meinem Vorschlag zu. Unerwartet rief Ranjek: „Nein, er muss sterben.“ Er trat den Hocker unter meinen Füssen weg. Ich sackte ein Stück nach unten, die Schlinge um meinen Hals zog sich schnell zu und ich bekam keine Luft mehr. Schnell griff ich nach der Schlinge und versuchte sie aus einander zu ziehen. Aber die Handschellen ließen dies nicht zu. Mir wurde schwarz vor Augen und ich hatte keine Kraft mehr. Meine Augen fielen sehr schnell zu und als ich sie eine Sekunde später wieder öffnete lag ich in einem Bett. Ich richtete mich auf und stützte mich mit den Ellenbogen ab. Sofort entdeckte ich Rina. Sie saß auf dem Boden, den Kopf aufs Bett gelegt und schlief. Ich schaute mir das Zimmer an und stellte fest, dass es sehr klein war. an den Wänden war gerade mal Platz für ein Bett, einen Schreibtisch, einen Sessel und einen Schrank. In der Mitte des Zimmers lag ein runder, blau grün rot gelb gestreifter Teppich. An der wand wo der Schreibtisch stand war auch ein Fenster. Auf einmal hörte ich Schritte, die Tür ging leise auf und meine Mutter kam ins Zimmer. Ich stieg vorsichtig aus dem Bett, weil ich Rina nicht wecken wollte, und lief zu ihr. Sie umarmte mich glücklich und flüsterte: „Endlich bist du wach.“ Ich musste wohl einige Stunden bewusstlos gewesen sein. Meine Mutter beendete die Umarmung und verließ das Zimmer. Ich folgte ihr eine Treppe runter und in ein Wohnzimmer. Mein Vater saß in einem Sessel und las eine Zeitung. Sie war mit den ähnlichen Schriftzeichen geschrieben, die auch auf der Innenseite meines Rings waren. Als er mich bemerkte legte er die Zeitung zur Seite auf einen kleinen Tisch neben dem Sessel. Ich setzte mich ihm schräg gegenüber in einen weiteren Sessel. „Willkommen daheim. Du hattest Glück das Rina dir auf die Bühne gefolgt war“, meinte mein Vater. Meine Mutter hatte den Raum schon wieder verlassen. „Ja, da hatte ich wirklich Glück. Wie lange war ich bewusstlos?“, fragte ich. „Bei nahe einen ganzen Tag“, sagte meine Mutter. Sie kam ins Wohnzimmer und brachte ein Tablett mit. Auf dem Tablett waren vier Gläser und eine komisch geformte Flasche mit Trinken. Das Getränk hatte eine blutrote Farbe. Ich dachte es wär Traubensaft und

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Kommentare

Leanyka schrieb am 2006-03-28 19:31:05:
Laaaaaaaang! ;-) Aber ganz nett geschrieben, wobei ich den ersten Satz ändern würde
,,Viele Kinder haben keine richtigen Eltern" in vielleicht ,,Es gibt viele Kinder, deren Eltern sie zur Adoption freigegeben haben
Oder du setzt das Richtige in Anführungszeichen.
Und die Geschichte erinnert mich ein klein wenig an ein Buch von R.L. Stine (ODer wie der Gruselbuchautor heißt), aber
das war bestimmt nicht beabsichtigt.
bye Leanyka

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