Von Anderswo - Teil 3
von
Earl "Magic" Walker
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Von Anderswo Teil 3
Keuchend lag Vega auf der Straße und schöpfte neuen Atem. Er war gerade über eine halbe Stunde Straßen entlang gespurtet und hatte Haken geschlagen um seinen Verfolgern zu entkommen. Und jetzt hatte er zu ersten Mal seit dem Angriff Zeit um richtig Nachzudenken.
Gut in Form war er eigentlich schon immer gewesen, aber das war nicht normal. Kein Mensch konnte Kugeln ausweichen oder eine halbe Stunde lang rennen. Trotzdem war er sich sicher das er nicht träumte. Plötzlich fiel ihm etwas ein. Wenn seine Feinde ihn finden konnten, konnten sie auch Charlie finden. Dieser Gedanke gab ihm neue Kraft. Charlie durfte nichts geschehen. Auf keinen Fall. Mit einem Sprung kam er wieder auf die Füße und schaute sich um. Der Straßenzug in dem er sich befand kam ihm leider auf keinerlei Weise bekannt vor. Vega wollte sich aber nicht mit solchen Kleinigkeiten beschäftigen, deshalb lief er einfach los. Egal welche Richtung. Das einzige was zählte war, dass er in eine Gegend kam die er kannte, von dort würde er schon weiter kommen.
Nach etwa einer halben Stunde Dauerlauf verschwanden die Hochhäuser langsam und machten Einfamilienhäusern mit großen Gärten platz. Plötzlich erkannte Vega eines der Häuser wieder. Es war das Haus eines Arbeitskollegen und lag nur etwa 2 Minuten von zu Hause weg. Er spurtete los. Die letzten Meter bis zur Straßenecke sprintete er. Nur noch um diese Ecke und er war zu Hause. Vega erstarrte. Vor seiner Wohnung standen zwei schwarze Limousinen und in diesem Moment stiegen vier Männer aus. Drei von ihnen kannte er von seinem „Zwischenfall“ auf der Kreuzung, doch der vierte war ihm nicht nur unbekannt, sondern, er wusste nicht warum, aber irgendwie wirkte dieser Mann gefährlich. Er war so um die ein Meter neunzig groß, war extrem breitschultrig, hatte einen militärischen Kurzhaarschnitt, trug einen langen schwarzen Mantel und ein ebenso schwarzes Barret auf dem Kopf. Doch das wahrscheinlich Auffälligste an ihm waren seine Handschuhe. Sie waren zwar aus Leder, doch darauf waren Platten aus solidem Stahl befestigt, so das jeder Finger und sogar jedes Glied einzeln geschützt war.
Vega hatte jedoch nicht die Zeit ihn eingehender zu betrachten, denn jetzt winkte er den Männern die hinter ihm Aufstellung genommen hatten und betrat den Hausflur. Nur einer blieb zurück um das Auto zu bewachen. Er musste sofort los und Charlie daraus holen. Wenn diese Männer sie vorher erreichen würden. Vega versuchte garnicht erst sich das vorzustellen. Doch bei diesem Gedanken machte etwas in seinem Kopf klick. Vegas Instinkte kamen hervor und drängten seinen Verstand in den Hintergrund. Obwohl, ganz zurück drängten sie ihn nicht. Eigentlich im Gegenteil. Sein Verstand arbeitete jetzt eiskalt berechnend und blitzschnell. Jetzt zählte nur noch die Rettung. Wenn er Charlie retten wollte, musste er sich höchst wahrscheinlich mit den Männern in Schwarz anlegen. Diese wiederrum dürften darauf vorbereitet sein das er auftaucht. Beim letzten Mal waren sie nicht auf seine Schnelligkeit und Stärke vorbereitet, dass wird ihnen wohl nicht noch einmal passieren. Also konnte er diesmal auch nicht so nett sein. Er würde sie ausschalten müssen um an Charlie heran zu kommen. Außerdem musste er auf jeden Fall den Überaschungsmoment nutzen, sonst wären sie ihm über. All diese Gedanken gingen ihm in weniger als einer Sekunde durch den Kopf. Und noch weniger Zeit brauchte er um sich einen Plan zurecht zu legen. Der Wachmann am Auto schaute gerade in die von ihm abgewande Richtung. Diesen Moment nutzte Vega und rannte los. Der Wachmann drehte den Kopf zurück in die andere Richtung, doch es war schon zu spät. Noch bevor er überhaupt realisierte das jemand auf ihn zu kam rammte Vega ihm die Handkante vor den Kehlkopf. Ohne einen Laut ging er zu Boden. Einen Herzschlag lang blieb Vega stehen, dann drehte er sich um und betrat mit schnellen Schritten aber ohne zu rennen das Haus.
Der Flur bestand aus 3 Etagen die jeweils durch eine Treppe miteinander verbunden waren. Einen Aufzug gab es nicht. Er wohnte mit Charlie in der obersten Etage. Von dort hörte er Schritte auf der Treppe. Sie waren also noch nicht bei Charlie angekommen, aber schon oben.
Jetzt hieß es schnell sein. Vega lief langsam die Treppe rauf. Obwohl er darauf achten musste leise zu sein und sich am Rand zu halten um nicht gesehen zu werden war er schon fast oben bevor die Anderen den Treppenabsatz erreicht hatten. Vega war jetzt genau hinter ihnen und sprintete los. Mit einem Schritt nahm er fünf Stufen auf einmal und erreichte den ersten Mann noch bevor er sich ganz umdrehen konnte. Vega packte ihn und fackelte nicht lange. Mit einer leichten Handbewegung schleuderte er seinen Gegner über das Geländer und zog ihm gleichzeitig seine Pistole aus dem Halfter. In der selben Bewegung legte er auf den Barretträger der ganz oben stand an und drückte ab. Vega ließ die Waffe einfach fallen und schnellte auf den Mann vor ihm zu. Der hatte sich nicht nur umgedrehte sondern sogar schon seine Waffe in der Hand. Doch mit den rasend schnellen Bewegungen von Vega konnte er einfach nicht mithalten. Dieser packte nämlich einfach sein Handgelenk und verdrehte es soweit bis es mit einem häßlichen Knacken brach. Danach rammte er ihm die Faust in die Seite, genau auf die Nieren. Der so verletzte keuchte einmal vor Schmerz, dann brach er zusammen. Vega schaute jetzt doch nach oben um nach seinem dritten opfer zu sehen, doch der Mann stand nur da und schaute ihm genau in die Augen und lachte.
„Du bist gut, aber leider reicht das gegen mich nicht!“
Mit einer blitzartigen Bewegung, Vega hatte Probleme ihr mit den Augen zu folgen, warf der Mann seinen Mantel weg. Darunter trug er die vollständige Montur eines mittelalterlichen Ritters. Die Handschuhe waren also nicht ein besonderes Accessoire sonder Teil einer Ritterrüstung.
Deshalb war er auch so unglaublich breitschultrig gewesen. Denn den größten Teil seiner Schultern und Brust nahm ein Plattenharnisch ein und darunter sah man ein Kettenhemd. Auch seine Beine waren voll gepanzert.
„Schreiber meinte ich soll dich leben lassen. Mach ich vielleicht auch, weiß noch nicht“
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Kommentare
Tolkien schrieb am 2007-02-20 16:42:26:
Der Nickname ist ätzend.
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