Walter
von
Daniela Rommersbach
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Walter
Walter war seiner Frau meistens im Weg. Immer mußte Sie an ihm herrumnörgeln. Beim Putzen, Einkaufen Wäschewaschen ja sogar neulich im Bett. Nichts konnte er Ihr recht machen. Darum hatte er beschlossen Sie zu verlassen. Seine Koffer hatte er schon längst gepackt. In einer Nacht- und Nebelaktion wollte er gehen. Doch das erwies sich nicht als einfach, denn so wie es schien, hatte Sie Verdacht geschöpft, denn Sie ließ ihn plötzlich nicht mehr aus den Augen. Ja, Sie klammerte nahezu. Und das war Walter auf einmal gar nicht mehr so recht.
Bei seinen nachmittäglichen Besorgungen, die er neben seiner 10 Stunden Schicht noch bewältigen mußte, hatte er eine Frau kennengelernt, die das krasse Gegenteil seiner „holden“ Gattin darstellte. So war er natürlich über die Anhänglichkeit seiner Frau ganz und garnicht begeistert. Er mußte Sie loswerden und zwar möglichst schnell. Es sollte wie ein Unfall aussehen.
So packte er seine Koffer wieder aus und ließ Sie in dem Glauben ,er wolle es noch einmal mit Ihr versuchen.Seine Arbeit kam ihm dabei zugute.Da er meistens in letzter Zeit zehn Stunden arbeitete.So konnte er seine Arbeitszeit nun auf acht Stunden reduzieren und hatte so zwei Stunden für seine „Neue“ Zeit. Mit ihr stellte er einen Mordplan für seine Frau zusammen.
Sie sollte das alles in die Hand nehmen. Er wollte sich wegen dem Alibi möglichst aus allem herraushalten.
Eines Morgens saß er mit seiner Frau am Frühstückstisch als es an der Tür klingelte. “Wer ist das denn ?“ fragte seine Frau besürzt.“ Und dann auch noch um die Uhrzeit.“ „Weiß ich doch nicht.“sagte Walter. „Dann schau halt mal nach.“ fauchte seine Frau ihn wieder einmal an. Mürrisch erhob sich Walter. Das hatte heute gerade noch gefehlt. Er war eigentlich schon zu spät dran, auf dem Weg in die Firma und nun diese zusätzliche Unterbrechung.
So schlurfte er den Flur entlang zur Haustür, öffnete sie,und erschrak auf´s Äußerste.
Er blickte genau in den Lauf einer Pistole, die auf ihn gerichtet war. Und noch schlimmer, seine „Neue“ hielt ihm die Pistole vor´s Gesicht. „Bist Du verrückt geworden?“ sprach Walter leise zu ihr. „Du brauchst gar nicht so zu tuscheln.“ stichelte seine Frau aus dem Türrahmen der Küchentür. „Ich habe Gerda, meine Freundin auf Dich angesetzt, und du Idiot bist natürlich voll auf Sie abgefahren.“ Sprach´s und lief auf Walter zu.
Währendessen hielt Gerda ihn mit der Pistole in Schach. „Tut mir echt leid Walter, aber Hilde hat mir Geld gegeben, viel Geld. Und ich bin gerade knapp bei Kasse. Mußt du verstehen, nimm es nicht persönlich.“ sagte Gerda zu ihm.
Bei ihnen angekomme nahm Hilde ihrer Freundin die Pistole aus der Hand und hielt sie Walter an die Schläfen.
„Und jetzt los!“ herrschte Sie ihn an. „Geh,oder soll ich dir Beine machen.“ „Aber, aber ich muß doch arbeiten. Sie werden mich schon vermissen,“ stammelte Walter. „Die werden dich nicht vermissen. Und weißt Du auch warum? ......Weil ich Dich schon gestern als vermisst gemeldet habe und nun alle Welt nach Dir sucht.“ fauchte sie ihn an. „Und jetzt ab in den Keller.“ Er hatte sich schon gewundert , daß sie ihn gestern von allem abgeschirmt hatte. Jetzt wußte er warum.
So kam es, daß Walter langsam vor seiner Frau die Stufen in den Keller hinabging. Er ging extra langsam. Das hatte seinen Grund. So konnte er Zeit schinden und das war es was er nun brauchte......viel Zeit. „Mach dir Gedanken, los mach dir Gedanken,“ sagte er leise zu sich. Unten auf dem Absatz angekommen drehte er sich um und versuchte noch einmal kleinlaut sie umzustimmen. Aber sie ließ sich nicht erweichen und schob ihn unsanft in den Heizungskeller. Kaum war er hineingestolpert hörte er auch schon das Drehen des Schlüssel im Schloß. Traurig setzte er sich zu Boden und versuchte über so viel Pech nachzudenken.
Währenddessen er über sein Pech nachdachte, war Hilde die Stufen wieder hinaufgeeilt. Oben angekommen mußte sie feststellen, daß Gerda nicht mehr im Hause war. ´Gut so,´ dachte sie ´ Keine Zeugen sind gute Zeugen.´ Sollte Gerda behaupten sie hätte ihrem Mann etwas angetan, müßte sie diese Behauptung erst einmal beweisen . Sie hatte geplant Walter zu betäuben. Um Walter ruhigzustellen, hatte sie sich schon vor einiger Zeit Schlaftabletten besorgt. Die Apotheke lag etwas außerhalb der Stadt, in der sie wohnten. Schnell rührte sie das Mittel in seine Tasse Kaffee, die noch auf dem Tisch stand. Sie wollte schon wieder in den Keller steigen, als es erneut an der Haustür klingelte. Widerwillig stellte sie die Tasse auf die Stufen ab und eilte zur Haustür. Bevor sie diese öffnete besann sie sich, daß sie ja die traurige Ehefrau spielen müßte, schließlich wurde ihr Mann vermisst. So öffnerte sie denn die Tür.
„Hauptkommisar Müller. Sie sind sicher Frau Fee. Darf ich kurz hineinkommen?“ stellte sich Hauptkommisar Müller vor. Hilde blieb nichts anderes übrig ,als ihn hineinzubitten. Sie geleitete ihn ins Wohnzimmer und schloß im Vorbeigehen die Küchentür. „Kann ich Ihnen etwas zu Trinken anbieten?“ fragte sie den Kommisar. „Wenn es Ihnen keine Umstände macht, ja bitte einen Kaffee.“ „Dann darf ich Sie kurz alleine lassen.“ antwortete Hilde und verschwand in der Küche. Hier stellte sie die Kaffeemaschine an, flitzte aus der zweiten Tür in den Flur, griff sich die präparierte Tasse Kaffee und eilte die Stufen hinab in den Keller. Flugs sperrte sie die Tür zum Heizungskeller auf. Vorsichtig und auf alles gefasst öffnete sie die Tür und zwängte sich hinein. Walter saß wie ein Häufchen Elend in der Ecke. „Los trink,“ befahl sie ihm. Widerwillig setzte Walter die Tasse mit dem lauen Kaffee an die Lippen. Er kippte die Tasse zum Trinken und ließ den Kaffee einfach laufen. Sein Hemd sog gierig die Flüssigkeit auf. Seine Frau würde in der Dunkelheit den Fleck bestimmt nicht sehen, hoffte er.Hilde wand sich auch schon zum Gehen ab. Leise zog sie die Tür ins Schloß und vergaß nicht abzusperren, so wie Walter gehofft hatte.Zum Glück hatte er den Einfall gehabt den Kaffee nicht zu trinken. Irgendetwas hatte ihn davon abgehalten .Er mußte den Kopf frei behalten. Hatte es nicht eben oben geklingelt? dachte er. Wenn er jetzt laut um Hilfe schrie würde man ihn hören,oder halt, bestimmt war es besser an die Heizung zu klopfen. Gedacht...........Getan. Gut,daß er immer einen Schraubenschlüssel neben der Heizung liegen hatte. So klopfte er heftig einige Male gegen das Heizungsrohr, das nach oben führte.
Hilde war wieder oben angekommen und ging auch sofort in die Küche. Der Kaffee war auch schon durchgelaufen und so arrangierte sie ihn mit einer sauberen Tasse, Zuckerdose und Milchkännchen auf einem Tablett. Das benutzte Geschirr ließ Sie schnell in der Spülmaschine verschwinden. Dann
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Kommentare
FeurigeHexe schrieb am 2006-12-01 18:57:51:
Gefällt mir ausnehmend gut ... weiter so :-) Spannend und originell, du hast Potenzial ... nutze es! Alles Gute weiterhin!
sandra schrieb am 2006-03-05 18:21:00:
Finde den Krimi Klasse! Läßt sich gut lesen, und bleibt spannend bis zum Schluß! Weiter so!
danielarommersbach@online.de schrieb am 2006-03-03 16:03:18:
Ich möchte mich ganz herzlich für die überwiegend positiven Reaktionen auf meinen Krimi bedanken.
Mischako schrieb am 2006-03-03 10:49:22:
Dein Krimi war ganz toll zu lesen, ich war wirklich richtig gefesselt von der Geschichte.Weiter so!
Irina Vancover schrieb am 2006-02-18 15:18:08:
Welche Sonderzeichen? Dein Krimi ist nur so schrecklich lang. Sonst ganz gut.
Gerda schrieb am 2006-02-17 07:34:26:
Schade,daß so viele Sonderzeichen kopiert wurden.Im Orginal ließt sich Dein Krimi besser.Das ich Deine Geschichte gut finde brauch ich ja nicht nochmal zu betonen.Freu mich schon auf Deinen nächsten Krimi.
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