Warum weinst du
von
Phoenix2006
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Warum weinst du
Die Sonne steht am Himmel ,wie ein Feuerball. Feuer, wie es lodert ,wie es brennt. Ein Knistern ,wie ein Ende, ein Flackern ,wie ein Anfang. Feuer, heißer, rauchiger Geruch, erstickend ,schlägt er über die Stadt. Feuer wie es flüstert, züngelt, um die Häuser tanzt. Wie ein Freund, lang nicht mehr gesehen. Ängstlicher Freund, schrecklicher Freund. Auswege des Feuers, wie Auswege der Hölle. Auswege ,nur Wege ins Feuer. Häuser verschlungen, wie ein Nichts. Übrig, nur schwarze Kohle, eingefallen, zusammengeschmort. Feuer, unaufhaltsam. atemberaubend, erstickend, schön. Brennend, stechen die züngelnden Flammen nach dir, brennend, schmerzend auf der Haut. Tränen in den Augen der Menschen. Tränen wegen dem Feuer. Der Rauch, Duft nach der Freiheit. Duft nach dir. Weine nicht es geht bald vorbei. Das Feuer es wird kleiner, das Knacken es wird leiser, das Züngeln nicht mehr merkbar, der Rauch verzogen, aus. Dies aus doch nur nie ist gekommen. Das Feuer brennend wie eh und je. Die Stadt erstrahlt in neuem Schimmer, doch innerlich brennt sie wie Feuer. In mir ein Feuer, wie ein unerträglicher Schmerz, wie ein Verlangen, ein Sehnen. Ein Sehnen nach dir. Blonde Haare, sie leuchten in meinem Feuer, der Rauch, ich sehe sie nicht. Mary ich will den Namen schreien, doch der Rauch schnürt mir die Kehle ab. Feuer in meinem Hals. Wo bist du? Warum bist du nicht hier. Hab ich dich so verletzt? Hab ich dich verbrannt mit dem Feuer in mir? Doch nur du kannst es löschen ,bist das Wasser, bist die Rettung. Komm und hilf mir ich bitte dich und doch sage ich nichts ,nur Knacken der Flammen. Mein Herz es sehnt sich nach dir, nach deinem Duft. Duft nach Blumen, Meer, nach Liebe. Mein Duft ,nur Rauch, erstickender, quälender Rauch des Feuers. Hätte ich dir doch nie weh getan, dich nicht verbrannt mit meinen Problemen. Wo du bist, ich weiß es nicht. Das Feuer läßt mich nicht nach dir suchen ,wie eine Fessel hält es mich. Es brennt sich tief in meine Seele. Du, du bist bei Kate, deiner Freundin, zumindest denk ich das. Du weinst, weinst um mich. Warum weinst du ,frag ich mich, fragt das Feuer. Warum kommst du nicht und löscht das Feuer in mir. Der Wind ,er ist zu schwach trägt das Feuer nur ab und zu weiter, läßt die Funken springen und löscht es ja doch nicht. Komm und hilf mir ich bitte dich. Ich verbrenne ,bin bald schon nicht mehr. Angst habe ich dir gemacht ,doch nicht ich war es ,sondern das Feuer in mir. Lösche es, liebe mich. Lieb mich wie noch nie zu vor. Ich kenne dich, ich weiß ,wie du bist ,also liebe mich. Doch warum weinst du.
Kevin saß starr auf der Couch. Der Fernseher groß ,zu groß. Die Bilder, die Schreckensnachrichten, schrecklicher, grausamer. Die Größe des Fernsehers ließ alles ,wie ganz nah erscheinen. Grausame Taten im Wohnzimmer. Taten voller Verzweifelung, Wut. Kinder schreien, rennen um ihr Leben, weinen um ihre Eltern. Kein Essen, kein Bett, keine Schule ,rein gar nichts. Geboren um zu sterben. Die Frauen sie tragen Kopftücher. Schreien, weinen um ihre Männer und Kinder, die für den Glauben des Kopftuches gestorben sind. Schreckliche Ironie des Schicksals. Die Bilder aus dem Fernseher durchzogen von Feuer. Rauch über Jerusalem, Rauch über dem Iran, Rauch über Arabien, Rauch über der Welt. Unheilverkündender Rauch. Die Welt hat zu tief gegraben in der Geschichte, der Religion. Hat zu viel gedacht, zu viel verloren. Alles ist wichtig. Der Krieg, der Kampf, die Macht. Nur das Leben ist so unwichtig ,wie ein umgefallener Sack Reis in China. Das Leben, in den Pausen der Schlachten. In den Pausen auf dem Schlachtfeld. Das Schlachtfeld, selten der Krieg. Oft die Schule, die Arbeit, das zu Hause. Die Welt versinkt in einem Schlachtfeld ,auf dem nur die Reichsten und Einflußreichsten gewinnen. Kevin haste diese Ideologie. Gerechtigkeit stand nicht mehr an erster Stelle. Doch wie konnte er daran denken. Seine Gerechtigkeit war untergegangen im Feuer. War erstickt im Rauch. Der Streit auf dem Schlachtfeld ,war zwischen ihm und Mary ,wie ein Streit um das Leben. Ein Leben das sich nur in Schmerzen windet. Der Streit sinnlos wie immer, wie überall. Eine bescheuerte Fahrt mit dem Motorrad. Ein unbedeutendes Aufheulen des Hondamotors. 20 unwichtige Kilometer, im Schnee, auf Spiegelglatter Fahrbahn. Die Herausforderung, wie eine gestellte Aufgabe. Der Reiz, das Adrenalin, das Herzklopfen, das Leuchten in den Augen auf der glatten Fahrbahn. Wie ein unerfüllter Traum. Lebendig geworden durch eigene Kraft. Kurven, groß und weit, schwer zu fahren. Ein Kribbeln im Bauch wie vor einer Prüfung. Eine selbst auferlegte Prüfung. Gefährlich, doch notwendig oder nicht? Wahrscheinlich nur eine Dummheit. Geleitet von unerfüllten Träumen. Riskierend ein Leben. Das Leben auf dem Schlachtfeld? Riskierbar, hinnehmbar. Nicht wichtig, verlierbar. Das Leben mit Mary hingegen ,wie ein Leuchten am dunklen Himmel, wie der einzige Stern in einer wolkenreichen Nacht. Wie die Sonne an regnerischen Tagen, wie das Wasser, welches das Feuer löscht. Kevin war unbedacht das Risiko eingegangen. Er wußte es, spürte es. Die Augen glasig, leer. Der Wind er stand still. Ruhe war eingekehrt. Nur das lodernde Feuer. Nur das Wimmern Hannahs hinter der verschlossenen Tür.
Warum ist Mutti gegangen. Hab ich etwas damit zu tun. Die Angst sie überkommt mich. Sie frist mich auf. Ich will lauter weinen. Die Angst heraus schreien. Warum kann ich nicht? Die Angst sie tut weh. Das Herz es ist erfüllt von Angst. Es pocht ganz schnell. Bum, Bum. Ich kann es hören ,ich kann es fühlen. Mama warum bist du gegangen. Papa warum hast du es zugelassen. Ich versteh es nicht. Die Angst versteht es nicht. Die Angst wie ein Sturm in mir. Er wütet, er zerstört. Zerstört den Glauben an Harmonie, Gerechtigkeit. Mama, Papa ,wo seit ihr ,ich will das ihr hier seit bitte. Sturm er tut so weh, er reist mein Herz entzwei. Papa, du warst Schuld das Mama gegangen ist ,du bist immer Schuld. Nein ich irre mich ,nein das kann nicht sein. Papa hat Mama lieb ,es war ein Versehen. Ich weiß es nicht, warum nur. Meine Tränen sie laufen an mir hinunter, wie der Regen wenn er auf die Erde fällt. Die Tränen sie schmecken so salzig, wie das Meer. Ob Mama weiß wie das Meer schmeckt ,bestimmt. Ob der Wind auch irgendwie schmeckt. Nach Schockolade vielleicht. Ob Papa es weiß? Ich weiß nicht ,was Papa weiß ,ich weiß gar nicht wer Papa ist. Wieso nicht. Es tut so weh es nicht zu wissen. Mein Spiegelbild es sieht schlimm aus. Meine Tränen sie laufen in Strömen an meinen Wangen herunter. Ich frage mein Spiegelbild warum weinst du?
Hannah sieht sich weinend im Spiegel an. Ihre Augen ,rot unterlaufen. Das Blut ,in den Kopf gestiegen, die Adern gespannt. Das Blut, die Lebensflüssigkeit. Warum Rotes Blut. Rot wie die untergehende Sonne, rot wie das Herz, rot wie die Rosen. Seltsam dieses Rot. Der Himmel draußen erstrahlte trotz des frühen Morgens ebenfalls in Rot. Unheilvolles Rot. Die Sonne ,wie ein glühender Ball, wie ein blutender Ball. Blut
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Kommentare
Lexa schrieb am 2006-10-14 21:55:20:
Nur durch Liebe, aus Liebe geboren, kann man in die Welt gehen und das Licht der Liebe, wie eine Fackel vor sich hertragen. Wer sich seinen Weg nicht selbst erhellt wird stolpern. Wohl dem, der jemanden in seiner Seele weiss,
der ihm wieder aufhilft, oder weiterhilft, wenn er sich verirrt hat. Höre nie auf zu hoffen. Meide den Pfad, der Dir soviel
Elend bereitet hat, kehre um, blicke ins Licht. Das Gedicht ist von Schiller"Sprüche des Konfuzius". "..die Fülle führt zur Klarheit", Du hast es doch selbst schon erkannt."Und im Abgrund wohnt die Wahrheit", damit ist doch nicht nur Dein Abrund gemeint "... Gefühle die im Abgrund meiner Seele schliefen, hast Du geweckt mit magischer Gewalt", hallo, gibt es da noch Fragen? Das ist eine superaffengeile, hammerharte story, habe lange gebraucht um ihr einigermaßen habhaft zu werden.Ist Hannah das imaginäre Kind der Beiden? Es wäre ein Kind der Liebe geworden, da bin ich mir sicher.
Und Mary, wurde sie bei dem Unfall getötet? Oder ist sie die realexistierende Antwort auf Deine Suche? LG Lexa
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