Was die Erde nicht will
von
Luna
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Was die Erde nicht will
( Vorläufiger Titel)
Teil 1
Ein eiskalter Wind fegt über den kleinen Friedhof. Vereinzelt, verirren sich ein paar Schneeflocken und heften sich an die Mäntel der zahlreichen Trauergäste.
Tara und John Miller, starren auf einen kleinen Sarg, der über einem offenen Grab steht.
Unter weißen und roten Rosen verborgen, gebettet auf weißen Kissen, ruhte ihre Tochter Amy in ihm. Ihre einzige Amy. Ihr Herz und ihr Leben.Ihre gemeinsame Liebe.
Tara, sackt auf ihrem Stuhl, der nahe am Sarg steht, zusammen. Ihre Schultern, beben und schütteln ihren zierlichen Körper. Sie spürt die Kälte nicht, die mit klammen kalten Fingern nach ihr greift. Schmeckt nicht das Salz der Tränen auf ihren Lippen.
Sie sieht nur den kleinen , einsamen Sarg. Taras Körper bäumt sich auf, zu stark ist das Verlangen, ihn einfach zu öffnen. Sie würde Amy einfach nach Hause tragen und es ihr in der warmen Stube gemütlich machen. Heiße Schokolade kochen und ihrem Mädchen Donats bringen. Amy liebte Donats.
Ihren kleinen, kalten Körper, in warme Decken hüllen und sie wiegen wie ein Baby.
Das möchte sie tun. Aber es waren nur Wunschgedanken, die ihr Innerstes auseinander rissen.
Pfarrer Dillon, beginnt nach einem kurzen Räuspern mit seiner Trauerrede. Auch ihm, fiel es schwer, der kleinen Amy Miller, Lebewohl zu sagen.
Tara, will seine Worte nicht hören und versinkt in Amys letzte Stunden.
Mama, noch 6 Tage , dann ist Weihnachten! rief Amy glücklich. Schnappte sich eine Banane und schlüpfte in ihre warmen Stiefel. Zog ihre dicke Winterjacke über und setzte sich eine bunte Strickmütze auf.
Tara, die auch gerade in ihre Winterjacke schlüpfte, lächelte nachsichtig.
Ja, in 6 Tagen ist Weihnachten, antwortete sie fröhlich. Also, allerhöchste Zeit, Daddys Weihnachtsgeschenk abzuholen.
Der wird Augen machen, sagte ihre kleine Tochter. Ich freue mich riesig, auf Daddys Gesicht, am ersten Weihnachtstag.
Ich freue mich riesig, auf Daddys Gesicht, am ersten Weihnachtstag.
Dieser Satz, hallte in ihr, wie ein Echo. Daddy, Gesicht, Weihnachtstag.
Es war Tara, als flüsterte Amy ihr diese Worte immer wieder zu. Immer wieder und immer wieder. Dann lachte sie glücklich und fing von vorne an.
Dabei, war Johns Wunsch gar nicht so weltbewegend gewesen. Er wünschte sich eine Staffelei und Farben. Mehr nicht. Durch Zufall, hatte er seine künstlerische Ader entdeckt.
Amy bat ihn eines Abends . Daddy, kannst du mir ein Pferd zeichnen? fragte sie ihn.
Wir sollen das Leben auf einer Farm malen. Dazu gehören auch Pferde. Aber die wollen mir nicht gelingen.
John zeichnete Amy ein Pferd. Anschließend, war er von seiner Zeichnung so angetan, das er anfing, kleinere Zeichnungen zu entwerfen. So kam es zu seinem Wunsch.
Eine Staffelei, sagte er. Als Tara ihn nach seinen Wünschen fragte.
Tara,schaut sich um. In den letzten Monaten, waren viele neue Gräber hinzu gekommen.
Peter Fuller, der Sohn von Marsha und Doyle Benneton, ruhte ein paar Reihen weiter.
Er war einfach so, in sich zusammen gesackt. Sein kleines Herz, wollte nicht mehr.
Vor 8 Tagen, waren sie auf seiner Beerdigung gewesen. Und nun, standen die Benetons an Amys Grab und trauerten mit ihnen. Nicht, ohne immer wieder sehnsuchtsvolle Blicke , zu dem kleinen, liebevoll geschmückten Grab zu werfen.
Tara geht wieder zurück, zu Amy.
So junge Dame, ab zum Auto, hatte sie ihre Tochter aufgefordert.
Unbekümmert, war Amy zum Auto gelaufen und hatte sich auf den Rücksitz gesetzt.
Anschnallen! rief Tara. Du weist es doch. Warum, muss ich es dir immer wieder sagen?
Amy, rollte mit ihren blauen Augen und zog anschließend den Sicherheitsgurt um ihren Körper.
Sie hielten vor James Lohmans Laden. Aufregt, öffnete Amy die Autotür und stürmte auf den kleinen Laden zu.
Mom, nun mach schon! hatte sie ihr zugerufen.
Tara, hatte ihren Kopf geschüttelt. Ich komme ja schon, antwortete sie ihrem Wirbelwind.
Warum hast du es so eilig? fragte sie Amy anschließend. Es sind noch 6 Tage.
Weil ich wissen will, ob sie auch da ist, antwortete Amy. Sonst müssen wir woanders gucken.
Oh Amy, hatte Tara geantwortet und seufzend die Tür aufgezogen.
Natürlich war die Staffelei da. Tara, beglich die Rechnung und James , verstaute die Staffelei, samt Farben in ihrem Kofferraum.
Zufrieden? fragte sie Amy. Amy nickte. Zufrieden, hatte sie geantwortet.
Die Weihnachtsbeleuchtung, die an Geschäften und über den Straßen feierlich leuchtete, versetzte sie beide in eine heitere Stimmung.
Tara schaltete das Radio ein und zusammen, summten sie die Weihnachtslieder , die so anheimelnd ihre Seelen streichelten, leise mit.
Alles war so perfekt. Das Wetter. Der leichte Schneefall und ihre gute Laune.
Ich freue mich so auf Weihnachten, sagte Amy selig. Ginger, bekommt bestimmt ein neues Rad. Sie hat gesagt, das sie gesehen hat, wie ihr Dad etwas Großes in den Keller getragen hat.
Tara lächelte. Meinst du? fragte sie scheinheilig. Es muss ja kein Rad sein. Außerdem, muss das große Paket, ja nicht für Ginger sein.
Aber sie hatte von Mary erfahren, das Ginger ein Rad bekommen sollte. Doch das, behielt sie für sich. Sie kannte ihr kleines Plappermaul, nur zu gut.
Amy, zuckte leicht mit den Schultern. Wer weiß, antwortete sie. Es ist bestimmt ein Rad gewesen. Und was könnte ich bekommen? fragte sie und grinste frech.
Tara überlegte. Also, ich denke, das kleine Mädchen von 9 Jahren, sich bestimmt über eine Puppe freuen würden, antwortete sie und machte ein ernstes Gesicht.
Amy, guckte sie mit großen Augen an. Mom! hatte sie entrüstet gerufen.
Mit 9 Jahren, da spielt ein Mädchen nicht mehr mit Puppen.
Oh man, Amy, stöhnte Tara. Das wussten Dad und ich nicht. Na ja, dann bekommst du nächstes Jahr etwas Besonderes.
Amys Gesicht im Rückspiegel, sprach Bände. Sie kämpfte mit sich, das sah Tara.
Wahrheit oder Lüge. Amys Gesicht, war ein offenes Buch. Und Tara, las darin.
Tara, guckte aus dem Seitenfenster, damit Amy ihr verhaltenes Lachen nicht sehen konnte.
Und mit einer Hand, reichte sie ihr eine Tüte Weingummi nach hinten.
Auf den Schock, sagte sie nur. Lass es dir schmecken, Amy Miller.
Amy, riss ihr die Tüte aus der Hand und Tara hörte, wie sie ungeduldig an der Verpackung
zerrte. Endlich hatte sie die Tüte aufgerissen und stopfte sich ein Weingummi in den Mund.
Ich glaube dir eh nicht, sagte sie mit vollen Mund. Puppen, habe ich genug.
Tja, machte Tara nur. Da wird noch eine, sicher nicht schaden.
Verdammt, schimpfte Tara. Wer schippt seinen Schnee denn mitten auf die Straße?
Fest halten! rief sie nach hinten. Es gab einen Ruck, als die Reifen über den kleinen Hügel holperten.
Wütend, setze sie anschließend ihren Weg fort. Unverantwortlich, murmelte
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Kommentare
das_alva@yahoo.de schrieb am 2011-01-11 19:49:11:
Es sollte eine Gruselgeschichte werden, aber wurde zu emotionsgeladen. Es war ja auch noch nicht das Ende, der zweite Teil ruht noch. Sage Danke....
mail.simple1@gmail.com schrieb am 2010-12-04 11:06:48:
Sehr schöne und zugleich traurige Geschichte. Gut aufgebaut und super Wortschatz. Bei der Erzählung, wie es zum Tod von Amy kam, da habe ich gehofft, dass Amy doch nicht stirbt. Wohlwissend vom traurigen Schicksal am Ende.
Nur eine Frage: Warum fällt deine Story unter der Kategorie "Horror"-"Grusel"? Das ist doch eher ein Familiendrama.......?
Naja egal...
Auf jeden Fall hat es mir ganz gut gefallen :)
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