Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Drama > tod

Was wäre, wenn......?

von Heather

1

Es war ein ziemlich warmer Tag mitten im Sommer. Erin und Josh saßen noch an dem kleinen See, an dem sie bis jetzt schon jeden einzelnen Tag dieser Ferien verbracht hatten und schauten der Sonne beim untergehen zu. Eine leichte Brise wehte den Beiden Freunden ins Gesicht und sorge so für eine Abkühlung.
,,Einfach Herrlich!", meinte Erin und schloß nach einer Weile die Augen. Sie wollte diesen Moment für immer festhalten, denn er war einfach vollkommen. Doch leider ist nichts auf dieser Welt für die Ewigkeit und selbst der schönste Augenblick würde einmal zu ende gehen.
Als Erin die Augen wieder öffnete merkte sie, wie Josh sie eindringlich anschaute. Sie musste grinsen, denn sonst war Josh eher schüchtern und zurückhaltend, doch jetzt starrte er ihr direkt in die Augen. Erin mochte diesen Blick, doch einerseits machte er ihr auch Angst.
,,Ist irgendwas?", fragte Erin und lächelte ihren besten Freund an. Er war wirklich ihr bester Freund und sie konnte sich einfach nicht vorstellen was wäre, wenn er einfach nicht mehr da wäre.
Josh schaute ihr tief in die Augen und Erin bekam eine Gänsehaut. Würde sie nicht schon seit Jahren mit ihm befreundet sein, hätte sie sich jetzt in ihn verlieben können. Doch ihr herz ließ das für den Moment einfach noch nicht zu. Klar war er immer für sie da und mittlerweile kannte jeder der beiden die Geheimnisse des anderen. Aber sie liebten sich halt mehr wie Bruder und Schwester.
Josh's Hand glitt langsam über Heather's Gesicht und strich ihr die Haare beiseite. ,, Du bist echt hübsch!", sagte er und ließ seine Hand weiter hinab gleiten. ,,Ich beneide den Mann, der dich einmal heiraten darf."
Erin begann zu lachen. ,,Vielleicht wirst du ja der Mann sein?"
,,Nein!", sagte Josh entschlossen und Erin runzelte erstaunt die Stirn. Sonst hatten sie auch immer Scherze darüber gemacht, dass sie mal zusammen alt werden würden. Doch an diesen Tag, war Josh irgendwie anders als sonst.
Seine Hand berührte mittlerweile leicht Erins Hand und sie merkte, dass er zitterte. ,,Geht es dir nicht gut?"
Josh schüttelte den Kopf.,, Hast du dir schon mal überlegt....", begann er und stockte dann. Erin riss die Augen weit auf und sah ihren Freund fragend an.
,,Was wäre, wenn einer von uns sterben würde?", beendete er den Satz und schluchzte dann. Berührte ihn diese Frage wirklich so sehr?
,, Naja", begann Erin und dachte über die Frage nach. Sie sah Josh's ernsten Blick und wußte, dass er eine Ernstgemeinte Antwort haben wollte. ,,Ich glaube dann würde der andere auch vor Sehnsucht sterben!"
Josh begann plötzlich zu weinen. So hatte sie ihren Freund noch nie gesehen.
,,Ich liebe dich und werde es auch immer tun!", flüsterte er, stand auf und lief dann weg.
,,Josh!", rief Erin ihm noch hinterher, aber er war schon in der aufkommenden Dunkelheit verschwunden. Sie verstand einfach nicht, was eben passiert war und sie wußte nur, dass es niemals mehr so sein würde, wie es einmal war.

Am nächsten Tag machte sie sich auf den Weg zu ihrem besten Freund, in der Hoffnung, dass sich alles nur um einen schlechten Scherz handeln würde. Doch das tat es nicht.
Josh's Mutter öffnete die Tür und Erin merkte sofort, dass irgend etwas nicht stimmte. Sie hatte rote Augen und ihr Blick verriet tiefste Trauer.
,,Ist irgendwas mit Josh?", fragte Erin mit bebender Stimme. Josh's Mutter begann zu weinen und führte Erin ins Wohnzimmer. Mit klopfenden Herzen setzte sie sich auf die Couch und versuchte die Nerven zu bewahren.
Josh's Mutter schluchzte. ,,Er ist.....", begann sie mit zitternder Stimme. ,,Er ist Heute Nacht im Krankenhaus gestorben!"
Erin bemerkte, dass ihr plötzlich ganz schwindelig wurde und dass sie nicht mehr klar denken konnte. Sie konnte und wollte das einfach nicht glauben.
,, Man hat schon vor einiger Zeit Leukämie bei ihm festgestellt! Als er gestern nach Hause kam war er so schwach, dass er nach hause musste."
Erin konnte die Tränen nicht mehr unterdrücken. ,,Aber ich wollte ihm doch noch soviel sagen", schluchzte sie und rannte dann einfach los. Als sie gerade die Tür erreicht hatte hielt Josh's Mutter sie auf. ,,Das habe ich in seinem Zimmer gefunden!", sagte sie und drückte ihr einen Umschlag, auf dem ihr Name Stand, in die Hand.
,,Er würde nicht wollen, dass es dir schlecht geht!"

Als Erin wieder zu Hause war versuchte sie einen klaren Gedanken zu fassen, doch es herrschte nur eine endlose Leere in ihrem Kopf. Sie sah immer wieder Josh's Gesicht und wie er sie fragte, was wäre wenn einer von ihnen sterben würde.
Den Brief hielt sie noch immer fest in ihrer Hand und sie musste sich echt überwinden ihn zu öffnen. Heiße Tränen liefen ihr übers Gesicht und ließen es glühen.
Vorsichtig öffnete sie den Umschlag und holte einen beschriebenen Zettel hervor. Sie sah sofort, dass er von Josh war. Mit zitternden Händen faltete sie das Papier auseinander.
,,Liebe Erin!", stand in ihm. ,, Was wäre, wenn einer von uns sterben würde? Sollte der andere dann auch sterben, damit der andere nicht so einsam ist? Oder sollte er gerade deshalb leben?"
Erin ließ den Brief fallen. Erst jetzt wurde ihr klar, dass sie Josh von ganzen Herzen liebte und das von nun an der wichtigste Teil ihres Lebens fehlen würde. Sie wollte und konnte so einfach nicht weiterleben. Sie wollte wieder bei ihm sein und ihn alles sagen, was noch auf ihrem Herzen lag.
,,Die Sehnsucht wird uns wieder zusammen bringen!", flüsterte sie und wühlte in den Schubladen. Sie fand das schärfste Messer und legte die Schneide des Messers auf ihr Handgelenk. ,,Ich werde gleich wieder bei dir sein!", flüsterte sie und ließ dann das Messer mit einem Ruck hinab gleiten. Sie merkte wie langsam das Leben aus ihr schwand. Nach einigen Minuten fiel sie leblos auf den Boden.
Das Blut tropfte von ihrer Hand direkt auf die Rückseite des Briefes den Josh ihr geschrieben hat. Ganz klein standen dort noch 3 Worte. ,,LEB FÜR MICH!"



1

Kommentare

Soraya schrieb am 2008-04-23 17:51:49:
Echt wundervoll geschrieben, so schön traurig, aber eins versteh ich nicht: ' Als er gestern nach Hause kam war er so schwach, dass er nach hause musste.'
Kann mir das einer erklären?
Melissa schrieb am 2006-07-17 14:06:16:
Ey echt klasse die geschcihte....
ich bin fast am heulen... ..
aber es währe toll wen sie den letztden Satz noch Lesen könnte....
Suza schrieb am 2006-07-04 12:39:37:
Hmm..sehr ergreifend..wirklich gut (=
tina schrieb am 2006-07-03 13:33:38:
wow echt tolle geschichte, ist dir wircklich gut gelungen.
mach weiter so
gruss Tina
Heather schrieb am 2006-07-02 11:42:24:
Danke, freut mich dass euch die geschichte gefällt!!!!!
Ich weiß nicht, eigentlich hatte ich ja vor Erin am Ende nicht sterben zu lassen, aber irgentwie hätte sonst was dramatisches gefehlt.......
sabrina.zenner@yahoo.de schrieb am 2006-07-01 22:02:40:
Hi! Ich finde deine Geschichte echt voll super! Sie geht wirklich unter die Haut und dein Schreibstil ist auch klasse!
Respekt! =)
lg, Sabrina.
christoph schlüter schrieb am 2006-07-01 17:30:12:
Düstere Romantik - ich steh einfach drauf. Gekonnt erzählt, wenn auch etwas vorhersehbar. Trotzdem gute Arbeit.
Gruß, Chris.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.