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Kategorien > Drama > Zum Nachdenken

Was zum Teufel ist ein Gnupf

von Shakti1420

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Also erstmal zur Vorwarnung das war nen beitrag zu nem Zeitungswetbewerb, daswegen auch der eigentümliche name. Ne überarbeitung is in arbeit.

Draußen war wieder das typische Mistwetter. Wie schon seit 2 Tagen, gab es auch heute wieder schwere Schneestürme. Missmutig setzte ich einen Schritt vor den anderen und der Schnee gab knirschend dem Widerstand meiner Stiefel nach. Der eisige Wind pfiff mir trotz der tief gezogenen Kapuze des Wintermantels in mein fein geschnittenes Gesicht und spielte mit meinen schwarzen Haaren. In der Ferne sah ich nun schon mein Haus auftauchen und ich schöpfte wieder neue Kraft. Auch wenn mir unheimlich kalt war, würde ich die letzten 300 Meter zum Haus auch noch schaffen.
Wie zum Hohn, kam genau jetzt eine neuerliche Windböe auf mich zu und zwang mich dazu, meinen Mantel noch dichter um mich zu schlingen. Zu Hause würde ich dann erst einmal einen schönen heißen Tee trinken.
Schon aus einiger Entfernung konnte ich sehen, dass meine Mutter nicht zu Hause war, denn ihr Auto stand nicht in der Einfahrt und es waren auch keine Spuren vorhanden, die darauf hinwiesen, dass sie es in die Garage gestellt hätte.
Während ich die vereisten Granitstufen erklomm, durchwühlte ich bereits meine rechte Hosentasche, um den Haustürschlüssel ausfindig zu machen. Ich fand ihn und schob ihn ins Schloss, nach zwei Umdrehungen lies sich die Tür öffnen und ein Schwall warmer Luft umfing mich.
Ich zog meine Stiefel aus, hängte den Mantel auf und verließ den Flur, um in die Küche zu gelangen. Ich schaltete den Wasserkocher an, da ich mir einen Tee zubereiten wollte. Mitten in der Bewegung erstarrte ich, ein Brief lag auf meinem Platz am Esstisch. Sollte dies etwa ein Brief von Gnupf sein? Sofort stahl sich ein Leuchten in meine Augen und alle Unannehmlichkeiten waren vergessen. Der Brief musste einfach von Gnupf sein, denn wer sonst würde sich die Mühe machen, mir einen Brief zu schreiben?
Ich ging einen Schritt auf den Brief zu, um einen Blick auf den Absender werfen zu können.
Und oben in der linken Ecke stand tatsächlich nur ein Wort: „Gnupf“ in der schönen geschwungenen Schrift, die ihm zu Eigen war.
Daneben entdeckte ich nun noch einen anderen Zettel:

„Hi Chantal,
du musst dich das Wochenende noch mal kümmern, ich übernachte gleich bei Kurt. Bei diesem Schneegestöber habe ich keine Lust, unbedingt mehr Zeit als nötig draußen zu verbringen. Wenn etwas passieren sollte, die Nummer von Kurt liegt neben dem Telefon.
Also, mach dir noch ein schönes Wochenende
Gruß Mom“

Das fing doch gut an, einen so guten Freitag hatte ich schon lange nicht mehr gehabt. Mom war nicht da und ich hatte wieder einmal einen Brief von Gnupf bekommen.
Jetzt nur noch schnell den Tee aufsetzten und der Start in das Wochenende konnte beginnen.
Langsam fragte ich mich, ob der Wasserkocher schon immer so langsam gekocht hatte, jedenfalls erschien mir die Zeit endlos. Inzwischen hatte ich schon die Tasse bereitgestellt und den Beutel hineingehängt. Endlich wurde das Blubbern immer lauter und das Schnappen des Schalters ließ einen Stein von meinem Herzen poltern.
Jetzt noch sechs Minuten ziehen lassen. Eine unendlich lange Zeit! Ich beschloss, dass vier Minuten auch reichen mussten.
Wie jedes Mal, während der Tee zog, ließ ich meinen Blick wieder aus dem Fenster hinaus in den Garten schweifen. Mein Gefühl sagte mir, dass die vier Minuten jetzt um sein mussten und ich zog den Teebeutel aus der Tasse. Ich nahm selbige und setzte mich mit ihr an den Tisch.
Vorsichtig öffnete ich den Brief und bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte, denn Tränen hatten ihre Spuren auf dem Briefpapier hinterlassen.
Ich begann zu lesen:



"Liebe Chantal.
Wenn du das liest, bin ich bereits tot, denn ich komme mit meinen Problemen einfach nicht mehr klar. Ich hatte gestern noch mal einen üblen Streit mit meinem Vater, das hat mir jetzt endgültig den Rest gegeben.
Tut mir leid, dass ich dir das antue, aber du bist die einzige Person, die ich damit verletze. Zu viele andere sehnen sich schon zu lange meinen Tot herbei. Allen voran mein Vater, der macht sich drei Kreuze in den Kalender wenn er erfährt, dass ich tot bin, und da er heute Geburtstag hat, werde ich ihm diesen Gefallen tun. Zulange schon trug ich die Maske des Lächelnden. Denn ich habe gelernt, Schmerzen zu ertragen und zu Lachen, obwohl mir nach Weinen zumute war. Ich habe so getan, als ob es mir gut gehen würde damit es euch gut geht!
Ich habe mich oft gefragt, wer mich vermissen würde, wenn ich jetzt gehen würde und nie war da jemand, außer dir.
Bitte verzeih mir, dass ich dich da mit hineingezogen hab, du hast Besseres verdient, aber nicht mich. Immer kam ich mit meinen Problemen zu dir gerannt, da es nie jemanden anderen gab, der sie verstand. Aber ich konnte dir nie bei etwas helfen - immer dann, wenn du mich brauchtest, ging es mir selber zu schlecht, um dir zu helfen. Du sagtest immer, es sei OK, doch ich will dir nicht länger zur Last fallen.
Ich will den allen da draußen zeigen, was sie mir angetan haben!
Es kann mir keiner sagen, dass er nichts bemerkt hätte. Dass es meinen Vater nicht interessiert hat, sehe ich ein, aber Freunde, Lehrer und Verwandte - außer dir hat nie jemand bemerkt, wie es wirklich in mir aussah.
Auch diesen Leuten werde ich noch einen Abschiedsbrief schreiben, aber du weißt ja alles.
Auf jeden Fall möchte ich diese letzte Chance ergreifen, um dir noch einmal meinen Dank auszusprechen, denn du warst immer für mich da, wenn ich jemanden an meiner Seite gebraucht habe. Du gabst mir die Wärme, die ich in meiner Familie nie erfahren habe.
Du wirst in den nächsten Tagen noch Post bekommen, denn ich habe meinen Besitz an dich vererbt. Schließlich bist du der Mensch, der mir am meisten bedeutet.
Und lieber verbrenne ich meinen ganzen Besitz, bevor mein Vater auch nur einen einzigen Cent bekommt.
Jeder muss einmal sterben und ich habe einfach den Schnellzug in den Tod genommen, vorbei an allen, die uns unser Glück nicht gönnen wollten. Das ist die letzte Fahrt in einem Zug und ich hoffe, dass du es nicht für angebracht hältst mich auf der letzten Reise zu begleiten, denn ich würde es mir nie verzeihen.
Jedoch sehe ich nur noch die Möglichkeit, mich von meiner Persönlichkeit zu trennen und so zu sein wie alle, doch bevor es soweit kommt, gehe ich für immer. Du weißt, ich war schon immer anders als die Anderen, doch ich passe nicht in das System und sie lassen mir keinen Platz zum Leben.
Du kennst meine Probleme besser als jede andere und deswegen glaube ich, dass du meine Entscheidung verstehen wirst.
Ich habe dich immer geliebt, ich liebe dich jetzt noch und ich werde dich bis in alle Ewigkeit lieben...
In Liebe
Gnupf"

Wie konnte er mir das antun? Mich einfach hier allein lassen? Er wusste doch genauso gut wie ich, dass wir einander brauchten. Ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten und in mir zerbrach etwas.
Ich konnte das einfach

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Kommentare

Dr.Soltberg schrieb am 2007-04-28 22:22:08:
Hallo, Shakti.
Das mit den Emails funzt nich, oder? Naja egal.
Nun zu deinem Werk.
Es durchzieht mich eine gewisse Unruhe, welch Verbesserung du erreicht hast im Vergleich zu deiner ersten hier veröffentlichten Geschichte.
Natürlich ist diese Geschichte nicht perfekt, dann wären unsere Bemühungen allerseits vergeblich und doch ist diese Geschichte ein Monument.
Und du hast das geschafft, was ich immer wollte.
Viel und konstruktive Kritik.^^

Nun gibt es einen Punkt, der mir Gänsehaut bereitete.
Die Maske des Lächelnden.
Jenes bildhauerische, angsteinflößende Instrument steckt in uns beiden, oder nicht?
Wie kann es sein, dass du sie erwähnst, wo es uns Verlorenen Seelen auferlegt ist, sie zu tragen.
Der einzige Schluß ist, dass deine Emotionen mit den meinen übereinstimmen und das du wahrhaft großartige Geschichten schriebst.
Nur die Widmung verwunderte mich.
Wo es normalerwiese niemanden gibt, der mir etwas bedeuten würde...

Hochachtungsvoll (Und das klingt gar nicht doof)

Dr.Soltberg
Shakti1420 schrieb am 2007-03-25 14:58:32:
So thx für das Lob, also ich hab gute nachrichten für euch, da ich den zugfahrplan zu spät gelesen habe lebe ich jetzt noch und werde das auch noch eine weile tuen, in den nächsten Tagen erwartet euch eine weitere geschichte die hoffentlich noch etwas besser wird, leider ist sie auch wieder etwas sehr traurig
black rose schrieb am 2007-02-25 13:58:29:
hab auch am Wettbewerb teilgenommen aber gegen die Konkurrenz weiß ich ne, ob ich ne reele chance hab. Klasse storry!
Isaak schrieb am 2007-02-22 15:38:36:
Du hast echt einen schönen Schreibstil, der mit einer gigantischen Kraft meinen Neid zu erwecken weiß! Ich könnte nie auf so viele Details achten - die halte ich oft einfach für unnötig.
Aber seltsam erschien mir, dass deine Hauptperson erst einmal einen Tee machen muss, bevor sie den Brief öffnet. Ich hätte ihn sofort zerrissen!!!

Floleinchen@gmx.de schrieb am 2007-02-14 00:12:12:
die geschichte ist hammer, wirklich och man, blieb hier, schon allein darfst du das wegen deinen süßen schwestern nicht tun
:( du tust ihnen und dir nur weh
du bist ein großartiger schriftsteller, der bestimmt beste bruder der welt und ein einfach nur toller typ
Floleinchen@gmx.de schrieb am 2007-02-14 00:06:32:
ich hab noch nie sowas gutes gelesen, du bist ein so guter schriftseteller und ein verdammt guter bruder, kann ich mir vorstellen, du bist so ein toller typ, du hast es nicht verdient und ich kann dir nur sagen, tus nicht, schon allein wegen deinen süßen schwestern und bittttteeeeeeee....
du tust niemandem einen gefallen :(
du weißt was ich mein
Büdde
das kleine floleinchen hat gesprochen
ich hab dich gern
Etro schrieb am 2007-02-11 15:16:23:
also ich find die story übelst genial, weil sie einen tief im inneren trift... mich hatte die so inspiriert, das ich ein gedicht dazu geschrieben hab! das heißt Tod und is auch hier auf der seite dabei!
kevin schrieb am 2007-02-11 02:03:15:
Hi die geschichte ist echt gut geschrieben und die widmung ist gefühlsvoll
Shakti1420 schrieb am 2007-02-09 21:45:00:
is ja auch mal net schlecht, macht sich erst die Mühe sone storry zu schreiben und dann vergessen die einzusenden ^^
schlimm, schlimm, schlimm ^^
thx für all das viele Lob, aber hab ich nich auch irgendwas, bis auf dir rechtschreibung, falschgemacht?
melly_micky@web.de schrieb am 2007-02-07 14:30:40:
Super!!!
Einfach klasse Geschichte , hab lange nit mehr sowas gutes gelesen!
Weiter so!
hochachtungsvoll*g* Melly
Katarina schrieb am 2007-02-05 16:27:04:
hm die geschichte haste derbe gut geschrieben hast die sicht von dem mädchen sehr gutgetroffen
hab dich lieb ma bruder =))))))) *knuddel* hast die widmung nice geschrieben hdsmdl =)
rommee schrieb am 2007-02-03 13:23:12:
ahh.. ich hab auch eine gnupf geschichte geschrieben.. aber leider verpasst sie einzusenden... ich find das aber cool das es noch leute gibt die das auch gemacht haben.. *daumen hoch*

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