Weine nicht!
von
Seth
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Die Welt brannte. Die Welt schrie. Die Welt donnerte. Und die Welt wollte nicht aufhören zu brennen, zu schreien zu donnern. Seit Tagen war das schon so und Rhea verstand das nicht, denn sie war erst drei Jahre alt. vor eineigen Tagen waren die Fremden Männer gekommen in schweren glänzenden Rüstungen. einer von ihnen war in die Stadt gekommen und hatte mit Rheas Vater gesprochen. Danach war alles drunter und drüber gegangen: Die Männer aus der Stadt waren in Aufregung gewesen und waren herumgerannt, hatten Rüstungen angezogen und Dinge, die Rhea nicht kannte durch die Gegend getragen.
Dann hatte es begonnen. Manche der Dinge, die Rhea nicht kannte hatten Feuer gespuckt. Rhea hatte sich erschreckt. Die Fremden Männer hatten auch Dinge und hatten zurückgespuckt.
Seitdem brannte die Welt. Und schrie. Und donnerte. Seit Tagen war das schon so und Rhea verstand das nicht.
Niemand achtete auf Rhea. Sie krabbelte auf die Straße. Da lag ihr Vater und etwas rotes sickerte aus seinem Mund auf den Boden. Rhea wusste, dass das traurig war, aber sie wusste nicht warum. sie krabbelte zu ihrem Vater hin und piekte ihn in die Seite. Das hatte sie jeden Morgen getan, bevor die Welt begonnen hatte zu brennen, zu schreien und zu donnern. Gleich würde ihr Vater die Augen aufschlagen und lachen. Und dann würde er sagen: "Na, meine kleine, Du bist ja schon wieder wach! Was willst Du heute von mir?" und sie würde sagen: "Früstück!" So lief das jeden Morgen. so musste es auch jetzt laufen, obwohl Rhea kein Frühstück wollte.
Aber ihr Vater blieb liegen. Er lies die Augen geschlossen und das rote Etwas sickerte weiter aus seinem Mund.
Rhea begann zu weinen, aber niemand beachtete sie.
viele Stunden vergingen und schliesslich hatte Rhea keine Kraft mehr zu weinen. Ihr Vater lag immer noch da.
Auf einmal sh Rhea ein Licht am Himmel und die Welt hörte auf zu donnern, hörte auf zu schreien, hörte auf zu brennen und wurde in absolute Dunkelheit getaucht.
Rhea war allein mit ihrem Vater und dem Lichtstrahl aus dem Himmel. Vielleich kam der Lichtstrahl auch aus der erde und ging in den Himmel - so genau wusste Rhea das nicht.
Auf dem Lichtstrahl kam eine Gestalt auf Rhea zu. Eine Frau. sie war wunderschön und trug ein weites, weißes Kleid. sie nahm Rhea in den Arm und sagte: "weine nicht, kleine Rhea, weine nicht!" Und sofort war Rheas Traurigkeit verschwunden. Rhea war nicht fröhlich, aber sie war nun auch nicht mehr traurig.
"So ist es gut", sagte die Gestalt.
Dann fing die Welt wieder zu brennen und zu schreien und zu donnern an, aber das war Rhea egal. Rhea saß auf der Straße neben ihrem Vater und starrte vor sich hin.
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Kommentare
Seth schrieb am 2006-10-18 11:54:15:
Es ist kein Engel..nicht in dem Sinne: Sie hat den verstand verloren und ich hab's nur anders ausgedrückt.
Fluxy schrieb am 2006-10-17 17:48:53:
Also den Anfang fand ich sehr gut: Das Ganze aus der Sicht des Kindes darzustellen hast du wirklich super geschafft! (Auch wenn Kinder mit 3 Jahren eigentlich schon gehen können und wissen, was Blut ist... Hättest ein Jahr nehmen sollen). Und Waffen wird ein Kind wohl kaum als "Feuer spuckend" bezeichnen, sondern einfach als "laut donnernd" oder so... Umso gelungener fand ich das mit dem Vater: Also die Stelle, wo sie denkt, dass er gleich aufsteht hat mich echt berührt. Super!!
Naja aber den Schluss fand ich schon etwas enttäuschend (ist aber schon zum Teil Geschmackssache)
Ich hätte mir einfach gewünscht, dass da ein Mensch kommt und sie tröstet oder vielleicht dass die Menschen aufhören zu schießen, weil sie sie weinen sehen - wäre auch schön... Aber ein Engel? Etwas Übernatürliches passt einfach nicht in so eine ernste Geschichte, finde ich, aber wie gesagt... Geschmackssache.
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