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Kategorien > Fantasy > Horror

Were/Biest

von Seth

1

Er schritt die Straße entlang, eine Zigarre im Mund. der Boden war uneben und in den Pfützen spiegelten sich die Silhouetten der umstehenden Häuser. Es hatte seit Tagen nicht mehr aufgehört zu regnen.
Er blieb vor dem Haus stehen, das sie ihm genannt hatte und sah es sich an:
groß, sechs Stockwerke und hässlich. So lebte hier der Großteil der Bevölkerung.
Er trat ein. Es war nicht abgeschlossen und er konnte auch nirgendwo einen Klingelzug entdecken, also ging er einfach in den dritten Stock, wo ihre Wohnung lag.
Vor ihrer Tür blieb er stehen und vergewisserte sich noch einmal, dass er hier richtig war. Dann bekreuzigte er sich und trat ein. drinnen war es warm und die gesamte Wohnung, die aus nur einem Zimmer und einem Bad bestand war in warmen Orange-Tönen gestrichen. Die Wohnung war viel schöner und wärmer, als man das von aussen erwartet hätte. Er hing seinen Mantel auf und sah sich um.
Da stand sie, in einem dunkelbraunen oder bordeauxroten Kleid (so genau konnte er das bei dem Kerzenlicht nicht sehen), und sah ihn an. ganz leich neigte sich ihr Kopf in Richtung des großen Bettes, das in einer Ecke des Raumes stand.
Er nickte und bekreuzigte sich noch einmal.
langsam kam sie auf ihn zu und hauchte ihm einen kuss auf die Wange. Dann zog sie ihn an seiner Krawatte auf das Bett zu und drückte ihn darauf, sodass er jetzt auf der Kante saß und sie einen Schritt von ihm entfernt im Raum stand.
Sie drehte sich von ihm weg um nach dem Naschwerk zu greifen, das auf einem nahen Beistelltisch stand. Dabei rutschte ein Träger ihres Kleides an ihrer Schulter herab.
Sie drehte sich wieder um , ohne den Träger zurechtzurücken, mit einem Keks im Mund und einem wollüstigen Ausdruck in den Augen.
Sie streifte nun auch den zweiten träger ab und lies das Kleid zu Boden fallen.
darunter war sie nackt.
Er hatte sich die ganze Zeit über nicht rühren können, hatte nur dagesessen und zugesehen. Jetzt sah er sie, die wundervollen Rundungen ihres Körpers und bemerkte, wie sein Blut sich erhitzte.
Dann bemerkte er noch etwas: Seine Haare wuchsen. Er stand auf, aus Schreck. Er wusste, was jetzt kommen würde und er hasste es.
Sein Körper wuchs und wuchs und krümmte such immer mehr zusammen. Seine Hände berührten nun den Boden und dennoch war er jetzt mahr als zwei Meter groß. Seine Oberarme waren nun so dick, wie der Brustkorb eines normalen Mannes. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen und wurden ganz weiß. Von da an bestand seine Welt nur noch aus Gerüchen und Geräuschen, denn diese Augen waren jetzt blind. Er spürte, wie seine Haut Dicker wurde, wie seine Haare weiterwuchsen und wie seine Finger zu Krallen wurden. Sein Kiefer und Seine Lungen weiteten sich und er schrie zwischen den Reisszähnen einen markerschütternden Schrei aus.
"Mein Gott, bist Du wild", sagte sie neckisch.
Es war das letzte, was sie je sagte. Er griff mit seiner Hand um ihren Oberkörper und packte zu. Knochen brachen und er stürtzte sich auf sie und biss zu.

Er ging allein in der kalten Nacht, nackt unter dem Mantel, denn seine Kleider waren zerrissen.
'Warum kann ich nicht normal sein?', dachte er sich. 'Warum bin ich so anders?'
Seine Tränen mischten sich in den Regen.

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Kommentare

Josefine de Castellane schrieb am 2006-10-13 20:54:00:
*gebannt* Da hast du dir aber was einfallen lassen! =) Find ich nicht schlecht. Kurz und gut!" =)
Gefällt mir!Weiter so!
Lexa schrieb am 2006-10-13 16:13:23:
Schönen Gruß an das Tier im Manne. Gut geschrieben, hat was... LG Lexa

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