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Kategorien > Fabeln & Märchen > Zwischenmenschliches

Wie das böse Wort zum Herzen fand

von Ödön von Lynx

Ein unbedachtes Wort entrutschte einer Zunge und fand den Weg ins falsche Ohr.
Es rutschte weiter und gelangte ins Herz. Im Herzen jedoch war kein Platz
für das Wort. Man stiess es empört hinaus. Das Wort ärgerte sich und wurde
böse. Es machte sich auf dem Weg hinaus. Seine Wanderung führte zur Zunge.
Diese schickte es weiter zum Mund, der dem wort wiederum ein anderes Ohr empfahl.
Dort angelangt, wies ihm das Ohr den Weg zum Herzen. Das Herz hatte noch ein Plätzchen frei und so machte sich das Böse Wort im Stübchen des Herzens bequem.
Mit der Zeit wollten die Mitbewohner nicht mehr mit dem Bösen Wort zusammenleben
denn es machte ihnen das Leben schwer. Das Herz jedoch hatte das Wort liebgewonnen
und so mussten die Liebe, Dankbarkeit und die Freude ausziehen. Das Wort hatte
nun den ganzen Raum für sich. Doch die Einsamkeit machte dem bösen Wort schwer zu schaffen. Als der Hass, die Zwietracht und die Lüge auf Wanderschaft auch am
Herzen des bösen Wortes vorbeikamen, lud das Wort die Gäste zum verweilen an.
Es gefiel ihnen sehr deswegen blieben sie. Die Zwietracht holte sogar ihre Kinder
Neid und Eifersucht herbei. Nicht lange darauf heiratete das Böse Wort die Lüge und
sie gebar ihm ein Kind. Die Hinterlist. Auch Zwietracht erwartete ein weiteres Kind.
Sie nannte es böse Tat. Als Böse Tat älter wurde freundete sie sich mit der Hand und der Hinterlist an.
Hinterlist wiederum hatte den Verstand zum Freund.
Als die Lüge nun berichtete, dass die andere Zunge, die das unbedachte Wort fallen gelassen hatte, sich über das Herz lustig gemacht hätte, wurden alle sehr empört.
Böses Wort, Lüge, Hass, Zwietracht und auch ihre Kinder berieten sich.
Man war sich einig der Zunge und seinen Freunden eine Lektion zu verpassen.
Böses Wort erklärte sich bereit seinen Freund, der ebenfalls eine Zunge war,
um einen Gefallen zu bitten , Lüge sollte ihn dabei unterstützen.
Hinterlist bat den Verstand um Hilfe und die Böse Tat rief ihre Freundin, die Hand, zur Hilfe. Hass, Zwietracht, Neid und Eifersucht sollten die anderen mit Verpflegung, Informationen und Seelsorge in diesem Kampf unterstützen.
Nun konnte es beginnen.


Kommentare

susebay@yahoo.de schrieb:
Hallo Ödön,
starke Story, stimmt nachdenklich. Sollte eigentlich jeder mal gelesen haben! Poersel
KleinesKuecken87@aol.com schrieb:
hi!

stimme meinem "vorschreiber" zu;es stimmt wirklich nachdenklich und ist gut zu lesen.vor allem der anfang hat mich zum weiterlesen gebracht (was wohl auch so sein sollte),aber ich wollte es einfach nochmal betonen.
auch rechtschreibfehler habe ich keine finden können,aber einmal ("Sie nannte es böse Tat") hast du böse kleine geschrieben anstatt groß,aber das ist nicht wirklich relevant - mach weiter so!!

Grüßchen, Wölfchen
syrinx.pan@gmail.de schrieb:
thx...
freut mich dass es euch gefällt.
@Wölfchen: Danke für den Hinweis.
Habe eben gemerkt dass noch paar Gross/Klein Fehler gibt :).

Gruss Ödön v.L.
nixda@GMX.de schrieb:
ich find´s voll beschränk wie ihr das gemacht habt. ich bräuchte mehr geschichten über sklavenhandel in afrika!!!
caos-girl@hotmail.de schrieb:
Die Geschichte ist lesenswert und stimmt nachdenklich.
großes@lob.de schrieb:
Intressante Aussage und insgesamt gute Geschichte.(die Rechtschreibfehler sind nicht schlimm.)
ontheblob2222@yahoo.ie schrieb:
Hallo Oedoen,

eine sehr interessanten Geschichte. Die Idee ist genial und deine Art zu schreiben ist fesselnd.
Ich wuerde nur zu gerne wissen, was das fuer ein boeses Wort war *gruebel?

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