Wie die Geheimnisse auf die Welt kamen, das Meer s
von
Anariel, die Nomadin
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Es ist schon lange, lange her. Nicht mal die Urururgroßeltern eurer Urururgroßeltern hätten sich noch daran erinnern können. So lange ist dies nun her.
Und zu dieser Zeit, da lebten die Menschen glücklich. Keiner kannte Neid oder Wut. Es gab keine Tränen und keine Trauer. Und damals waren auch noch alle Meere süß und klar.
Und so musste niemand Durst leiden.
Es begab sich, das sich zu dieser Zeit zwei junge Göttinnen anfreundeten und schließlich so gute Freundinnen wurden, das sie alles zusammen taten und auch alles teilten.
Wanderia, die Göttin der Winde. Ihr Vater war “Himmel” und ihre Mutter war “Nacht”.
Und Ozeania, die Göttin der Meere. Deren Mutter war “Erde” und ihr Vater war “Fels”
Die zwei hatten sich sehr, sehr gerne und taten viele dinge.
So erschufen sie auch zusammen Wolken und Wanderia blies diese über das Land, damit es dort regnen konnte.
Und so blühte alles und gedieh, außer natürlich in den Gegenden wo “Frost” zu Hause war. Denn dort war es zu kalt für Pflanzen und das Wolkenwasser wurde zu Schnee.
Wanderia und Ozeania mochten Frost. Hatte er doch so schöne Spiele auf Lager. Nur Ozeania begann in seiner Nähe langsam zu erstarren und konnte so niemals lange bei ihm bleiben.
Wanderia erging es da besser. Sie jagte die Schneeflocken herum und wirbelte sie durcheinander.
Die beiden Göttinnen gingen auch oft am Strand spazieren und die Menschen erkannten sie und freuten sich stets sie zu sehen. Sie brachten ihnen auch oft Geschenke und alles teilten Wanderia und Ozeania.
Bei den Menschen lebte ein junger Mann, namens “Freigeist. Der war einerseits sehr tiefsinnig und stellte viele Fragen, wie z.B.: “Warum ist der Himmel blau und die Nacht schwarz, warum scheinen Sonne und Mond? Warum ist Wasser nass und warum ist alles so wie es ist?”
Seine Eltern konnten ihm diese Fragen nicht beantworten und jeder wusste doch, dass der Himmel blau war, weil “Himmel” diese Farbe so liebte.
Andererseits hing dieser junge Mann auch sehr gerne seinen Träumen nach und baute Luftschlösser. Er hatte auch viele gute Ideen. Die er aber selten in die Tat umsetze, aber er begeisterte seine Freunde “Tatkraft” , ”Logik” und “Talent” für seine Ideen und diese setzten sie um und machten so das Leben der Menschen noch leichter.
Eines Tages begab es sich aber, das “Himmel” und “Nacht” auf der Welt feiern wollten, aber die Wolken die Ozeania und Wanderia erschaffen hatten hingen noch am Himmel. Die beiden hatten sie dort hängen lassen, wie “Erde” schon nass genug war.
Und so hingen sie nun am Himmel. Doch “Himmel” und “Nacht” wollten zusammen ein Nordlicht über den Himmel tanzen lassen, zur Feier des Tages und nun waren die Wolken im Weg und versperrten die Sicht.
So also riefen sie ihre Tochter Wanderia zu sich und baten sie, die Wolken zu “Frost” zu blasen, denn dieser hätte bereits schon nach Schnee gefragt.
Wanderia tat dies sehr gerne, und da Ozeania in “Frosts” Umgebung immer sehr schnell erstarrte, blieb diese zu Hause. Sie gönnte Wanderia das wilde Spiel mit “Frost” und ging an diesem Abend alleine am Strand spazieren.
Und dort traf sie auf “Freigeist“, der wieder in tiefsinnige Gedanken versunken war. Freundlich begrüßte er die Göttin und beide unterhielten sich eine Zeit.
Schließlich stellte “Freigeist” auch ihr seine Fragen, denn vielleicht könnte ja die Göttin ein gute Antwort haben.
Ozeania meinte: “Ich weiß nicht warum alles so ist, wie es ist. Aber Wasser ist nass, damit man es trinken kann. Und damit es sich von den anderen Elementen unterscheidet und einen Gegenpol zum Feuer bildet, damit alles im Gleichgewicht bleibt.”
Diese Antwort beeindruckte “Freigeist” sehr und nun hatte er neues, um darüber nach zu denken. Die Göttin gefiel ihm auch immer besser und auch Ozeania gefiel der junge Mann sehr. Seine Tiefsinnigkeit erinnerte sie an die Tiefen in ihrem Meer. Und so unterhielten sich die beiden bis weit in die Nacht.
Am Tag darauf war Wanderia von Frost zurück und alles ging einher wie immer. Und doch war etwas verändert, denn Ozeania hatte Wanderia nichts von Freigeist erzählt. Und so kam das erste Geheimnis auf die Welt.
Wieder einige Zeit später bat “Erde” ihre Tochter um etwas. Ozeania sollte einige sehr schöne Edelsteine für “Erde” runden und glatt polieren. Außerdem eine Unterwasserhöhle aushöhlen, damit “Erde” einen Platz für die dinge hätte, die sie gerne behalten würde.
Ozeania polierte für ihr Leben gerne Dinge und das Aushöhlen der Höhle würde ihr vielen neuen und bunten Sand bescheren.
Wanderia wiederum fühlte sich unter Wasser nicht wohl und blieb daher alleine zurück. Sie gönnte ihrer Freundin das Spiel unter den Wellen und mit den Edelsteinen.
Und so ging diesmal Wanderia alleine am Strand spazieren und traf dort auf “Freigeist“, der eine seiner Ideen ausbrütete.
Er grüßte die Göttin freundlich und da Wanderia nichts besseres zu tun hatte unterhielt sie sich ein wenig mit ihm.
“Freigeist” erzählte ihr von seinen Ideen und Träume, das wiederum gefiel Wanderia sehr gut. Erinnerte sie dieses doch an die wilde Freiheit ihrer Winde.
Schließlich stellte “Freigeist” auch Wanderia seine Fragen, denn vielleicht wusste diese ja andere Antworten.
Wanderia meinte: “Ich weiß nicht, warum alles so ist, wie es ist. Aber der Himmel ist blau, weil mein Vater einen blauen Umhang trägt. Die Sonne scheint, weil ohne Licht nichts wachsen kann. Die nacht ist schwarz, weil meine Mutter einen schwarzen Umhang trägt, um sich von meinem Vater zu unterscheiden und um das Licht der Sonne eine Zeit abzudecken, denn sonst würde alles verbrennen. Und der Mond und Sterne scheinen, damit auch die nacht nicht ganz ohne Licht ist.”
Auch diese Antworten gefielen “Freigeist” sehr und diese Göttin ebenso. Auch Wanderia fand immer mehr Gefallen an dem jungen Mann.
Tags darauf war Ozeania wieder aus den Tiefen aufgetaucht und alles ging einher wie immer. Aber auch dieses mal hatte sich etwas verändert, denn auch Wanderia erzählte ihrer Freundin nichts von “Freigeist”. Und so kam das zweite Geheimnis auf die Welt.
Wann immer nun eine der beiden Freundinnen etwas alleine erledigen musste, ging die andere am Strand entlang und suchte nach “Freigeist”. Wenn sie ihn dann gefunden hatten, unterhielten sie sich lange mit ihm. Die Vertrautheit zwischen “Freigeist” und Ozeania auf der einen sowie Wanderia auf der anderen Seite wuchs immer mehr. Doch “Freigeist” erzählte ihnen nichts von der anderen.
Und so kam das dritte Geheimnis auf die Welt.
Nun kam es aber so, das Ozeania einmal früher fertig war. Und so nahm sie Delfingestalt an, da diese am schnellsten war, und suchte den Strand nach Wanderia ab.
Als sie die Freundin endlich fand wollte sie schon vergnügt aus dem Wasser springen, als sie sah, das Wanderia nicht alleine war. “Freigeist” war bei ihr und küsste sie gerade!
Erschrocken, verwirrt und zu tiefst verletzt nahm Ozeania ihre Wassergestalt an und floh in die Tiefe.
Dort versteckte sie sich drei Tage lang und
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Kommentare
Kai schrieb am 2010-06-11 00:40:58:
Super Geschichte!
Habe sie eben gerade vorgelesen...
Danke dafür!!!
Anariel schrieb am 2007-08-10 03:30:09:
Oha, jetzt erst gesehen...
Lieber Alucard,
es freut mich, das dich mein kleines Märchen so sehr begeistern konnte.
Manches Mal spiel ich gerne Märchentante und ersinne solche kleine Gute Nacht Story´s.
Arbeite derzeit auch an einer Sammlung verschiedenster Kurzgeschichten und Märchen.
Mit liebevollem Gruße
Anariel
Alucard schrieb am 2007-06-17 19:30:23:
Ich bin begeistert. eine wudner wuendreschöne geshcichte, die ... ach, mir fehlen die worte, so begeister bin ich, kein wort könnte beschreiben was ich nun empfinde nach dem lesen deiner geschichte.
Hochachtungsvoll Raphael
Anariel schrieb am 2006-08-15 22:12:55:
Oh, vielen Dank.
Fühle mich geehrt.
Freu mich, das endlich jemand mein Märchen kommentiert hat.
Mit liebem Gruße
Anariel
klein-ayun@web.de schrieb am 2006-08-14 20:23:25:
Hallo!^^
Wirklich tolle Geschichte! Werd sie bei meinem nächstenn Literatur-Abend vorschlagen;)...mehr hab ich eigentlich auch schon nicht mehr dazu zu sagen=)
liebe Grüße, klein-ayun
Anariel schrieb am 2006-06-22 00:25:44:
Oh, da war wohl dr Titel zu lang.
Nachreiche.
Das Märchen heißt:
"Wie die Geheimnisse auf die Welt kamen, das Meer salzig wurde und warum Flamingos rosa sind"
Mit liebem Gruße
Anariel
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