Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Gedichte > Zum Nachdenken

Wie eine ROSE

von Scent-Of-Eden

1

Als er sie damals fand,
lag sie welk am Straßenrand.
Sie war ihm gleich aufgefallen
auf seiner langen Reise vom Süden
auf der er unzähligen Narren
begegnet war, sowie Unwahrheiten und Lügen.
Ihre blasse Haut glich zartem Alabaster
und ihre Lippen, rosé und zart, einem Rosenblatt.
In seinen Augen einmalig, entfiel sie dem Raster,
eine Art, die er in seinem Beet noch nicht hatt'.
Er nahm sie mit sich auf seiner Reise,
für dieses Geschenk würde er Gott preise'!
Er nährte sie mit Leben und Liebe,
und sie blühte auf in seiner Wiege.
Rotes wallendes Haar, strahlende Haut,
mit verliebten Augen schaute sie zu ihm herauf,
auf ewig dankbar, dass er sie lehrte,
dass im Leben zählen auch innere Werte.
Sie schien den Höhepunkt ihrer Blüte mit jedem Tag
zu übertreffen und es prallte an ihr ab jeder Schlag,
den man ihr aus Neid zu versetzen versuchte.
Sie war zugleich eine Beliebte und eine Verfluchte.
Ihr Herr aber war zu jedem Zeitpunkt für sie da,
dabei war ihr damals der wahre Grund dafür unklar.
Eines Tages kam ein Fremder am Beet vorbei,
er konnte sich entscheiden für keinerlei,
da erblickte er die wunderschöne, reine, rote Rose,
er konnte seiner Gier nicht lange wiederstehen
und er schmeichelte ihr und sie stellte sich in Pose.
Er war unaufhaltsam, da nützte auch kein Flehen,
und mit einem Ruck riss er sie aus dem Garten.
Von den anderen Blumen konnte sie keine Hilfe erwarten,
denn sie waren glücklich über ihren gewaltsamen Raub!
In den fremden Händen des Diebes fühlte sie sich taub,
ihr Strahlen verwehte im ersten Wind wie Staub,
da wurde er sie satt und warf sie zu Boden, zum Laub...
Dort war sie plötzlich eine von Vielen,
trocken, kalt und tot; wie sie niemandem gefielen.
Ihr Herr folgte ihrer schwindenden Duftspur,
doch auf dem Boden fand er trockenes Laub nur.
Sie war auch für ihn eine von Vielen geworden,
ihr Lebensmut ging somit aus und auf Ewig verloren...

© S.O.E

1

Kommentare

Lucie Li schrieb am 2006-11-09 08:11:05:
Ich hatte ne Gänsehaut beim Lesen. Ich muss mich wiederholen, bin total begeistert.
LG Lucie
Lexa schrieb am 2006-09-17 17:58:53:
Wunderschönes Gedicht, mit sehr viel Tiefe. Es rüttelt auf , wieder etwas mehr über die Werte nachzudenken, die, wenn man das Glück hatte, einem vermittelt wurden.LG Lexa

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.