Wie intelligent ist Deutschlands Jugend?
von
Michael Reißig
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Wie intelligent ist Deutschlands Jugend?
Die Auswirkungen auf künftige Generationen -
Eine satirische Geschichte zum Schmunzeln
Der Personalchef stöhnt und runzelt zugleich ungläubig die Stirn: „ Wie finde ich nur den passenden Azubi?“
Missmutig stöbert er die Mappen der Bewerber durch. Doch kaum ein Schulabgänger zu finden der richtig Lesen und Schreiben kann, geschweige denn Kopfrechnen oder eine einfache Formel umstellen.
Die Pisa–Studie hat es knallhart an den Tag gebracht – Deutschlands Jugend ist einfach viel zu dumm.
Früher, ja früher, da war alles noch anders. Als es nicht mal Taschenrechner gab,
da konnten unsere Schüler wenigstens solche Aufgaben wie 13x13 im Kopf rechnen. Dabei müsste es doch im Bundesbildungsministerium eigentlich bald mal klick machen und 13 schlagen. Manche Hauptschulabsolventen sehen jetzt schon ganz schön alt aus, wenn sie Aufgaben wie 2x1 lösen sollen ohne dabei auf den Taschenrechner zu schauen.
Müde und gerädert kommen die Schüler heutzutage in den Unterricht. In der ersten Schulstunde sind die Lehrer meistens unter sich. Sehr oft trudeln die ersten Schüler ab der dritten Unterrichtsstunde so ganz allmählich ein. Viele liegen aber auch noch zu dieser Zeit gemütlich in ihren Federn und dösen unaufgeregt still vor sich hin. Manche machen gleich ganz blau und bleiben dem lästigen Unterricht gleich wochen- oder sogar monatelang fern. Den Verlockungen unserer auf Amüsement ausgerichteten Spaßgesellschaft können unsere Kinder kaum noch widerstehen..
Leidige Hausaufgaben machen ist für viele längst kein Thema mehr. Die heimische Spielekonsole lockt dagegen mit viel Spannung und Action – immer noch besser als diese öden mathematischen Formeln zu büffeln oder langatmige Texte auswendig zu lernen. Auch die Nacht ist längst nicht mehr nur zum Schlafen da. Unsere Kinder liefern da den treffendsten Beweis. Während die Eltern schon fest schlafen oder vielleicht gerade dabei sind ineinander zu verschmelzen und dabei noch lustvoll stöhnen, schleichen unsere Sprösslinge ins Wohnzimmer.
Einige Kinder hocken lauschend vor den Schlafzimmertüren ihrer Eltern und lugen gespannt durchs Schlüsselloch, versuchen mitzubekommen was ihre Eltern im Bett da so alles treiben und amüsieren sich auch noch über die für sie merkwürdigen Geräusche.
Andere machen auf ihre eigensinnige Art die Nacht zum Tag. Sie starren interessiert in die Röhre. Mit einer genialen Aufmerksamkeit – die ihnen in der Schule längst abhanden gekommen war - staunen unsere körperlich so frühreifen Sprösslinge wie sich diese bildschönen Mädchen mit faszinierender Eleganz, Stück für Stück entblättern können – getreu dem Slogan eines privaten Fernsehsenders - „ Mittendrin statt nur dabei“. Parallel dazu, flimmern in anderen privaten Kanälen noch viel schärfere Szenen über die Bildschirme. Schließlich wollen auch zehnjährige Jungen schon wissen, was da in deutschen Schlafzimmern so alles abgeht und welche raffinierte Stellungen überhaupt möglich sind, die sie am liebsten selbst bald mal ausprobieren würden. Früh übt sich, wer später mal ein guter Liebhaber werden will. Viele Eltern haben jetzt schon keine Ahnung wie sie ihre Jüngsten am besten sexuell aufklären sollen. Da bleibt unseren Kindern nur die einzige Alternative, sich das nötige Know how eben mal aus dem Internet herunterzuladen oder die liebe lange Nacht vor der Glotze zu hocken. Wer denkt da – bei so vielerlei knisternder Spannung - schon an nächtlichen Schlaf, geschweige denn an das lästige Lernen am nächsten Schultag!
Doch es gibt auch noch andere vielversprechende Alternativen die Nacht "sinnvoll" zu nutzen.
Viele ziehen mit hochprozentigem Fusel um die Häuser, reissen Mitbewohner grölend aus dem Schlaf und spülen ihren Ärger, den sie mit Eltern oder Lehrern hatten, gierig in sich hinein und spielen anschließend sogar noch Talsperre. Doch auch das sollte längst noch nicht alles gewesen sein. Abgewrackte Typen rekeln sich auf Parkbänken und kiffen was das Zeug hält, um sich so noch besser auf den nächsten Schultag vorbereiten zu können Das da die Schüler am nächsten Morgen – wenn überhaupt -wie eine Bogenlampe in ihren Stühlen hängen versteht sich von selbst. Da wird eben das automatische reflexartige Schließen blinzelnder Augen während der Mathearbeit in Kauf genommen und auch den fälligen Sechser nehmen sie mit einer sturen Gleichgültigkeit billigend in Kauf und grinsen dabei unverhohlen - den ohnehin schon abgestumpften, ausgebrannten Pädagogen - noch spöttisch ins Gesicht. Zu irgendeiner Zeit muss der fehlende Schlaf ja nachgeholt werden und da ist die ohnehin stinken langweilige Schule wohl doch der goldrichtige Ort.
Die Kinder sind unsere Zukunft predigen Deutschlands schlaue Politiker gebetsmühlenartig. Wie wahr!
Was könnte passieren, wenn Deutschlands Schüler künftig nicht mehr in der Lage sein werden das Einmaleins richtig zu beherrschen oder einfachste Sätze zu formulieren?
Deutschlands berühmtester Manager – Peter Hartz -den viele Langzeitarbeitslose wegen seiner sehr einfühlsamen netten Art so richtig ins Herz geschlossen hatten, fehlte es wahrlich nicht an
Fantasien. Seinen magischen Zauberstab schwang er so toll, das am Ende ein Werk aus seinem Hut hervorgekrochen kam, was seines Gleichen sucht – ein 16 – seitiges Antragsformular. Doch Deutschlands berühmtester Schlauberger würde bestimmt noch weiter gehen: „Ich müsste doch diesen Antrag einfach von 16 auf 100 Seiten ausdehnen.“ Prima Idee – kaum einer könnte mehr so einen Antrag stellen und in die Argen – in denen ohnehin schon so vieles im Argen liegt - würde schon innerhalb weniger Minuten gähnende Leere einziehen. Die Schulabgänger der künftigen Generationen wären nicht mal in der Lage einen einseitigen Fragebogen zu erstellen – von 16 oder gar 100 Seiten ganz zu schweigen. Um auf unseren schlauen Peter zurückzukommen: Die Politiker würden natürlich sofort zur Tat schreiten, um Deutschlands „größten Helden“, den die Nachkriegszeit jemals hervorgebracht hatte, mit dem Bundesverdienstkreuz die gebührende Ehre zu erweisen. Genug Motivation für Kranke mit zersplitterten Knochen, für Blinde und Taubstumme sowie für mit Tabletten und Alkohol zugedröhnte Jugendliche - die sowieso zeitlebens kein Arbeitgeber mehr haben will – endlich den Müßiggang zu beenden und die Arbeitssuche aufzunehmen. Da könnten natürlich wieder deutlich mehr Mittel frei werden, wenn kaum einer mehr imstande wäre einen ALG II-Antrag fehlerfrei auszufüllen. Reichlich Geld würde in die „klammen“ Kassen unserer, seelisch verarmten“ Abgeordneten gespült werden. Wie wäre es mit einer Diätenerhöhung in monatlichen Abständen – wäre doch auch keine so schlechte Idee!.
Stellt sich die Frage, was aus unseren Fallmanagern werden wird? Die werden zurzeit von Deutschlands „Sozialschmarotzern“ - so werden die meisten Langzeitarbeitslosen von einigen unserer beliebtesten politischen Vertrauenspersonen – liebevoll tituliert, besonders gefürchtet.
Ich bin überzeugt, dass die
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Kommentare
Sarah schrieb am 2009-01-10 14:10:46:
Das soll eine Satire sein? Nja, gut übertrieben, aber viel zu lang und keine allgemeine Aussage.
Gimliy schrieb am 2008-11-06 11:49:33:
Das ist cool. Sehr witzig und naja eben auch wahr, kenn auch solche Fälle^^. (ich geh immer zur Schule)
Das hast du gut protokoliert.
lg: Gimliy
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