Wie intelligent ist Deutschlands Jugend?
von
Michael Reißig
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„Vorbilder“ unserer Langzeitarbeitslosen – und das sind diese Fallmanager nun einmal – auf deutschen Spargel- oder Erdbeerfeldern keine fünf Minuten ausharren könnten und anschließend in sich zusammensackend, aufs Feld wie ein nasser Sack fallen würden. Es sind eben Fallmanager, die schon beim kleinsten Luftzug umfallen und so ihrem Namen alle Ehre machen – aber das sei nur am Rande erwähnt.
Sie waren es, die wegen ihrer geniehaften mathematischen Veranlagungen - fähig waren, die Fallgeschwindigkeit eines ALG II – Empfängers exakt und in atemberaubend-kurzer Geschwindigkeit zu berechnen und diese sogar noch zu beschleunigen. Die frei werdenden Fallmanager werden dann statt ein oder zwei Stufen gleich mal fünf Stufen auf der Karriereleiter nach oben klettern. Schließlich brauchen unsere Abgeordneten – die unter chronischer Geld- und „Spendiersucht“ höllisch leiden, dringendst fähige Leute – schon deshalb, um die bitternotwendigen monatlichen Diätenerhöhungen – sehr zur „Freude“ unserer potenziellen Stammwähler - die dann noch beschwingter an die Urnen treten werden - in die Tat umsetzen zu können. Da sind doch die genialen Rechenkünste ehemaliger Fallmanager besonders gefragt. Künftige Schulabgänger wären dann – Gott sei Dank – nicht mehr fähig die monatlichen Diätenerhöhungen neu zu berechnen. Die Bürger könnten dann wieder erleichtert aufatmen – endlich!
Denn das würde das Ende der Diätenerhöhungen bedeuten. Manchmal siegt eben doch Dummheit – leider aber viel zu selten.
Ähnlich würde es sich bei den Steuererklärungen verhalten. Ist keiner mehr in der Lage diese auszufüllen, bleibt nichts anderes übrig das Formular so zu kürzen, bis auch der Dümmste weiss was wirklich gemeint ist. Steuerberater wären natürlich ein aussterbender Berufszweig – abgesehen davon, dass der durchschnittliche IQ von 60, den unsere Jugendlichen nach Berechnungen des Bundesinstitutes für Intelligenzforschung bei Jugendlichen, in zehn Jahren haben könnten, ohnehin nicht mehr für eine derartig anspruchsvolle Tätigkeit ausreichen dürfte.
Also, Politiker – seid wachsam und mutig für weitere Reformen, denn in nicht allzu ferner Zukunft wird es kaum noch rosig aussehen. Dann werden unsere Erben – die Genießer unserer Spaßgesellschaft - das Ruder übernehmen.
Gelegenheit dazu wird sich im Jahre 2010 bieten. Dann geben sich die besten 32 Fußball – Nationalmannschaften der Welt in Südafrika ein Stelldichein.
Deutschlandfahnen werden euphorisch geschwenkt, Autokorsos hupend, verstopfen garantiert wieder die Straßen – das Fußballfieber wird im ganzen Land grassieren. Dass der Weltpokal nach Deutschland - in das Land mit den intelligentesten Politikern der Welt - gehen wird, daran dürfte auch der notorischste Pessimist nicht zweifeln. Und sie werden auch ihre Intelligenz voll einsetzen.
Man nehme an, Deutschland schießt in der 90. Minute des Endspieles das Tor zum Sieg. Millionen Menschen werden sich siegestrunken in den Armen liegen und – wie im siebten Himmel – auf einer Wolke des Glückes schweben. Was viele zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen werden: die Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwanzig Prozentpunkte, die Anhebung der Kraftfahrzeugsteuer um 100 Prozent, sowie – unserer arg geschundenen Umwelt zuliebe- die Einführung einer Luftholsteuer, werden beschlossene Sache sein. In einer geheimen Sondersitzung des Bundestages, die extra während der Zeit des Endspieles anberaumt werden soll, werden diese neuen „Wohltaten“ vom Parlament abgesegnet. Der Zeitpunkt dieses Beschlusses kommt nicht von ungefähr. Schließlich soll keiner im Land etwas davon merken, die Feierstimmung soll auf keinen Fall einer grausigen Katerstimmung weichen.
Wären die künftgen Politiker überhaupt noch dazu befähigt, einen derartigen Geniestreich in die Tat umzusetzen? Wohl kaum. Da reicht der Intelligenzgrad einfach nicht mehr aus. Da kann der brave Bürger auch wieder gelassener leben und ruhiger atmen. Zum Glück würde auch hier Dummheit vor dem aberwitzigen Griff in die Taschen der kleinen Leute schützen.
Aber mangelnde Intelligenz hat nicht nur Auswirkungen auf die künftige Politik.
Wer verfasst in Zukunft skandalträchtige Schlagzeilen für die sensationshungrige Boulevardpresse?
Die Redakteure in den Verlagshäusern werden jetzt schon zittern und stöhnen.
Deutschland war einmal das Land der Dichter und Denker - wird es bald aber nicht mehr sein.
Schon deshalb können alle Hobbyschriftsteller aufatmen. Noch ist es für sie nahezu unmöglich, einen Verlag zu finden, der auch bereit ist gute Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch dieses wird sich sobald ändern, da es kaum noch Talente geben wird, die in der Lage sein werden, ein Buch inhaltlich geschickt zu verfassen.
Ein Aufruf an alle Intellektuellen, die noch übrig geblieben sind: „ Lasst Euch nicht entmutigen, bald brechen wieder bessere Zeiten an und greift zur Feder – es lohnt sich wieder!
Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: „Wie intelligent ist Deutschlands Jugend wirklich?“, kann ich nur eines sagen: „ Ganz so dumm wie ein Mancher glauben mag, sind sie nun doch nicht.
Auch wenn sie von Bruch- Potenz- oder Prozentrechnung meistens keine Ahnung haben – für den Überlebenskampf auf der Straße innerhalb unserer Sozialen Marktwirtschaft sind diese steinharten Typen – die sich noch härtere Felle übergezogen haben – bestens gerüstet.
Die wissen wie man fachgerecht Zigarettenautomaten aufbricht, wie in fremde Wohnungen eingestiegen wird, um zu stehlen, wie man Rentnern trickreich die Handtasche vom Leib zerrt, und zu guter Letzt wie man Autos knackt.
All dieses beweist, dass unsere Sprösslinge in unseren Schulen doch noch etwas lernen können, nur nicht das, was sich unsere anspruchsvollen Arbeitgeber so vorstellen. Schade!
Anmerkung zu dieser Geschichte: Natürlich wird es auch in Zukunft noch jede Menge Jugendliche geben, die verantwortungsbewusst ihren Pflichten nachkommen. Diese sollen sich nicht angesprochen fühlen, nur jene Kinder und junge Erwachsene, die ständig über die Stränge schlagen Bewusst habe ich vieles sehr überspitzt formuliert, um den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen.
Dennoch hat diese Geschichte einen sehr ernsten Hintergrund, denn das Thema Bildung ist allgegenwärtig und brisant zugleich.
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Kommentare
Sarah schrieb am 2009-01-10 14:10:46:
Das soll eine Satire sein? Nja, gut übertrieben, aber viel zu lang und keine allgemeine Aussage.
Gimliy schrieb am 2008-11-06 11:49:33:
Das ist cool. Sehr witzig und naja eben auch wahr, kenn auch solche Fälle^^. (ich geh immer zur Schule)
Das hast du gut protokoliert.
lg: Gimliy
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