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Kategorien > Abenteuer > Fantasy

William Kent und das Amulett der Ewigkeit

von Rocky

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1.
Ein nicht enden wollender, heißer Südwind streifte die Dünen und wehte den trockenen Sand in Richtung Norden. Die Sonne brannte auf der Haut und hinterließ ihre Spuren auf den nackten Oberkörpern der Arbeiter.
„Dr. Kent, Dr. Kent, kommen Sie schnell, wir haben es gefunden. Wir haben es endlich geschafft.“
Ein kleiner, schmächtiger Herr, betrat aufgeregt ein Zelt in der Nähe des Nils.
Dr. William Kent, ein Forscher und Archäologe saß aufrecht auf einem einfachen Holzstuhl und beugte sich über massenweise Landkarten und alte Schriftstücke aus alten Tagen.
Seine Augen schweiften durch das Zelt und blickten den Hilfsarbeiter an.
„Was habt ihr entdeckt?“ fragte er neugierig.
„Wir haben eine große quadratische Steinplatte mit alten Schriftzeichen ausgegraben. Es scheint eine Kammer darunter zu liegen. Einen Eingang haben wir noch nicht gefunden. Die Schriftzeichen könnten Altägyptisch sein. Sie müssen sich das selber anschauen.“

Er hatte solange auf diese Erfolgsmeldung gewartet, fast vier Jahre in alten Büchern und Schriften lesen. Und dann die letzten zwei Jahre hier in diesem heißen, fast nicht auszuhaltendem Klima. Hatte er es nun vielleicht wirklich geschafft?
Noch konnte er nicht sicher sein, ob es überhaupt die Kammer war, nach der er suchte. Er musste sie erst mit seinen eigenen Augen sehen. Seine Aufregung ließ er sich nicht anmerken.

Er ging aus dem Zelt und schaute sich um, doch die Sonnenstrahlen blendeten seine Augen und er wurde gezwungen sie zu schließen. Er blinzelte und sah wie die Arbeiter zu der Ausgrabungsstelle liefen, etwa dreihundert Meter von ihm entfernt. Es herrschte ein großes Gedränge, denn jeder wollte der erste sein und sehen, für was sie über zwei Jahre ununterbrochen gearbeitet hatten. Viele hundert Arbeiter kamen aus ihren Baracken und einfachen Zelten herausgerannt. Sie sahen aus wie Ameisen, die aus ihren Ameisenhöhlen herausdrängten und den schnellsten Weg zu einem Haufen aus Zucker suchten.

William lief los. Er ließ sich mehr und mehr von der Euphorie der Arbeiter anstecken und wurde schneller. Die letzten Meter rannte er eine Düne hinauf und verlor dabei fast das Gleichgewicht.
Mit seinen ein Meter zweiundachtzig überragte er die doch kleineren afrikanischen Arbeiter. Er bahnte sich einen Weg durch die Menschenmenge, die kreisförmig um die Fundstelle standen.
Als er schließlich in der Mitte angekommen war, sah er es.
Eine große Platte, bestehend aus vielen kleinen zusammengefügten Steinplatten, tat sich vor seinen Füßen auf.

„Habt ihr einen Eingang gefunden?,“ fragte William in die Menge, mit der Hoffnung eine Antwort zu bekommen.
„Will, komm mal hier rüber zu mir,“ rief sein Kollege Dr. Benjamin Smith, der von seinen Freunden nur Ben gerufen wurde. Er kniete vor der großen Platte und sein Gesicht strahlte vor Freude.
„Ich glaub das hier könnte eine Art Eingang sein, aber wir wissen nicht wie wir sie aufbekommen könnten. Die Schriftzeichen hier sind ähnlich der Altägyptischen, aber es gibt ein paar Zeichen, die ich noch nie gesehen habe. Schau dir zum Beispiel dieses hier an.“
Benjamin zeigte auf ein Symbol mit zwei Pyramiden, die aufeinander standen. In der Mitte war ein ellipsenförmiger Kreis.
„Oder das hier,“ er zeigte auf ein anderes Symbol, „ das könnte Nacht und Tag bedeuten, aber ein wenig abgeändert.“
William schaute sich die Symbole mit seinen großen, blauen Augen an. Er holte sein kleines Notizbuch heraus, in dem er sich wichtige Informationen hineinschrieb und blätterte darin.
„Ich habe die Symbole schon einmal gesehen. Du hast recht, Sie sind jedenfalls nicht Altägyptisch, zumindest nicht typisch Altägyptisch“.
Endlich hatte er die Seite gefunden nach der er suchte,
„Wusste ich doch dass ich die Symbole schon einmal gesehen habe. Das hier mit den zwei Pyramiden bedeutet, Teilung, geteiltes Reich oder Zusammenbruch. Das andere bedeutet nicht Tag und Nacht, sondern Gut und Böse. Übersetzt steht hier:
Dieses Grab wurde für die Ewigkeit gebaut,
als das große Reich des Herrschers
ins sich zusammen fiel.
Nur der mit guten Absichten hineingeht muss sich nicht fürchten,
die Bösen werden von dem Mächtigen ihre Strafe erhalten.
Das andere kann ich nicht lesen, Es ist zu stark beschädigt.
Hier unten steht noch:
... hat für seine Untertanen alles für die nächste Stufe vorbereitet.
Er kommt uns holen.
Und hier scheint noch ein Name zu stehen:
Mathados.“

Benjamin schaute William fragend an,
„Was kann das bedeuten? Wer war Mathados? Mir ist der Name nicht bekannt.“
„Ich weiß es nicht“ antwortete William, „aber ich glaube wir werden es bald herausfinden, wenn wir endlich die Platte aufbekommen haben,“ er machte eine kurze Pause und überlegte bis er weiter sprach, „holt mir eine Spitzhacke wir brechen sie auf.“
„Dagegen muss ich protestieren“ rief der Abgesandte der ägyptischen Regierung mit seinem fernöstlichen Akzent. Mit seiner Halbglatze und Schnurrbart überwachte er die Ausgrabungen mit einem scharfen Blick,
„das hier ist Ägyptisches Eigentum und wir wollen nicht dass die Grabkammer von Außenstehenden geöffnet wird. Ich bestehe darauf, dass sie bis morgen warten, bis meine Leute von der Behörde hier sind.“
„Ich werde keine Minute länger warten,“ gab William unmissverständlich zur Antwort, „wenn Ihre Leute hier sind, können Sie ja nachkommen.“
Er nahm die Spitzhacke einem Arbeiter aus der Hand und legte Sie an die Zwischenräume der einzelnen Steine an. Und so nahm er ein paar der Steine heraus, bis eine große Einstiegsluke entstand.

„Sie werden warten bis meine Leute hier sind Mr Kent. Sie machen sich Strafbar, wenn sie sich meinen Anweisungen entziehen,“ drohte Mahyaba mit wütender Stimme, doch wusste er, dass William sich nicht aufhalten lassen würde, dafür hatte er zu lange bereits die Ausgrabungen überwacht und William kennen gelernt.
„Meine Regierung hat für die Ausgrabungen bezahlt,“ entgegnete William mit energischer Stimme, „es wurde vereinbart dass wir die Rechte daran haben und sollte etwas gefunden werden, wird es ausgehandelt wer den Fund bekommt. Und jetzt lassen Sie mich meine Arbeit machen, Mr. Mahyaba,“.
Der Abgesandte der ägyptischen Regierung drehte sich um und verließ die Ausgrabungsstelle. Er stieß dabei einzelne Arbeiter aus dem Weg.
„Verschwindet, macht den Weg frei, sonst lass ich euch alle mit einsperren wie Mr Kent. Ihr werdet schon sehen.“

Die beiden Archäologen Smith und Kent kümmerten sich nicht weiter um Mahyaba, und packten ihre Sachen zusammen, die Sie für den Abstieg in die Grabkammer benötigten. Eine Öllampe, einen Stock, ein langes Messer, und sonstige wichtige Sachen.
Ein Seil wurde hinabgelassen, das von drei Arbeitern gehalten wurde und zusätzlich wurde eine Fackel in die Kammer hineingeworfen. Die Grabkammer erhellte sich und graue Umrisse einer Holztruhe die auf dem sandigen Boden stand wurden sichtbar. Sonst schien der Raum leer zu sein. Der Sand sickerte durch die Ritzen der Deckensteine und füllte im

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Kommentare

jorenkes@aol.com schrieb am 2008-07-15 20:28:35:
sehr gut erzählt und spannend bis zum schluß. manchmal hab ich mir beim lesen gedacht, daß dies der stoff für einen "indiana jones" film sein könnte. kompliment!
Jonas schrieb am 2008-02-04 12:57:45:
eine sehr beeindruckende geschichte
Boncas 45 schrieb am 2007-12-25 10:12:25:
ich laß mal rein, dachte die könnte gut sein und ich hattte recht, sie war gut!!! Respekt!!

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