Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Jugendliebe > Unterhaltung

Willkommen in deinem Leben (4)

von Melody

1 2 3

-----4-----

„ Das ist mir neu.“, flüstert David.
„ Was?“
„ Dass ich jemanden auf den ersten Blick so toll finde, dass ich schwachsinnige Zeltaufbauvorschläge mache, um dieser Person näher zu kommen.“
Mein Herz schlägt bis zum Hals, ein Gefühl, das ich lange nicht mehr hatte. „ Ach, ist das so?“
„ Ja.“ Er nickt. „ Ich kann tun, was ich will, ich kann Tom nicht widerstehen!“
Mein Gesicht fällt in sich zusammen.
David grinst breit. „ War nur ein Witz. Du weißt schon, wen ich meine.“
„ Ich glaube schon, ja.“
„ Was machen die denn da drin?“, hören wir meinen Vater draußen fragen.
„ Die besprechen bestimmt, wie sie weitermachen!“ Toms Vermutung könnte von der Realität kaum weiter entfernt sein. Obwohl sie gleichzeitig doch nicht so abwegig ist, den innerlich überlege ich wirklich, wie ich nun weitermache.
David räuspert sich und entzieht mir seine Hände. „ Wir sollten am Zelt weitermachen.“ Es ist nicht zu übersehen, dass ihn Toms Stimme, die Stimme von dem Tom, den er für meinen Freund hält, wieder in die Realität zurückgeholt hat.
Ich nicke, wir treten auseinander und machen uns daran, endlich meinen Schlafplatz zu sichern, was wir, man höre und staune, sogar schaffen!

Am Abend sitzen wir gemeinsam am Ufer des Sees. Ich bin gegen Tom gelehnt und bemühe mich sehr, nur das Wasser zu betrachten und nicht in Davids Richtung zu sehen, denn als ich es das letzte Mal gemacht habe, hat mich sein durchdringender Blick direkt ein wenig aus dem Konzept gebracht. Was mich auch aus dem Konzept gebracht hat, war Jonas. Denn als wir uns zum See begeben haben, hat er mich am Arm gepackt, sich zurückfallen lassen und gemeint. „ So, David steht also auf dich und du auf ihn. Herzlichen Glückwunsch dazu. Wie willst du das jetzt anstellen?“
Ich sah ihn überrascht an. „ Ähm … keine Ahnung, wovon du redest!“
„ Schon klar. Ich habe seinen Blick doch erkannt, als er dich zum ersten Mal gesehen hat. Es hätte nur noch gefehlt, dass ihm der Mund offen steht. Und die Nummer, dass ihr zusammen im Zelt wart, war auch nur für die anderen unbedenklich!“
„ Ach echt? Hat er so begeistert geguckt?“, fragte ich geschmeichelt noch einmal nach. War mir nämlich nicht aufgefallen. Dummes Mädchen.
„ Wie auch immer. Du weißt, dass du Tom gegenüber eine Verantwortung hast, oder?“
Ich hob, überrascht von seinem Verantwortungsbewusstsein, die Augenbrauen. „ Ja. Schon klar.“
„ Und du weißt, dass ich immer über sämtliche Einzelheiten informiert sein will und mein Camcorder all deine peinlichen Bemühungen, dich mit diesem Wahnsinn zurechtzufinden, dokumentieren wird?“ Das ist der Jonas, den ich kenne.
Nun sind wir also an dem Punkt, dass ich meine Zeit viel lieber mit David als mit Tom verbringen würde, dass meine Mutter aber alles tun würde, um mich für immer an Tom zu binden. Es ist schon ein Kreuz, wenn man so umwerfend ist, dass man gleich von zwei Jungs umschwärmt wird. Jetzt verstehe ich den Begriff ‚Luxusproblem‘. Hm, schön dass ich wenigstens noch meinen Humor habe. Der nützt mir zwar nichts, aber wenn das alles hier schiefgeht, kann ich damit ja einen anderen Typen bezirzen.

„ Hat Jonas zu mir rübergeguckt?“, fragt Hanna, als wir nachts nebeneinander in unserem Zelt liegen und an die Decke starren. Ich glaube, ich habe die rührende Geschichte, wie Hanna und ich uns angefreundet haben, noch nicht erzählt. Sie wollte anfangs nur mit mir befreundet zu sein, um sich an meinen Bruder ranzumachen, das muss man sich mal vorstellen. Dass wir uns so gut verstanden haben und nun seit mindestens drei Jahren die besten Freundinnen sind, war reiner Zufall. Gebeichtet hat sie mir die ganze Geschichte dann nach ein paar Monaten. Dass sie in Jonas verliebt ist, daran hat sich nichts geändert, doch bisher hat sie in dieser Richtung noch nichts erreicht und auch ich konnte ihnen noch nicht auf die Sprünge helfen.
„ Hat David zu mir rübergeguckt?“, frage ich zurück.
„ Wieso David?“
„ Wieso nicht? Im Grunde bin ich schließlich Single. Ich befürchte nur, er weiß das gar nicht.“
„ Jonas weiß, dass ich Single bin. Es ist ihm nur egal.“
„ Ist doch alles blöd.“
„ Allerdings.“

Wie blöd es wirklich ist, stellt sich am nächsten Morgen heraus. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob man es wirklich als Morgen bezeichnen kann, es fühlt sich nämlich viel eher so an, als wäre es noch mitten in der Nacht. Als es auf merkwürdige Art und Weise außen am Zelt kratzt, schrecke ich sofort hoch, packe die schlafende Hanna und rüttele sie einmal komplett durch, nur um dann hysterisch zu kreischen: „ Da draußen ist was! Das ist bestimmt ein Bär oder ein Wolf oder so!!“
„ Oder dein Freund, der dich wecken will!“, kommt es trocken von draußen zurück. So gesehen wären ein Bär oder ein Wolf gar nicht schlecht.
„ Oh. Ich komme gleich raus.“
Fast eine Stunde später stehe ich vor dem Zelt, mit Hanna im Schlepptau.
„ Das nennst du gleich? Das hat ewig gedauert!“ Tom zieht mich an sich und gibt mir einen Kuss. Ich habe das Bedürfnis, mir den Mund abzuwischen, aber stattdessen lächle ich ihn an.
„ Es ist eben nicht ganz leicht, sich in einem kleinen Zelt zurecht zu machen!“
Hanna lacht. „ Was sie damit sagen will, ist, dass sie sich hoffnungslos in ihrem eigenen Schlafsack verfangen hat und es ewig gedauert hat, bis sie da wieder rausgekommen ist.“
Diese Dinger sind aber auch tückisch. Ab einem gewissen Punkt hatte ich richtig Angst, da drin zu verenden, die Luft wurde schon langsam knapp. Das war die beste Gelegenheit gewesen, eine filmreife Titanicnummer abzuziehen. Ich hatte meinen Arm aus dem Schlafsack herausgestreckt, Hanna leidend angesehen und gekeucht: „ Lass mich zurück, ich werde es nicht schaffen. Doch du … du wirst eines Tages heiraten und ganz viele Kinder haben und …“ Dann hatte es ihr gereicht und sie hatte den Reißverschluss meines Schlafsacks in einem Ruck aufgezogen. Oh Mann, von innen ist das aber auch schwieriger, mit so wenig Platz und der Decke und allem.
Gähnend werfe ich einen Blick auf meine Armbanduhr. Das hätte ich besser nicht getan, sie verkündet keine guten Nachrichten. „ Sieben Uhr morgens? Hat euch heute nach eine Schlange gebissen oder was ist in euch gefahren?! Wir sind im Urlaub!“
Meine Worte schmettern an den verständnislosen Blicken meiner Eltern ab. Die Blicke von Jonas und David kann ich nicht deuten, denn sie können kaum ihre Augen offen halten. Irgendwo kann man bestimmt noch den verdammten Mond sehen!
„ Es ist doch nicht früh! Außerdem wollen wir unsere Wanderung starten, bevor es zu heiß wird.“
Fassungsloses Schweigen legt sich über die Gruppe, die sich gerade fragen muss, ob die Worte meine Mutter lediglich eine Fata Morgana gewesen sind oder ob sie das wirklich ernst gemeint hat.
„ Sehr witzig. Ich würde höchstens zum Frühstück wandern!“, bemerke ich abwehrend.
David grinst. „ Klingt nach einem Plan.“
„ Keine Sorge, wir haben geplant, nach der Hälfte des Weges zu picknicken!“
„ Okay, weil das jetzt schon öfter passiert ist, muss ich einfach fragen: wer ist

1 2 3

Kommentare

Lilli schrieb am 2010-03-28 19:05:01:
Einfach mal wieder klasse :) Schreibstil und auch die Story
Musst ganz schnell weiterschreiben, sonst gibt es viele enttäuschte leute ;)
vlg
Veilchen97@gmx.at schrieb am 2010-03-28 11:50:01:
WoW!So gut schreiben kann nicht jeder...
Wenn dein Buch rauskommt, sagst du's uns aber noch-oder?
Ich muss es als erstes haben.... ;)
lg und weiter so!
lg
www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-25 20:49:38:
Werbung

Top3 Suche - Einfach nur das Beste finden!

Schnell und sicher nur solide und zuverlässige Online-Anbieter finden - www.top3-suche.de -
Lee schrieb am 2010-03-24 18:32:11:
oooh wie toll!!!
wieder eine geschichte von dir, wie ich gerade entdeckt habe.
warte gespannt auf den nächsten teil!
kann mich den adnern nur anschließen: du schreibst so, dass man immer mehr will!
:)
Lee schrieb am 2010-03-24 18:28:24:
oooh wie toll!!!
wieder eine geschichte von dir, wie ich gerade entdeckt habe.
warte gespannt auf den nächsten teil!
kann mich den adnern nur anschließen: du schreibst so, dass man immer mehr will!
:)
lulu schrieb am 2010-03-24 08:46:08:
Bitte weiter xD Find ich cool die Story
... schrieb am 2010-03-21 19:40:20:
super geschichte...
schreib schnell weiter...bin schon so gespannt, wie es sowohl mit der kuh als auch mit david und tom weitergeht...
lg
Vany schrieb am 2010-03-21 19:27:53:
ich kann mich nur wiederholen: ich liebe deinen witzigen schreibstil und ich liebe deine wundervolle geschichte (:

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.