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Kategorien > Jugendliebe > Unterhaltung

Willkommen in deinem Leben (9)

von Melody

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-----9-----

„ Ähm … äh …“ Geistesgegenwärtig stoße ich David von mir und kreische: „ Du bist ja gar nicht Tom!“
„ Was?“ Toms Blick wird nicht gerade freundlicher und ich habe den Verdacht, dass er mir mein Ablenkungsmanöver nicht abnimmt.
„ Es tut mir so Leid, ich dachte, er wäre du!!“ Flehend sehe ich David an, damit er meine Version der Geschichte bestätigt, doch er verschränkt nur die Arme vor der Brust und sagt kein Wort.
„ Ach ja?“
„ Ja, wirklich. Keine Ahnung, wie mir das passieren konnte!“
„ Ich auch nicht. Du musst doch gemerkt habe, dass das nicht ich bin!“
Ja, ich muss zugeben, dass es sehr unrealistisch ist, die beiden zu verwechseln. Deswegen ist es ja auch eine Lüge. Aber das muss ich noch lange nicht zugeben. „ Nein, habe ich aber nicht.“
„ Das wird mir jetzt echt zu blöd!“ David hebt abwehrend die Hände und dreht sich um, augenscheinlich, um den Club zu verlassen. Doch bevor er die Möglichkeit dazu bekommt, stürzt sich Tom auf ihn und reißt ihn zu Boden. Ehe wir uns versehen, entwickelt sich eine handfeste Prügelei. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas immer noch gibt. Und sie prügeln sich auch noch um mich! Ein anständiger Mensch würde dazwischengehen, ich allerdings stehe nur daneben und frage mich, wer wohl gewinnen wird. Und wem ich wünschen würde, dass er gewinnt. Mir fällt ein, dass sich schon einmal zwei Jungs wegen mir geprügelt haben. Damals im Sandkasten. Das war irgendwie nicht so cool wie heute.
Zwei Typen von der Security kommen angestapft und verderben mir den Spaß, indem sie die beiden auseinanderzerren und dann in Richtung Ausgang schieben. Sina und mir bleibt nichts anders übrig, als ihnen zu folgen.
Draußen stehen wir dann und blicken uns irgendwie merkwürdig an, weil wir alle nicht wissen, was wir sagen sollen. Tom blutet ein bisschen an der Lippe, David sieht nur verstrubbelter aus (Gewinner! Ich meine … nicht, dass ich darauf achten würde) und beide atmen schwer.
„ Äh … und jetzt?“, frage ich vorsichtig in die Runde, worauf ich nur genervte Blicke ernte. Entschuldigung, dass ich gefragt habe. Kann ich doch nichts dafür, dass David mich geküsst hat, ich habe ihn schließlich nicht darum gebeten. Okay, ich habe mitgemacht, aber schon wenn er mich ansieht, schaltet mein Gehirn völlig ab, ganz davon abgesehen, was passiert, wenn er mich küsst. Ich bin dann für meine Taten nicht mehr verantwortlich.
„ Ich will gehen.“ Tom packt meinen Arm und zieht mich mit sich in Richtung der Bushaltestelle, von der wir gekommen sind.
„ Und warum darfst du sie jetzt mitnehmen“, erkundigt sich David und verschränkt die Arme.
„ Wie wäre es mit: weil sie meine Freundin ist?!“
„ Manche Dinge ändern sich eben!“
„ Ähm … er macht nur Witze! Da ist gar nichts zwischen uns!“ Ich gebe nicht auf. Denn im Gegensatz zu David, dem mittlerweile alles egal sein dürfte, habe ich ja sozusagen einen medizinischen Auftrag. Oder so. Außerdem ist das Ganze hier peinlich.
„ Sarah! Jetzt mal ganz im Ernst! Selbst Tom hat wohl kapiert, dass da sehr wohl was läuft!“, knurrt David.
Was ist das hier? Wahrheits-Tag oder was?? „ Hehe … wovon redest du da? Meinst du, dass unsere Freundschaft läuft oder was?“
„ Sarah!“
Tom blickt mich vollkommen fertig an und reibt sich mit der Hand über das Gesicht. „ Lasst uns zurückfahren!“

Kaum dass wir wieder auf dem Campingplatz sind, stapft Tom wortlos zu seinem Zelt. Er sieht mich nicht einmal mehr an. Das habe ich wohl verdient. Trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass er sofort flüchtet, kaum dass er die Gelegenheit dazu hat. Vor allem hinterlässt mich das in der unangenehmen Situation mit Sina und David alleine zu sein.
„ Tja …“ Sina wirft ihr Haar über die Schulter und seufzt. „ So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Ich lasse euch beide dann mal alleine.“ Sie stockt und fügt dann in Davids Richtung hinzu: „ Und das nächste Mal sagst du einem Mädchen besser, wenn du an einer anderen interessiert bist! Sowas wie das hier solltest du niemandem mehr zumuten!“
„ Tut mir Leid.“
Sie nickt kaum merklich und verschwindet dann in der Dunkelheit.
„ Und jetzt?“, fragt er mich.
„ Was willst du denn damit sagen? Erwarte nicht, dass ich dir jetzt um den Hals falle! Tom hätte das niemals erfahren dürfen.“
„ Ach, Sarah, jetzt hör aber auf. So konnte es doch nicht mehr weitergehen!“
„ Wenn du das sagst.“
Er räuspert sich. „ Ist nur die Frage, was ich jetzt mache. Ich kann wohl kaum wieder zu Tom ins Zelt.“
„ Pech.“
Er grinst. „ Ja?“
„ Sag mal, hast du eigentlich überhaupt noch sowas wie Anstand?! Du erwartest doch wohl nicht, dass du zu mir ins Zelt kannst! Erstens ist da kein Platz für dich und zweitens bist es doch wohl du, der für das ganze Drama hier überhaupt erst verantwortlich ist!“, wüte ich.
„ Das sehe ich anders. Wenn du nicht so unglaublich hübsch und süß wärst, wäre es nicht zu diesem Drama gekommen!“
Na toll, er versucht mich, mit Komplimenten um den Finger zu wickeln. Das kann er komplett vergessen. Ich bin ein selbstbewusstes, emanzipiertes Mädchen, das durchaus weiß, was es will und sich davon nicht beeindrucken lässt!
„ Äh … hihihi.“ Verdammt.
„ Komm schon, Sarah! Ich will ja gar nicht in dein Zelt, aber so eine gemeinsame Nacht unter dem Sternenhimmel hat doch auch was, oder nicht?“ Er kommt auf mich zu und legt seine Arme um meine Taille. Ich fühle mich wie ein Schneemann in der Sonne.
„ David …“
„ Ich kann nicht mehr ohne dich. Es tut mir Leid, was alles passiert ist, aber ich konnte eben nicht mehr dabei zusehen, wie du mit Tom rummachst!“ Mittlerweile ist er ganz ernst geworden. Seine Augen funkeln direkt vor meinem Gesicht im Mondlicht und ich muss mir eingestehen, dass ich mich von ihm durchaus immer wieder gerne beeindrucken lasse.
„ Und wie stellst du dir das jetzt vor?“, flüstere ich.
„ Ich dachte wir gehen zu unserem Platz am See und übernachten dort!“
„ Unser Platz!“, grummele ich. „ Wir waren dort ein einziges Mal, mehr nicht.“
David lacht. „ Solange du das letzte Wort haben kannst, ist die Welt noch in Ordnung, was?“
„ Kann schon sein! Wie auch immer, du musst selbst sehen, wo du bleibst. Bevor das mit Tom nicht alles geklärt ist, krieche ich lieber ganz alleine in mein Zelt!“ Ich drehe mich um und gehe. Sicher ist es nicht unbedingt nett, David so stehen zu lassen, aber im Moment scheint das noch die beste Variante sein. Tom geht es gerade bestimmt nicht besonders gut und es wäre alles andere als fair, wenn ich gleichzeitig mit David einen auf rosarote Wolkenwelt machen würde.

„ Sie es vermasselt. Nicht, dass ich nicht damit gerechnet hätte, aber es ist schon enttäuschend!“, höre ich die Stimme meiner Mutter langsam in meine Traumwelt eindringen.
„ Na ja, vielleicht wird das ja wieder gut!“, beschwichtigt sie mein Vater.
„ Das glaube ich nicht. Er will abreisen, wie soll das wieder gut werden! Sarah konnte ihn ja schon damals nicht halten, jetzt haben wir das Gleiche wieder. Ich verstehe das nicht. Er ist doch so perfekt.“
Aha, sie reden über mich. Immer

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Kommentare

BadAngel schrieb am 2010-08-18 17:17:48:
Jaaaa genau
schreibe schnell weiter!!!!!!!!!!!!
Ist der Hammer!!!!!!! :D
LG
Minii schrieb am 2010-06-23 18:38:57:
o.O

Super gute Fortsetzung! Ehrlich! Es war lustig, spannend und mit dem was hier passiert ist hab ich überhaupt nicht gerechtnet! Daumen hoch : )
Kann es sein das Hannah und Jonas verliebt sind? ^^

Und danke, danke, danke, dass die Fortsetzung jetzt soo schnell kam!
Hab eigentlich gar nicht damit gerechnet, aber wie man sieht, es hat sich alle Mal gelohnt hier rein zu schauen!

Übrigens dein Schreibstil ist richtig toll *__*

Schreib bitte so shcnell wie möglich wieder weiter! Freu mich drauf!

LG Minii
!!! schrieb am 2010-06-23 15:41:14:
boah schreib schnell weiter!!!
LG

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