Windcatcher
von
Terri
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„Du bist so naiv!“ Maja raufte sich verzweifelt die schwarz gefärbten Haare. „ Dein toller Maik vögelt schon seit zwei Wochen diese Schlampe aus der 11. und jeder außer dir weiß es! Aber immer wenn ich versuche mit dir darüber zu reden blockst du ab. Ich will dir doch nur helfen Dawn, aber dazu musst du mir vertrauen!“ „Nein.“ sagte ich trotzig. „Hör mal, ich weiß das du dir nur Sorgen um mich machst, aber ich bin sicher du hast da nur was falsch verstanden.“ schlug ich einen versöhnlichen Ton an. Maja seufzte resigniert auf. „Dawn.“ sagte sie eindringlich „ Ich habe gehört wie Maik Svenja erzählt hat, dass er sich heute um eins mit ihr treffen will. In der Laube, im Schrebergarten.“ Die Laube war ein beliebter Platz für Pärchen die ungestört seien wollten. Ich war mit Maik selbst das ein oder andere Mal dort gewesen. Ich schüttelte nur stumm den Kopf. Maja gab auf. „Wenn du aufhörn willst dir etwas vorzumachen, geh einfach zur Laube.“ sagte sie und verließ mein Zimmer. Ich schmiss mich auf mein Bett und starrte an die Decke. Natürlich glaubte ich kein Wort von dem was Maja sagte. Allerdings waren Maik und ich schon seit einer Weile nicht mehr richtig glücklich ... Ach Schwachsinn, Maik liebte mich. Ich warf einen Blick auf meine Jacke. Vielleicht sollte ich doch bei der Laube vorbeischauen. Nur um sicher zu gehen… `Nein, dem Freund nachspionieren ist tabu! ´ dachte ich und verschränkte die Arme. Wenn ich allerdings rein zufällig an der Laube vorbeispazieren würde, wäre das kein Spionieren mehr. Ich warf wieder einen Blick auf meine Jacke und fluchte. Dann sprang ich auf und machte mich auf den Weg.
Mittlerweile saß ich schon seit gut zwanzig Minuten auf meinem Beobachtungsposten hinter der Laube, und kam mir reichlich blöd vor. Ich war mir sicher dass Maik nicht mehr kommen würde. Ich seufzte erleichtert auf, stand auf und klopfte mir ein Paar Grashalme von der Hose. Plötzlich hörte ich ein Lachen. Ich fuhr zusammen. Ich kannte dieses schrille Gekicher. Es gehörte zu Svenja. Vorsichtig duckte ich mich und blickte über den Rand der Laube. Es war Svenja und sie war nicht allein. Eine männliche Person stand mit dem Rücken zu mir. ´Bitte´ betete ich still ´bitte, lass es nicht Maik sein. Bitte nicht Maik.´
Vergebens.
Ich atmete noch einmal tief durch, dann öffnete ich die Tür. „Hey Schatz!“ sagte Maik und strahlte mich an. Ich nickte ihm zu. Mit Mühe erhielt ich meine gefasste Mine und versuchte mich davon abzuhalten, ihm mit der Vase die auf dem Küchentisch stand den Kopf einzuschlagen. Ich nahm die Blumen die Maik mir mitgebracht hatte und legte sie zur Seite. „Also, was geht? Ich hab dich in letzter Zeit ja kaum gesehn“ fragte er mich und wollte mich küssen, aber ich trat einen Schritt zurück. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich für den direkten Weg. „Seit wann schläfst du mit Svenja?“ fragte ich ihn deshalb. „Was?!“ Völlig überrumpelt wich er zurückt. Gespielt lässig lehnte ich mich an den Küchentresen. „Ich hab euch in der Laube gesehen.“ Maik starrte mich fassungslos an. „Hast du mir etwa nachspioniert?!“ Oh Mann, jetzt spielte ausgerechnet er den Verletzten. „Ja klar, und deine Sachen durchwühlt und deine Sms gelesen. Mein Gott, für wie wichtig hältst du dich? Ich bin spazieren gegangen.“ Die Lüge fiel mir nicht ganz leicht, aber wer wusste schon, wie oft er mich belogen hatte? „Also spar dir das Ganze und sag mir wie lange schon.“ „Dawn du musst mir glauben, ich liebe nur dich. Das mit Svenja war ein einmaliger Ausrutscher!“ „Ja. Ja natürlich war es das.“ sagte ich mit einem zuckersüßen Lächeln. Ich sah den Jungen an, der mich jetzt um Verständnis heischend anblickte. Die kurzen, blonden Haare, das hübsche Gesicht mit den babyblauen Augen, die Lederjacke die er ständig trug. Der Junge, in den ich mich vor genau 5 Monaten und 8 Tagen verliebt hatte. Eiskalt meinte ich. „Jeder weiß, dass du mit ihr schläfst. Ich möchte bitte dass du gehst. Ich möchte keine `Verzeih mir´ -sms oder Anrufe. Meinetwegen geh zu Svenja, aber lass mich in Ruhe.“ „Dann war’s das jetzt also?“ fragte Maik. „Du machst Schluss mit mir?“ Ich nickte. „Ja.“ Wütend starrte er mich an. „Das wird dir noch Leid tun!“ Er riss die Tür auf. „Svenja ist nicht so eine feine Miss-rühr-mich-nicht-an. Die weiß was ein Mann braucht.“ Er rauschte nach draußen und knallte die Tür hinter sich zu. Wahrscheinlich hätte ich weinen sollen, so wie es die meisten Mädchen in meiner Situation wohl getan hätten. Aber nach Maiks Rede musste ich einfach lachen. Ich kicherte bis mir die Tränen übers Gesicht kullerten. Dann fing ich an zu schluchzen.
Nach meinem kleinen Zusammenbruch beschloss ich Maja anzurufen. „Hey Süße.“ begrüßte sie mich. „Hey, na du?“ Ich holte kurz Luft „Maja, ich hab grad mit Maik Schluss gemacht.“ „Oh Süße, wie geht’s dir?“ fragte sie besorgt. „Na ja, soweit ganz gut. Besser als ich erwartet hatte. Hast du Lust Heute Abend auszugehen?“ fragte ich „Klar!“ rief sie begeistert. „Ok, kommst du dann in einer Stunde zu mir zum Aufhübschen? Vielleicht kannst du auch hier übernachten, das muss ich mit Granny klar machen.“ schlug ich vor. „Klingt klasse. Meine Ma hat bestimmt nichts dagegen. Also bis in einer Stunde. Ciao Süße“ sagte sie. „Bis dann.“ Ich legte auf und rannte in mein Zimmer. Dort angekommen legte ich erst einmal Avril Lavigne auf und räumte mein Make- up vom Badezimmer auf meinen Frisiertisch. Dann riss ich meinen Kleiderschrank auf und legte mögliche Kleidungsstücke für heute Abend raus. Als das erledigt war tanzte ich einfach wie wild durchs Zimmer. „Eine Ein-Mann- Party?“ hörte ich auf einmal die Stimme meiner Großmutter hinter mir. Ich drehte mich grinsend um. „So ähnlich. Darf ich heut Abend bitte mit Maja ausgehen?“ fragte ich sie und sah sie flehend an. Sie zögerte kurz, nickte dann aber. „Um 12 bist du spätestens wieder zu Hause.“ Jubelnd fiel ich ihr um den Hals. „Kann Maja dann vielleicht auch hier übernachten? Biiitte!“ Mit großen Augen sah ich sie an. Sie seufzte. „Als ob ich dir bei diesem Blick etwas abschlagen könnte.“ meinte sie und lächelte mich an. „Super!“ rief ich, als es auch schon klingelte. „Das ist sie bestimmt schon.“ sagte ich und rannte nach unten um Maja zu öffnen.
Maja und ich verbrachten geschlagene zwei Stunden damit uns für die Disco zu stylen. Als erstes legten wir Gesichtsmasken auf und quatschten dabei über die neusten Folgen unserer Lieblings- Soap. Danach schminkten wir uns. Wir experimentierten beide gerne und so waren meine Augen am Ende mit Schwarz umrandet welches nach außen langsam in ein rauchiges Blau-Grün überging, das fast die gleiche Farbe wie meine Augen hatte, während Majas Lider über braunen Lidschatten golden glitzerten. Auch unsere Outfits waren gewagt. Ich trug schwarze Röhrenjeans und ein enges Top, das aus zwei hauchdünnen Stofflagen bestand, hellgrün über dunkelgrün. Dazu schwarze Peeptoes. Maja hatte sich für ein Schwarzes Oberteil mit dreiviertel- langen Ärmeln entschieden und einen weißen Jeansrock.
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Kommentare
hali schrieb am 2010-10-10 18:39:37:
voooooooll schön, schreib unbedingt weiter :)
Maike schrieb am 2010-10-07 20:40:44:
Hallo,
mir gefällt deine Geschichte sehr gut.
Doch kommt es mir komisch vor, dass sie erst lacht und dann weint, als sie schluss gemacht hat. Eher hätte ich was geschrieben wie. ."ein verzweifeltes Lachen brach aus ihr heraus, dass jedoch mit einem traurigen Schluchzen endete.." ..oder soetwas in der Art, dass man ihr gleich anmerkt, das es sie mitgenommen hat.
Wie sie mit dem Fremden umgeht und er mit ihr finde ich sehr gelungen, da es einen amüsiert und interessiert.
Liebe Grüße
Maike
Moondreamer schrieb am 2010-10-07 20:20:49:
die story ist gut. machst du weiter? bitte:-)
neija, mach weiter so
lg
ulali schrieb am 2010-10-07 12:05:36:
voll coool :) schreib unbedingt weiter^^
Sophie schrieb am 2010-10-04 09:09:23:
Einfach toll:) weiter so...:)
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