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Kategorien > Mysterie > Leseprobe

Witch - Zauberhaft

von Writer


"Wie lang verfolgt es mich jetzt schon", grübelte Page jeden morgen, seit dem Abend vor zwei Wochen jeden morgen, wenn er aufschreckte, und keuchend auf seinem Bett saß. "Zum Kotzen is das doch. Wie konnten wir auch so blöd sein, und nachts auf dem Friedhof spazieren."
Er, und sein Freund Tino waren zusammen mit Alex und Patricia nachts, in der Halloween-Nacht auf den Friedhof gegangen, um eine Wette zu gewinnen, und sich ein bisschen zu gruseln, den an Halloween, wurde ihr Friedhof immer besonders schaurig. Manchmal sprangen einige Jugendliche hinter Grabsteinen hervor um dich zu Erschrecken, und griffen aus irgendwelchen Büschen nach dir. naja, Jugendlich. Eigentlich waren sie nicht so viel älter als Page, Tino, Alex und Patricia. Vielleicht zwei, zweieinhalb Jahre. Doch trotzdem, man kannte sie, und irgendwie war es in dem kleinen Dorf Neckbreak Upon Heaven zum Volkssport für die Jugend geworden, sich an Halloween auf dem Friedhof zu erschrecken. Normalerweise hatten Page und Co anderes vor auf dem Friedhof,, doch wenn der Kopflose Hesse, der Gehängte, und andere Gestalten um einen rumgeistern, kann man nun mal kein Geheimversteck aufsuchen und dort ein Feuer machen, um sich Schauergeschichten zu erzählen.. Sonst wäre es binnen zwei Sekunden kein Geheimversteck mehr, sondern ein Bahnhof.
Wie gesagt, waren die Vier nunmal verrückt nach Horror, Mythen, Geistern und Gruseligem. Dies wurde besonders nach einem Geschichtenmarathon der Halloween-Projektwoche der Schule noch geschürt, wenn dies überhaupt möglich war. Ihr Lehrer, erzählte die Geschichte des Fastkopflosen Hexers, der angeblich, in jeder Halloweennacht auf den Friedhof zurückkehrt, um seine verlorene Zauberkraft wiederzufinden. Sie soll in einem alten Haus zu finden sein, in dem sie in einem Buch eingeschlossen is, das von anderen Hexen versiegelt wurde. Der Hexer verlor seine Zauberkraft genau dann, als er erschlagen werden sollte, denn die Hexen des Ortes sahen in ihm eine zu grosse weisse Magie. Nur ein kleiner Teil seiner Magie konnte nicht gebannt werden, da er sie in einem kleinen Kristallflakon an einem Anhänger eingeschlossen war, das er immer um den Hals trug. so starb der Hexer nicht, und sein Geist sucht nun immer noch nach dem Kristallflakon, das ihn ins Leben zurückbringen soll. Tief im Wald, dem Alten Krähenwald, ein wenig abseits des Indianerpfades, stand die Hütte des alten Magiers, das Die vier Freunde als ihr Geheimversteck bezeichneten, da offensichtlich auch im Dorf niemand davon wusste.
In der Hütte selbst sah es schaurig aus, genau nach ihrem Geschmack: An den Wänden zogen sich grosse Spinnweben entlang, hie und da stand ein alter, zerfallener Totenschädel (Ob echt oder unecht, sie trauten sich nicht es zu überprüfen) auf dem eine festgewachste Kerze thronte. Ein altes, ziemlich marodes in ledergebundenes Buch stand auf einem hübsch verzierten, aber arg verstaubten Lesepult. Es gab noch ein zweites, kleines Stockwerk, in dem jede Menge Regale standen, in denen Gläser lagen, manche zerbrochen, manche jedoch mit Flüssigkeiten, die zum Beispiel schwach aufleuchteten wenn man sich ihnen näherte. Doch noch etwas hatten sie in der Hütte gefunden, in der Halloween-Nacht, fanden sie es plötzlich an der Wand hängen:
Einen kleinen, blauschimmernden Kristallflakon. Als Page in von der alten Wand nahm, und ihn begutachtete, schoss das blauschimmernde, als ob es Leben würde durch ihn hindurch, und noch geradewegs durch Alex. Tino und Patricia hatten in einer anderen Ecke gestanden, also passierte mit ihnen nichts. Irgendwie bekamen sie eine grauenvolle Angst, und rannten geradewegs aus der Hütte,. in der sie übernachten wollten, durch den alten dunklen Krähen-Wald. Sie rannten über den Friedhof, ein paar kleine Kinder die sich als Geister und Gnomen verkleidet hatten um, und aus dem grossen Schmiedeeisernen Tor hinaus, auf dem ein Schild hing, auf dem "RUHE IN FRIEDEN STAND".
Irgendwo, in sicherer Entfernung zum alten Krähenwald und der unheimlichen Hütte, hielten sie keuchend und hechelnd an, und Page und Alex begannen an sich rumzufummeln, dann schauten sie noch mal gegenseitig nach, wie um zu prüften ob sie real sind, und noch leben. " Du Schande, was war das, zum Teufel!?", platze Tino in ihrem Baumhaus in Alex` Garten heraus, zu dem sie Sicherheitshalber gegangen waren, weil sie immer noch fürchterlich Schiss hatten. " Keine Ahnung, hat aber auch nicht wehgetan, danke der Nachfrage", sagte Page ironisch " Aber mal ehrlich, ich glaub, noch so was und mir bleibt das Herz stehen und ihr könnt mich gleich liegen lassen..." " Mach mir nur noch mehr Angst,", flüsterte Patricia, "um dich", setzte sie kaum wahrnehmbar hinzu, sodass Page dieses "um dich" Für ein "duck dich" hielt und sich auf den Boden warf, als ob er erwartete, das gleich Nosferatu Persönlich auf ihn zuflog und sich an ihm gütlich tat. Die anderen Drei sahen in verwundert an, dann stand Patricia auf, und strich sich ihren kurzen Rock überflüssigerweise glatt: " Na, egal, jedenfalls sollten wir einfach nach Hause gehn, und uns morgen treffen, oder? Im Tageslicht kommt uns das alles nicht mehr so unheimlich vor, und wir können noch mal zurück in die Hütte..." " Ja, wir haben echt Glück das gestern die Schule abgebrannt ist, und wir nun drei vier Wochen freihaben, mindestens", grinste Page, und stand auch auf. Alex sah in an, blinzelte, und knuffte ihm für ein Mädchen ungewöhnlich kumpelhaft auf den Arm und kletterte zu ihrem Fenster hinein, von wo sie noch ein "Ciao" rausrief, und dann von ihrem riesigen Hund überfallen wurde. Page, Tino und Patricia stiegen die Strickleiter hinab, und Page und Tino gingen auf die andere Strassenseite. Patricia klingelte an Alex` Haustür, da sie bei ihr übernachtete, und Tino ging mit Page.. Page`s Eltern waren nicht da, sie waren in der Zeit in der sie Frei hatten weggefahren, und so hatten die beiden schon seit drei Tagen das Haus für sich allein.
Vor der Haustür kramte Tino nach dem Schlüssel, den ihm Page gegeben hatte, da er gerne solche Sachen verlor. Page griff schon nach dem Türgriff, und dachte sich sich, warum sie nicht einfach von allein aufspringen konnte. Und prompt leuchtete die Klinke hellblau, drehte sich und die Tür sprang auf. Tino starrte Page an:" Hättest du die Güte, mir das nächste Mal zu sagen das du nicht zugesperrt hast, bevor ich mir nen Wolf suche?" " Ich hab abgesperrt und dir den Schlüssel gegeben, Torfnase. Das Teil ist von allein aufgesprungen." " Aber ja, sicher, und ich bin Tino, der gewaltige Kanonenmensch. Manchmal frag ich mich, ob dir die Milch in der Schule nicht bekommt." " Nein, echt! Da guck, ich hab so meine Hand davor gehalten, und unabsichtlich daran gedacht, das sie doch von allein aufgehen könnte. Dann ist sie aufgesprungen. Page hielt die Hand über den Blumentopf, der auf der Veranda stand, und sagte dann: " Da, pass auf. Platz!" Erst passiere nichts, Tino starrte auf den Blumentopf, der genauso aussah wie vorher, dann gab es einen Knall, und der Blumentopf sprang in tausend Stücke und die Scherben stoben nach allen Richtungen davon. Page und Tino lugten hinter der Hollywoodschaukel hervor, hinter die sie noch rechtzeitig geflüchtet waren, sahen sich an, und rannten ins Haus. SIe knallten die Tür zu, und Tino sprach in einem seltsam gebutterten Ton: " Ich denk mal, wir sollten unser zeug nehmen, und einfach zu Alex und Patricia rübergehn, wie wirs eigentlich vorhatten. Das ist bestimmt cool, mal wieder zusammen zu übernachten, und so, weisst du?" " Eh, ja, bestimmt.. Alex.. und so.. ja..."
Und die beiden rannten nach oben, schnappten sich ihre Schulrucksäcke in die sie schleunigst Zeug stopften, das sie annähernd gebrauchen konnten, wie Taschenlampen, Unterhosen, und eine Packung Kondome, von Page`s vier Jahre älteren Bruder. Doch wohl eher nur weil sie seit zwei Wochen neben der Packung Kaugummi stand, und Page sich in der Aufregung vergriff...
Dann polterten sie die Treppe hinunter, wetzten über die Strasse, und hinauf auf das Baumhaus, von wo sie zu Alex und Patricia durch das Fenster kletterten. Auch Alex` Eltern fuhren weg, und überliessen den Vier Freunden das Haus, unter der Auflage, das sie es sauber hielten. Alex stand schon neben dem Fenster, immer noch in ihren schlabbrigen Jeans, dem schwarzen T-Shirt mit mit einem Toon-Totenkopf, und ihren kurzen blonden Haaren: " Nach hopp, wir warten schon. Wir haben uns gedacht, das wir heute Nacht nochmal zurückgehen, aber erstmal was anderes." Sie riss Page den Rucksack aus der Hand, warf ihn auf das Bett, sprang hinterher, und kniete sich neben den Rucksack. " Wir wollten doch die Riesenkaugummiblase machen. Ich hoff ma du hast ihn dabei, Alter." Sie wühlte im Rucksack herum, warf die Boxershorts durch die Gegend, und entdeckte eine Packung, doch auch sie griff die Falsche: Sie hielt die Packung Verhütungsmittel hoch, anstatt die Kaugummis hoch. " Äh, meinst du, die brauchen wir heute noch, oder wolltest du die überhaupt benutzen. Und wenn bei w.. " " Ach halt die Klappe! Die gehört da nicht rein!", schnarrte Page, riss ihr das Päckchen aus der Hand und warf es in die Ecke. Page war etwas elend, Alex war ziemlich niedlich wie sie da auf dem Bett kniete. Aber das sie in seiner Unterwäsche wühlte, war ihm mehr als unbehaglich. Das sie auch noch diese Dinger hatte rausnehmen müssen, gab dem Fass den Nagel in die Hand, und er drehte sich um und versuchte Tino in ein Gespräch zu verwickeln, und auch in diesem Moment tauchte Patricia in der Tür auf, mit einem Tablett, auf dem Unmengen Essbares lag.
" Da, bitte, bedient euch." " Du weisst ja schon, das meine Alten mich nen Kopf kürzer machen, wenn wir ihnen den Kühlschrank auseinander nehmen, fragte Alex in einem gleichgültig-sarkastischen Ton, und hoppste vom Bett, und machte sich als Erster über die Fressalien her. Dann schlüpfte sie mit einem Arm voll Süssem unter die Bettdecke und nahm ein alt aussehendes Buch aus dem Nachttisch. Sie hatten es selbst zusammengestellt, aus alten Schauermärchen, Bildern von ihnen am See, und anderen Dingen. Page, Tino und Patricia zogen sich Federdecken und ähnliches heran und aus den Schränken, Alex wiederum pfiff nach Spike. Ihr ziemlich grosser, schwarzer Hund kam angelaufen, sprang auf das Bett und drückte sie fast alle platt. Nachdem er Page besiegt hatte, auf ihm lag, versuchte er ihn abzulecken wie ein Eis, was Alex köstlich amüsierte.
Nachdem sie ihn davon befreit hatten, nahm Patricia das Bild an sich, und schlug die Seite mit den nicht lange zurückliegenden Sommerferien auf. Damals waren sie oft am See gewesen. Als sie das Bild fand, auf dem sie alle Vier zu sehen waren, keuchte sie, und liess das Buch auf die weiche Decke fallen. " Hey, Patricia, was geht denn ab? Hast du Probleme?", er nahm das Buch, und auch er machte grosse Augen: Auf dem Bild hinter ihnen, war deutlich eine grosse schattenhafte Gestalt zu sehen, die durch die Büsche streifte. Zitternd legte er das Buch in Alex` ausgestreckte Hand, und sie sah mit Tino hinein, und auch sie waren sprachlos. Die Gestalt war vorher nie auf dem Bild gewesen. NIE. " VERDAMMT!, was - is - das?!" " Sieht aus wie ein Werwolf", kicherte Alex zittrig, "aber so ein Quatsch. Die gibt's ja sowieso nicht. Nein, die kommen, wenn sie überhaupt existieren würden nur bei Vollmond. Oder Page?" Page sah sie kurz an, dann nickte er knapp: " Vollmond, stimmt. Aber ich hab mal gehört das Vampire sich in welche verwandeln können", murmelte er vor sich hin. " Aber sicher Vampire. Alter, du bist echt krank. Nur weil Mrs Thompson aussieht wie eine Leiche, ist sie noch keiner." Plötzlich sprang Page auf, riss das Fenster auf und sprang hinaus. Drei Meter in die Tiefe. Alex und Patricia stürzten ans Fenster, Tino sass verdattert auf dem Bett und starrte dahin, wo eben noch Page gesessen hatte: " Was zum Teufel is denn mit dem? Geht's ihm gut?" " GUT? Ich glaub ich spinne! DER LÄUFT DAHINTEN! Was ist der? Ein Immortal?", keuchte Patricia. Doch Alex schien es zu dämmern, warum er das so einfach schaffen konnte. Er hatte einfach gewusst das er es schaffen würde. Es musste mit dem unheimlichen blauen Licht zu tun gehabt haben, das durch die beiden ging. Alex, ohnehin schon sportlich, fasste sich ein Herz, und wollte es tun. Sie stellte einen Fuss auf Fensterbrett.
" ALEX! HÖR AUF! WAS TUST DU? DREHT IHR JETZT BEIDE DURCH!?" Tino sprang vom Bett, doch Alex sprang ab. Etwas zu fest, denn auf einmal fühlte sich sich unglaublich leicht, und mit einem Magenhüpfer stand sie plötzlich auf dem Baumhausdach. Ohne weiter nachzudenken, hüpfte sie weiter, runter in den dunklen Garten, über den Zaun, und immer Page hinterher. Tino und Patricia starrten einander an." Verdammt nochmal, und ausgerechnet an Halloween", stöhnte Tino, dann kletterten die beiden über da Baumhaus in den Garten, und auch sie liefen die Strasse entlang. Doch Alex und Page waren nicht mehr zu sehen, nur noch Alex Fuss, wie er über eine etwas entfernte Nachbars Mauer sprang und dann wieder verschwunden war. Da die Beiden es nicht besser wussten, liefen sie einfach dahin, wo sie hingehen wollten, noch etwas später am Abend. Und tatsächlich, am Friedhof Eingang standen Page und Alex, hielten sich die Hand, und starrten auf das grosse Schmiedeeiserne Schild. " Kinder, wenn ihr hier nur in Ruhe Händchen halten wollt, dann sagt es. Und zieht keine Matrix Nummern mehr ab." " Ach halt die Klappe, Tino, und komm einfach." Händchen halten? Jetzt fiel es ihm auf: Er hielt wirklich Alex `Hand. Auch ihr schien es bewusst zu werden, denn sie lockerte ihren Griff, und lief leicht rot an, soweit sich dies in der Dunkelheit sagen lassen konnte. Dann liessen sich sich beide los, und zu viert gingen sie auf das dunkle Friedhofs Gelände. Patricia und Tino tauschten noch einen Blick, und hielten mit Mühe ein Grinsen zurück.
Wieso gingen sie jetzt nochmal auf den Friedhof zurück, dachte Page. Als ob noch nicht genug Mist passiert wäre, nein, sie waren so dämlich noch einmal an den Ort zurückzugehen. An den Ort, an dem die ganze Misere angefangen hatte. " Page, sag mal Alter, ist dir klar das du genau dorthin gehst, wo auf dem Bild dieses Monster war?" Nein, es war ihm nicht klar. Er lief einfach nur. Tino ging dicht hinter ihm, Alex klammerte sich an ihn, und Patricia drückte die Hand von Alex blau. " AAAHHHH!!!!!" " WAS? IS WAS KAPUTT! DER WOLFSMENSCH??
" Welcher Wolfsmensch, ihr Kleinkinder?" Hinter ihnen standen ein paar Jugendliche, allesamt mit komischen Masken, die irgendwelche Horrorfiguren darstellen sollte, diese sahen aber schrecklich unecht aus. " Komm schon, Tompson, geh mir nicht auf den Wecker, und lass uns einfach weitergehn. Wir haben keine Zeit für euch." " Ouh, hast du Angst vor uns, Scheisserlein? Kleiner, wir gehen ja gleich, dann kannst du weiterkuscheln." Tompson und die anderen hinter ihm johlten. Page sah ihn wütend an, doch bei den Gestalten die hinter ihm sahen zu bedrohlich aus. Page dreht e sich auf dem Absatz um.Alex und Tino taten es ihm nach. Patricia hingegen starrte auf ein dunkles Gebüsch. "Alex, da ist was. Da, schau, da steht was." " Siehst du sie kommen oder.. oh." " WAS GEHT DEN MIT EUCH! DREHT IHR EUCH GEFÄLLIGST UM?! " Verdammt, Tompson, halt dein blödes Schandmaul. Und jetzt komm rüber zu mir, sonst bemerkt es euch." Tompson sah ihn an als sei er verrückt geworden. "Das da im gebüsch? Das is doch nur ein Hase, oder so. Da, schaut." Er nahm einen langen Stock vom Boden, und ging auf das Gebüsch zu. Da drin reckte sich was, und noch kurz bevor er richtig mit seinem Stock hineingestochen hatte, knurrte etwas dahinter. " Äh, Brown, seit wann knurren Hasen?" " Keine Ahnung, nur jedenfalls ist das KEIN Hase.", sagte ein Grosser und dürrer Kerl, der in der kleinen Gruppe stand. Es passierte urplötzlich: Ein zotteliges Wesen sprang aus dem Gesträuch, und warf Tompson um. In der Dunkelheit sah Page nur die flackernden Augen, und die grellen gelben Zähne. Es war dem schattenhaften Umriss nach kein Werwolf, sondern irgendwas anderes. Den plötzlich schälten sich aus dem zottigen Fell andere Gestalten. Kleine Kinder kamen heraus gekrochen, doch Page reagierte zu schnell. Er griff einen Stein, und schleuderte ihn auf das "Biest" zu. Gleich darauf war ein Schrei zu hören. Tompson strampelte sich zitternd aus dem Knäuel hervor, eines der Kinder jaulte immer noch, und als es ins Licht der kleinen Laterne kam, die offensichtlich in dem Kostüm steckte, sah Page, das es sich die Stirn hielt. Der Stock kullerte auf geräuschlos den Boden. " IHR DRECKSBÄLGER! HAB ICH NICHT GESAGT, IHR SOLLT ZUHAUSE BLEIBEN!?!", bellte Tompson. Alex sah in verwundert an:" Zuhause? Heisst das, diese Mistkröten sind deine Geschwister?" " Sind sie, ja. Aber sag nicht noch einmal Mistkröten zu ihnen, Johnson, sonst hast du Ärger." "Ärger? Bekomm ich den von dir, grosser zitternder Häuptling, der schreit wie ein Mädchen?"

Ein andere Tag

Nach dem Vorfall des vorigen Abends erfuhr man, das John Tompsons jüngerer Bruder mit einem Nasenbeinbruch zum Arzt musste. Das lies Tompson natürlich alles an Page aus.
Ungefähr gegen halb acht morgens stand er mit seinen Spiessgesellen in Alex Garten: " Halliwell! Komm da raus! Ich hab ein Huhn mit dir zu reissen!
Page, noch verschlafen, kletterte aus dem Deckengewirr neben Alex, und ging zum Fenster. Er blinzelte hinaus auf die Strasse und sah dort die Bande von Tompson stehn. Ohne ein Wort zu sagen und bevor Tompson ein Wort sagen konnte, schob er das Fenster zu. Als erstes regte sich dann eine Viertelstunde später Alex, die Page am Fenster stehen sah: " N´Morgen. (Sie gähnte herzhaft) Und, gut geschlafen nach gestern? Ich schon. ZU sehen wie sich dieser Depp zum Narren gemacht hat, hat mir den Schlaf gerettet. Und ich dachte schon, hier in unserm kleinen Dörfchen geschehen unheimliche Dinge." Dann schlufte sie Barfuss zur Tür, drehte sich um:"Du...", Page wandte sich um und sah sie neugierig an " netter Hairstyle zwinkerte sie, undstreckte die Zunge raus. Page sah in den Spiegel über ihrem Schreibtisch und fing an zu grinsen, als er das zerzauste und zerwuschelte haar sah, das vorne wie immer in Strähnen in sein Gesicht fiel. Alex schleppte sich die Treppe runter, wohl um etwas essbares für alle zu suchen, Page trappste zu Tino und Patricia, stiess sie mit dem Fuss an, damit sie aufwachen sollten und suchte dann nach dem Bad. Ihm war plötzlich so munter zumute das es so früh am Morgen verboten sein sollte. Das Bild von Alex, grinsend mit rausgestreckter Zunge fand er so witzig und niedlich, das er am liebsten laut angefangen hätte zu lachen. Er stand kurz darauf im Bad, und sah in den grossen Spiegel an der Wand, aus dem ihm ein schlaksiger Junge von 15 Jahren entgegenblickte, wie gesagt die schwarzen Haare furchtbar zerzaust, mit hübschen blauen Augen, und einer Kette mit einem magischen Zeichen um den Hals.
Er griff sich an den Nacken, und er hörte es krachen als er den Kopf zur Seite neigte, dann durchzog ihn ein fürchterlicher Schmerz. Als er seine Haare einigermassen gezähmt hatte, ging er hinaus, Richtung Küche. Auf halbem Weg, mitten auf der Treppe fiel ihm dann ein, das er sein T-Shirt noch oben hatte. Dies wurde ihm deutlich, als er Tino, Patricia und Alex begegnete. Sie sahen ihn an, er drehte sich um, trabte nach oben ins Zimmer, und zog sein T-Shirt an. Unten in der Küche, sassen Tino und Patricia schon am Tisch, und taten sich an Leckereien aus dem Kühlschrank gütlich... "Moin, wie geht's?" trällerte er, schmiss sich regelrecht auf einen freien Stuhl, und rieb sich die Hände. Dann griff er nach allem was er kriegen konnte, ohne zu achten ob es grade einer in der Hand hatte oder nicht. Patricia sah ihn mit grossen Augen an: " Warum so gut gelaunt?", grinste sie ihn an. "Och, Cia, (So nannte er sie, Patricia war ihm nämlich zu lang) einfach so mal. Is doch cool, dieses Übernachten, oder?" Dann sprang er uf, riss die Milch vom Tisch, und suchte nach dem Eis in der Truhe. " Ey, Page, cool! Shakes!", polterte Tino, sprang ebenfalls kurz vor Cia auf und die drei fabrizierten sich ihre Getränke. Als Alex endlich aus dem Bad kam (was bei ihr doch recht lange dauerte, an den Haaren konnte es nicht liegen, sie hatte ja recht kurze Haare...), sah sie sich dem vollkommenen Chaos gegenüber: Die drei hingen irgendwo in der Küche rum, ihre Milchshakes in der Hand, und sahen sie erschrocken an, denn die Küche war über und über verdreckt durcheinander. " Au, verdammich, jetzt dreht sie durch...", dachte Page, doch zu seiner grossen Überraschung: "Joar, geil. Is noch was für mich da?", fragte sie ging zum Kühlschrank, und zog sich einen Shake raus. Sie hatte den Strohhalm zwischen zwei Fingern , steckte sich ihn in den Mund und sah sich um. Die Vier sahen sich dann an, und prusteten erstmal in ihre Milchshakes.
Doch ein Problem gab es: Die Küche sah aus, wie nach einer furchtbaren Schlacht. Erst aufräumen, oder auf Tour gehen, hies es. Ganz klar, normalerweise erst aufräumen. Nach den Ereignissen der Halloweennacht jedoch, war eines klar: Vor dem Aufräumen, wäre die Stadtbibliothek fällig. Einige Minuten später standen sie schon an der Tür. Während Alex noch nach etwas suchte, spähte Cia aus dem Türspion:" Eh, Leute, ein Problem." " Was? Welches Prob denn?", fragte Page verdutzt, und sah selbst hindurch: Man hätte meinen können, das man jemandem nie etwas so Übel nehmen kann, aber anscheinend war Tompson da anders. Draussen stand er, zusammen mit genügend Freunden, um einen Kleinkrieg anzuzetteln. Sie schienen auf sie zu warten. Ohne viel nachzudenken, gingen sie zur Kellertreppe, die einen Ausgang zum Garten hatte. Sie schlichen hinaus, durch das Nachabr-Grundstück ( Dessen Besitzer auch in Urlaub zu sein schienen, was in der Strasse mittlerweile zur Mode wurde, die Kinder über die Ferien mal sich selbst zu überlassen), das ziemlich überwuchert war, und von dort aus zur Stadtbibliothek.
Die Stadtbibliothek war ein ziemlich alt aussehendes Gemäuer, das Schüler für gewöhnlich mieden, mal abgesehen von gewissen Leuten, die Lust darauf hatten, von Mrs Fleedwood zur absoluten Ruhe verdonnert zu werden. Sie gingen hinein, zund sofort baute sich eine knochige Frau vor ihnen auf, die gut aus einem Horrorfilm hätte entsprungen sein können. Mrs Fleedwoods gewaltige Kette baumelte von ihrem spindeldürren Hals, und die ziemlich verrückt aussehende Brille (die ihre Augen auf ein vielfaches der normalen Grösse anschwellen lies...) sahen immer zum Schreien komisch aus. Jedoch, wenn man sich ihr gegenüber sah, war es nicht ratsam, plötzlich loszugiggeln. Sie zerrte alle Vier auf einmal in einen kleinen Nachbarraum (wie sie das schaffte, war irgendwie ungeklärt), und dort bekamen sie eine Standpauke. " Ihr, was sucht ihr hier! Ich habe euch noch nie hier gesehen, aber wenn ihr glaubt, ich wüsste nicht, das ihr Ärger machen wollt, das habt ihr euch geschnitten!", wetterte sie sie an. Tino machte ein Unschuldsgesicht, und sprach mit einer Stimme, zum Eisblock schmelzen:" Aber Mrs Fleedwood, wir wollen doch nur ein bisschen in den Bücher etwas nachschauen, das dürfen wir doch, oder?" Und wie um seine Worte zu unterstützen, grinsten alle Vier mit einem unschuldig-bittenden Flehgrinsen, das sie unmöglich ablehnen konnte. Nachdem sie sie endlich in ihre staubigen Hallen gelassen hatten, und sie hoch und heilig versprochen hatten, nicht zu stören, gingen sie auf die Suche nach den Regalen (Sie waren nach Bücher titeln alphabetisch geordnet) J, H, G und F. Kurz gesagt, sie suchten ihre Familiennamen. Auserdem verlangten sie von Der Bibliothekaren Ferienaushilfe Sharon um Bücher die sich um Magie drehten. Sharon brachte ihnen Bücher wie Hexen, Magier und Finstre Mächte: Vieles was sie wissen sollten oder Magische Spiränzchen für Fortgeschrittene, und auch Abrakadabra: Einführung in einfache weisse Magie. Als Sharon endlich das letzte Buch brachte (Verborgene Kräfte in ihrem Innern von denen sie nichts wussten und was sie nun damit anfangen), setzte sie sich selbst dazu . Sie hatte auch Spass an solchen Dingen, und sie war auch schon oft mit ihnen unterwegs, nachts. Die ungewollten Ferien jedoch über, war sie von ihren Eltern, die dem Urlaubs-Trend folgten, dazu gebracht worden, der "guten" Mrs Fleedwood in der Bibliothek zu helfen. Glücklicherweise, durfte sie morgen auch mal ein paar Tage nicht kommen. In den Familiennamen Büchern fanden sie recht wenig, was etwas bringen könnte. In Verborgene Kräfte in ihrem Innern von denen sie nichts wussten und was sie nun damit anfangen fanden sie etwas weitaus mehr Nützliches, worauf sie Sharon lautstark mit einem Ausruf der Überraschung aufmerksam machte:" Hey, da, guckt! Nach so was sucht ihr doch, oder??" ("PSSSSSSSCHT," kam von Mrs Fleedwood) Page zog das Buch zu sich., und las den Abschnitt laut vor:

"Besonders bemerkenswert ist, das die Hexen und Zauberer der Familie Halliwell erst ab dem 16. - 17. Lebensjahr ihre Magischen Kräfte zeigten. Dies bis auf weiteres nur bis zum Jahre 1883, abgesehen von einigen Wenigen Halliwells, die ihre Kräfte immer noch spät offenbaren. Die Halliwells bilden eine ihn Magischen Kreisen angesehene Familie, mit eindeutig grossen magischen Fähigkeiten."

Das Kapitel erwähnte die Halliwells nicht weiter. "Page Halliwell...", hauchte Alex. " Nein, das müssen andere Halliwells sein. Meine Familie kam, soweit ich weiss erst um 1890nach Amerika. "sagte Page, und blätterte fieberhaft im Buch, um eine weitere Erwähnung seines Namens zu finden. Nachdem er ungefähr 50 Seiten des gewaltigen Wälzers durchkämmt hatte, stiess er im Kapitel "Irrtümer über Zaubererfamilien und wie man seine eigenen Kräfte entdeckt"

Wie in einem vorigen Kapitel erwähnt, ist ein verbreiteten Irrtum über eine der bekanntesten Zaubererfamilien Halliwell im Umlauf. Die Halliwells kamen, nicht wie vorgegeben 1890 nach Amerika, sondern schon um 1870 dorthin. Sie lebten ziemlich abgeschieden, und waren in keiner Stadt gemeldet, allein schon, weil sie fürchteten, ihr Fähigkeiten würden entdeckt, und schon wie im Mittelalter wieder verfolgt. Erst gegen 890, als man nicht mehr so Abergläubisch war, meldeten sie sich in einer Stadt als wohnhaft.
Weiter zur Familie Halliwell ist zu sagen, das spätere Generationen ihre Kräfte oft nicht richtig wahrhaben wollten, bis gar nicht entdeckten,.Die Familie ist im Besitz eines Wertvollen Buches, das in ihrem Viktoranischen Geburtshaus, in dem der erste in Amerika geborene Halliwell (George T. Halliwell) geboren wurde. Es steht in der Nähe des kleinen Ortes Neckbreak Upon Heaven. Die Halliwells zogen von dort gegen 1885 ausals..

Doch weiter las Page gar nicht, er war schon im Begriff aufzustehen, als ein leisen Ratschen ertönte. Alex die neben im sass, hatte drei Blätter aus einem der Bücher gerissen, und stopfte sie sich hastig in die Taschen. Tino sah sie mit grossen Augen an, Sharon machte auch ein panisches Gesicht und sah sich nach Mrs Fleedwood um:" Verdammt, Alex, was soll das! Du kannst nicht einfach Seiten herausreissen." " Na, vergiss es. Ich äh, geh denn jetzt mal. Bleibt ihr hier? Ach, Page, komm bitte mit, ich bräuchte deine Hilfe...", somit wartete sie dann gar nicht erst eine Antwort oder Widerspruch ab, sondern packte ihn am Handgelenk, und sprintete mit ihm zur Tür hinaus. Patricia und Tino konnten ihnen dennoch nicht folgen, weil Mrs Fleedwood aus irgendeinem Grund höchst ungehalten war, und sie dazu verdonnerte, zu bleiben und Sharon zu helfen...
Derweil hechtete Alex mit Page an der Hand über zahlreiche Gartenzäune, und rannte mit ihm zu ihrem Haus (vor dem immer noch Tompson und Co platziert waren. Sie Schlichen wieder durch den Keller ins Haus, und Alex griff sich eine Karte aus dem Schreibtisch ihres Vaters.. Dann rannten sie wieder durch den Garten nach draussen, und Alex wollte unbedingt zum Friedhof, in die Hütte auf dem Alten Indianer-Pfad.....

Kommentare

William Turner X@aol.com schrieb:
Ups, sorry, Kinder.. Ich bin der Writer, Autor, dieser (Hoffentlich interessanten Geschcichte XD) Seht mir Bitte Feher nach, und ich muss bedauern, das mir ein Fehler unterlief.. Mein Email Adresse lautet richtig:L
William Turner X@aol.com
so.. genug, bitte.. mehr isses net. cucu
Coolerbender913@aol.com schrieb:
Gut, gut!!Ist zufriedenstellend!!

Aber Ich glaube, wenn es so lange Geschichten gibt liest die Wahrscheinlich keiner mehr!!´Du könntest deine Geschichte/n etwas kürzen...aber ich will dir nichts vorschreiben...mach so weiter wie du willst...
williamturnerx@aol.com schrieb:
Ehm, das is ja auch eigentlich keine Kurzgeschichte..XD
Ich bin immer noch dabei sie zu schreiben, hab aber wegen Schule und all dem Mist noch keine Zeit gehabt wirklich was Sinnvolles hinzubringen.... Tjatja, das ewige Leid der Schüler..XD Bis denn, wartet mal ab, vielleicht kommt doch noch was..=)
noname schrieb:
Hey Autor, ich muss erst mal sagen fettes Lob. Ich schreibe selbst Stories und weiß wie schwer es ist. Was du geschrieben hast ist gut. Mach ein Buch draus. Bei mir hats auch geklappt. Mein erstes Buch kam vor zwei Jahren als ich 11 war heraus. Also schick es an verschiedene Verläge. Vielleicht hast du Glück.

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