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Kategorien > Abenteuer > Freundschaft, Leben, Schicksal

Wo die Sterne stehen - Prolog

von Lara - Malou von Kroge

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>Prolog<

Agora hechtete die Treppen hinunter. Die Versammlung sollte um 18 Uhr beginnen, doch jetzt war es schon zehn Minuten nach. Hastig stolperte sie eine große Treppe hinunter und wendete sich zum Informationsstand. Sie rannte auf die Frau hinter dem Tresen zu.
„Entschuldigung, wo ist bitte die Versammlung von um 18 Uhr?“
Die Frau lächelte sie an. „Nun, welche Versammlung meist du denn?“
Agora starrte sie verblüfft an. „Na, die Presseversammlung zum Wächter-Film!“, stieß sie hervor.
„Einen Moment, bitte“, antwortete die Frau höflich und blätterte in ihren Unterlagen.
Schneller, dachte Agora, oh, bitte, mach’ schneller, ich darf nicht noch später kommen, als ich eh schon bin! und trat nervös und einem Bein aufs andere.
„Ah, hier ist es“, sagte die Frau. „Michael Neill? Regisseur von "Der Wächter der sieben Pforten 2"?“
„Genau“, hauchte Agora erleichtert.
„Saal 12, gleich da vorne den Gang entlang, dann die erste rechts, da kommst du zu den Sälen 10-16.“
„Danke!“ Und schon war Agora in dem eben beschriebenen Gang verschwunden.
Bevor sie den Saal betrat, klopfte sie nervös an.
„Ja, bitte?“
Sie öffnete die Tür. Verschämt huschte sie durch sie hindurch und schloss sie dabei wieder hinter sich.
„Ah, Agora, da bist du ja.“ Agora lächelte dem Regisseur Hilfe suchend zu.
„Entschuldigen Sie, dass es so lang gedauert hat, aber ich wusste nicht, wo der Saal ist und ich musste vorher noch mal auf-“ Michael lächelte gespielt.
„Schon gut, schon gut“, unterbrach er Agora hastig, und verhinderte dadurch, dass sie weitersprach. Nun kamen einige Reporter aufgeregt auf sie zu. Agora bemerkte, dass dieses halbe Dutzend nichts war im Vergleich zu der Massenansammlung vor den Hauptdarstellern, die bereits in der einen oder anderen Ecke des gigantischen Raumes Interviews gaben.
„Dann wollen wir mal“, sagte ein Reporter und pflanzte sich direkt vor Agora, der langsam bei diesem Menschenansturm etwas mulmig wurde. Die anderen Journalisten und Reporter taten es dem ersten gleich, sich um die besten Plätze für die ihre Zeitung bemühend.
„Ich bin Mr Howard von Junior Life. Könnten Sie mir wohl ein paar Fragen beantworten?“
„Sicher“, antwortete Agora ein wenig eingeschüchtert und blickte etwas scheu auf die übrigen Reporter.
„Es ist ihr allererstes Interview“, setzte Michael die Reporter fürsorglich in Kenntnis.
„Oh!“ Mr Howards schien überrascht, doch dann lächelte er und alle anderen Reporter taten es ihm gleich. „Sehr gut...“
Agora konnte sich keinen Reim darauf machen, warum so etwas „sehr gut“ war, aber sie folgte den Reportern, die vor ihr massenhaft Stühle hinstellten und sie ihr eifrig anboten. Zögernd nahm sie einen Stuhl und setzte sich hin. Sofort rückten alle Reporter auf sie zu und sprachen wie wild auf die ein. Am liebsten hätte Agora geschrien: Einer nach dem anderen, Leute, beruhigt euch! Doch das konnte sie ja nicht sagen.
„Moment bitte“, sagte sie deswegen mit einem entschuldigenden Lächeln und die Reporter verstummten, erpicht darauf, ihre Fragen beantwortet zu bekommen. Und dann sagte sie es doch: „Eine Frage nach der anderen, mein Kopf brummt schon!“ und sie lächelte die Reporter an. Mr Howards lachte auf.
„Natürlich“, sagte er. „Dann fange ich mal am besten an und alles anderen ergänzen, nicht wahr?“ Einige Reporter grummelten, doch sie widersprachen nicht.
„Also. Erzählen Sie doch mal etwas über sich.“ Agora rutschte auf ihrem Stuhl.
„Ich bin Agora Martens, 16 Jahre.“ Sie erinnerte sich plötzlich daran, dass es gefährlich war, der Presse zu viel Persönliches preiszugeben, das hatte man ihr eingebläut.
Die Reporter schrieben fleißig mit. Agora musste lächeln. Es schien grotesk: Sie hatte doch tatsächlich unbeschränkte Macht über diese vielen Herren und Damen. Sie konnte ihnen mit einem simplen gesprochenen Wort alles für Wahr verkaufen!
„Wo wohnen Sie?“, fragte ein Reporter und alle anderen verstummten. Sie sahen Agora an, als wäre sie ein wirklich dummes Kaninchen, das seinem Jäger sorglos in die Arme gelaufen war. Doch Agora hatte etwas Gutes zu erwidern.
„Ich komme aus Frankreich“, sagte sie stolz. Mr Howards sah sie prüfend an.
„Wirklich!“, beharrte Agora und hielt absichtlich Augenkontakt, damit es nicht aussah, als ob sie lügen würde, denn das tat sie nicht.
„Können Sie uns dann etwas auf französisch sagen?“, fragte er.
„Salut à tout les crétins qui me ne croient pas qu’on vit en France depuis quelques années“, erwiderte Agora prompt. Sie verschrenkte die Arme und zog erwartungsvoll die Augenbrauen hoch. Der Reporter sah sie etwas irritiert an.
„Gut…“, stammelte er schließlich. „ Was hieß das?“
„Können Sie denn kein französisch?“, fragte Agora lächelnd. Der Reporter sah etwas verärgert aus.
„Ich habe es verstanden“, sagte eine braunhaarige Frau hinter Agora. Erschrocken drehte sie sich um. Hatte sie die Beleidigung etwa auch verstanden? Doch die Frau lächelte und Agoras Puls beruhigte sich nach den Schreckenssekunden.
„Also?“, fragte Mr Howards auffordernd und sah Agora an.
„Äh…an … alle, die mir nicht glauben, dass wir schon seit einigen Jahren in Frankreich leben“, sagte diese stockend und sah zu der Braunhaarigen hinüber. Ihr Lächeln wurde breiter, doch sie sagte netterweise nicht, dass Agora die Reporter eigentlich „Idioten“ genannt hatte. Ein anderer Reporter griff seine Arbeit wieder auf.
Agora gefiel die Situation plötzlich wieder und hatte Gefallen daran, etwas zu wissen, was andere nur zu gerne wissen wollten.
„Wie kommt es, dass du zum Film kamst?“, fragte nun eine junge Frau.
„Ich und meine Freundin Jessica haben einen Schüleraustausch hierher gemacht und-“
„Zu welche Schule denn?“ Agora mochte es nicht, unterbrochen zu werden, deswegen war ihr Tonfall etwas ärgerlich, als sie antwortete.
„West Ham High.“ Sie sah, wie ein Journalist vor ihr ein großes WHH auf seinen Notizblock schrieb.
„Weiter, bitte“, sagte ein Lockenkopf von der Jugendzeitschrift Teen Time.
„Ja... Also, wir haben einen Schüleraustausch gemacht und im…“, sie erinnerte sich daran, keine persönlichen Dinge, wie zum Beispiel ihren jetzigen Wohnort, zu verraten, „… und bei einer Freundin gewohnt. Die hat uns dann zum Spaß bei den Castings angemeldet. Es war eigentlich nur… nur fun“, redete Agora weiter. „Doch dann wurde ich ein zweites Mal eingeladen, um noch einmal etwas vorzulesen, damit sie sich besser entscheiden konnten. Ihre Wahl fiel dennoch zuerst auf eine „echte“ Schauspielerin, doch dann merkte diese, dass sie zum besagten Zeitpunkt keine Zeit für einen weiteren Film hatte und so wollten sie ein anderes gutes Mädchen, doch deren Manager verlangte ein zu großes Honorar und so fiel die Wahl auf mich, denn ich… Tja, mich haben sie wahrscheinlich spottbillig gekriegt, aber für mich war das schon sehr viel Geld!“
„Wie viel ist es denn?“, fragte die junge Journalistin.
„Darüber redet man nicht“, sagte Agora lächelnd. "Außerdem geht es doch auch um den Spaß an der Filmarbeit, oder?"
„Sehr richtig“, sagte Michael, der nun auf

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Kommentare

Heartbreaker schrieb am 2009-01-20 14:40:23:
Hey du, nun dann bin wohl ich an der Reihe zu lesen und zu kritisieren ;)
Jedoch, gibt es nicht vieles zu kritisieren außer: Das die Geschichte einfach so endent.
Nein wirklich, das ist eine klasse Geschichte und ich hoffe sehr, dass es weiter geht mit "Agora"!
Dein Schreibstil ist wunderbar, man kann gut folgen und die Charaktere sprühen vor Leben, als ob du ihnen Leben eingehaucht hättest und gerade deswegen kann man der Geschcihte wunderbar folgen, großes Kino! ( jaja Wortspiel zum film, aber was solls? xD)
liebe Grüße HB
Jess schrieb am 2009-01-17 16:15:24:
Hey du!

Hier kommt mein Kommi wenn auch ein wenig verspätet *schämend in die Ecke schleich*
Ich liebe diese Geschichte einfach. Von Anfang habe ich sie geliebt - alles an ihr. Die Charaktere, dein Schreibstil, deinen Perfektionismus an einer Szene zu feilen, bis die in deinen Augen perfekt ist. Auch liebe ich die Eigenschaften der Charaktere. Und man kann an deinen Dialogen sofort erkennen wer mit wem spricht.
Kurz um: Ich liebe diese Geschichte beinahe so sehr wie meine eignen und du weißt was das bedeutet *zwinker* Und ich bin stolz, dass ich für sie mit Parte stehen durfte und du mit Problemen immer zu mir kommst - denn ich weiß dass es dafür seeehr viel Vertrauen braucht.
Hab dich lieb, Jess
Zmeilii schrieb am 2009-01-15 17:19:44:
Nicht schlecht!!! Ganz schön ln stress, diese Agora =) und wer wohl Jessica ist?
Freu mich schon auf den nächste teil!
Lara-Malou schrieb am 2009-01-14 18:14:05:
Liebe Lilly!

Erst einmal vielen vielen Dank für dein Kommentar! Ich würde mich sehr freuen, auch in Zukunft so nette Rückmeldungen zu bekommen! =) (dies gilt auch für TJ Omar) =)
Mein Großvater ist eher Schriftsteller aus Leidenschaft. Er schreibt über die Kriegszeit, und hat bis heute allerdings nur eins dieser Schriften veröffentlicht. Vielleicht muss ich dich enttäuschen damit, dass er nicht so berühmt ist, wie Romanhelden wie Cornelia Funke oder andere Schriftsteller dieses Jahrhunders, aber - es hat gereicht, denn 1 Jahr später hat man sein Buch verfilmt und ihn sogar gebeten, eines seiner Zitate ins Brockhaus aufnehmen zu dürfen. Das war für ihn eine besondere Auszeichnung. Er kann für meine Verhältnisse wunderbar erzählen und ich erinnere mich daran, dass er mir früher aus einem Buch vorgelesen hat, das niemals endete und als ich mich schon fragte, wie das denn möglich sei, erkannte ich, dass er die bunten Geschichten nicht aus dem Buch sondern von irgendwo tief in sich drin herauslas. Da wurde mir als kleines Mädchen das erste Mal klar, dass Bücher nicht in der Bibliothek wuchsen, sondern dass man sie mit etwas Liebe und Fantasie selbst erwecken kann.
Das hat mich sehr fasziniert.
Danke für deine Nachfrage! =)

Viele viele liebe Grüße,
Lara-Malou
Traumfänger schrieb am 2009-01-14 09:55:20:
Die Geschichte hat was an sich, dass einen zwingt, weiterzulesen. Gefällt mir.
Schöner Anfang - ich hoffe auf eine Fortsetzung. =)

Liebe Grüße,
Silke
Lilly schrieb am 2009-01-09 18:34:19:
Das fängt wirklich gut an, doch kann ich nicht erkennen wohin die Geschichte gehen mag, aber vielleicht macht es ja gerade das aus, warum man weiter lesen will?!?!
Ich habe die Beschreibung über dich gelesen und ich mag was du dahin geschrieben hast, wirklich gut. Ich war da damals wohl nicht so kreativ :-)
War dein Großvater denn ein erfolgreicher Schriftsteller?? Würde mich wirklich interessieren.... Was hat er denn so verfasst, welche Art von Bücher??

Also, kurz und knapp, ein guter und ausbaufähiger Anfang!

Liebe Grüße
Lilly
TJ Omar schrieb am 2009-01-06 00:54:24:
Guter Anfang, wann kommt der nächster Teil?

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