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Kategorien > Gedichte > Gefühle

Wut

von Anariel, die Nomadin

1

Wut

Es brennt im Leibe,
Wild, verzehrend, heiß!
Und auch wenn ich schweige,
Blendet mich Zorn glühend weiß.

Werfe ein Glas an die Wand.
Es zerspringt in tausend Stücke.
Zerschneide mir die Hand,
Als ich mich nach den Scherben bücke.

Es will hinaus, aus mir hervor,
Doch findet keine Tür und auch kein Tor.
So tobts in mir,
Wie ein wildes Tier.

Es kocht das Blut.
Berauscht wie schwarzer Wein.
Es ist nicht gut.
So sollts nicht sein.

Doch meine Wut,
Sie gilt nur Dir.
So heiß wie Flammenglut,
Tobt es weiter in mir.

Ich möchte gern schrein
Und tu es nicht.
Der Zorn ist heiß und rein.
Ein weiteres Glas zerbricht.

Du kommst nach Haus
Und siehst es mir schon an.
Es will heraus,
Doch ich schweige Dich nur an.
Ich weiß was du getan.

Du gabst ein Versprechen mir,
Doch wofür?
Hast es gebrochen wegen Ihr.
Ich weise dir die Tür.

“Du gabest mir Dein Wort,
Doch zerbrochen hast Dus gleich.
Geh verschwinde von diesem Ort!
Du bist nicht mehr Willkommen in meinem Reich!”

Als du dann fort, wird’s plötzlich kalt in mir.
Es schweigt endlich das Zornestier.
Nur kalte Asche ist geblieben
Und ich frage mich:
“Wie konnt ich dich nur jemals lieben?”


Anariel 18.07.06

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Kommentare

Schlachthund schrieb am 2009-12-08 15:49:06:
Das Gedicht ist wirklich sehr gelungen.
Mich berührt dieses Gedich wirklich sehr, du gibts das Gefühl der Wut sehr gut wieder.
Auch deine Reime phänomenal! Dieses Gedicht hilft in "wütenden Situationen" einen Ausweg zu finden und das Gefühl loszuwerden!
Mach weiter so, ich bin jetzt schon ein großer Fan deiner Gedichte!
Engel schrieb am 2006-09-22 14:17:14:
Auch mir gefällt das Gedicht sehr gut! Einfach, wie du's rüber bringst, ist gelungen! Weiter so!
Phoebe Caulfield schrieb am 2006-07-20 10:32:14:
Große Klasse!
Du hast richtig gute Reime gefunden (Mein größtes Problem ;-) Auch wenn Gedichte ohne Reime auch ganz schön sein können) Und ich finde du hast das Gefühl - also hier die Wut ziemlich treffend beschrieben!
Mach weiter so!
Liebe Grüße
Phoebe Caulfield
Anariel schrieb am 2006-07-18 23:15:53:
Hallo Soltberg,
Dein Kommentar freut mich ganz besonders.
Hmm....ich weiß auch nicht wie ich das mache. Ich konnte schon als Kind gut Reime finden und hab mir nen Spaß daraus gemacht, in Reimen zu sprechen. Vermutlich einfach eine Gabe oder Talent.

Hi Sternenkind,
Das liegt nicht nur daran, das du diese Art bevorzugst,
sondern ich glaube tatsächlich , das mir diese Art besser liegt.
Es freut mich sehr, das die Emotionen rüberkommen.

Mit liebem Gruße
Anariel
Dr.Soltberg schrieb am 2006-07-18 12:17:46:
WoW! Gedichte schreiben war immer das größte Tabu für mich...
Aber es is echt unglaublich wie du das kannst, auchh wenn mir manche Verse in der Konstellation zu ungleich waren
, der eine dann zu lang, is das kein großartiger Punkt für Kritik!
Ich möchte inbesondere Betonen wie ungeheur professionel ich die Darstellungsweise fand, ich werd gleich noch n PAar mehr lesen!
Alles Gute!
cYa
sternenkind schrieb am 2006-07-18 09:16:27:
wow, schnief, das ist aber traurig!
Sehr emotional ausgedrück und total nachvollziehbar geschrieben, gefällt mir fast besser als deine anderen Gedichte über wald und wiesen.

Naja, weil ich wohl diese Art bevorzuge,

meine kompliment! Es ist sehr gut,
lg sternenkind

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