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Xena

von Sparrow

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Xena



Xena sass an ihrem Schreibtisch und starrte ins Leere. Alles Möglich ging ihr durch den Kopf. Zwischendurch lauschte sie in Richtung des Kinderzimmers, ob auch alles ruhig war. Nichts zu hören. Beruhigt schloss sie die Augen und hing ihren Gedanken weiter nach. Es waren keine schönen Gedanken, dass zeichnete sich in ihrer Mimik ab, sie plagten Zukunftsängste, und auch die Vergangenheit liess sie nicht los.Xena seufzte, und eine Träne lief ihr die Wange hinab! Sie wollte sie gerade gedankenverloren weg wischen, als sie das Klingeln des Telefons zusammenzucken liess. Schnell nahm sie den Hörer ab, und meldete sich mit belegter Stimme: „hallo?“

Am anderen Ende erklang die Stimme ihrer Freundin Bea, die sofort merkte, dass etwas nicht in Ordnung war! „soll ich vorbei kommen?“, war Bea`s einzige Frage. Xena nickte, da fiel ihr ein, das konnte die Freundin ja nicht sehen. Über sich selbst schmunzelnd kam ein leises „Ja“ über ihre Lippen. Schon allein der Gedanke, ihre Freundin jetzt gleich um sich zu haben, machte die ganze Situation etwas leichter. „Bis gleich“, war alles, was ihre Freundin noch sagte, dann wurde schon der Hörer aufgelegt. Xena stand langsam auf und machte sich daran, eine Kanne Kaffee zu kochen, denn die würden sie brauchen! Gerade als sie 2 Tassen aus dem Schrank holte, klopfte es rhythmisch an die Tür. Als sie diese öffnete, nahm sie ihre Freundin gleich in die Arme:“ Was war denn schon wieder los?“ fragte sie. „ist er auch da?“

Xena schüttelte den Kopf und zeigte nur auf den kaputten Wohnzimmertisch, die zerschlagenen Lampen und die durchgetretene Tür. Bea schüttelte den Kopf und sah sie prüfend an:“alles in Ordnung mit dir?“ wollte sie wissen. Sie nickte leicht, konnte aber nicht verhindern, dass ihr wieder die Tränen in die Augen stiegen. Xena schluckte schwer. Ihre Freundin nahm ihr die Tassen ab, stellte den Kaffee, Zucker und Milch auf den Boden neben die Couch, dann zog sie Xena zu sich heran:“ Das wird schon wieder“ und nahm sie tröstend in die Arme. Bea hielt sie fest, und wartete darauf, dass sie selber zu erzählen anfing. „ Ich hab ihm gesagt, es sei vorbei“ kam es leise von Xena. Ihre Freundin konnte es nicht glauben, Erstaunen stand in ihren Augen. „Du hast es echt geschafft?“ fragte sie ungläubig. Xena nickte, und liess den Kopf an die Schulter Beas sinken. Da sah diese, das ihr Hals rot vor Striemen war. Unbeobachtet musterte sie Xena, um festzustellen, ob ihr sonst noch etwas fehlte. Zum Glück konnte sie nichts weiter bemerken. Sie liess ihre Augen über das Chaos streifen und fragte nach Alice, Xenas 3 jähriger Tochter. „Sie schläft“ beantwortete Xena die Frage“ Zum Glück, sie hatte furchtbare Angst. Es dauerte ewig, bis ich sie beruhigt hatte“

Bea nickte, das konnte sie sich vorstellen. „Und du hast ihm echt klar gemacht, dass euere Zeit vorbei ist“ wollte Bea wissen. Xena nickte“ Sieh dir doch das alles an hier, er ist regelrecht ausgeflippt“ Die Freundin wollte wissen, wie sie denn jetzt, nach über 3 Jahren, endlich den Mut gefunden hatte, diese Beziehung zu beenden.

Xena holte tief Luft“ Es war wie immer, er wollte Sex, aber schon, als er anfing mich zu berüheren, hab ich es nicht ausgehalten. Seine Hände, seine fordernden Lippen“ sie schauderte. „und als ich nein sagte, drehte er vollkommen durch. Er schrie mich an, verpasste mir eine Ohrfeige. Schliesslich sei er mein Mann, und er hätte ein Recht darauf. Dann fingen wieder die Unterstellungen an, ich hätte ein Verhältnis und würde ihn nur betrügen...“ Sie konnte nicht mehr sprechen, die Tränen rollen nur noch. Bea nahm sie fester in die Arme. „...und als Alicia aufwachte und nach mir rief, ging er ins Kinderzimmer und schrie auch sie an. Da bin ich ihm nachgelaufen, weil ich ja so eine Angst um die Kleine hatte, hab ihm am Arm gezogen, ihn angeschrieen und gesagt, er muss ausziehen“ Bea richtete sich auf, sie wusste instinktiv, dass das nicht alles gewesen sein konnte. Da sprach Xena schon weiter“ er hat mich ins Schlafzimmer gezerrt, mich aufs Bett geworfen, mit einer Hand die Arme festgehalten, ein Kissen aufs Gesicht gedrückt und..und dann hat er mich...“ Sie konnte nicht mehr weitersprechen, ein Weinkrampf schüttelte Xenas Körper. Bea war fassungslos, sie hatte schon immer mitbekommen, dass es in der Beziehung nicht harmonisch lief, dass Xenas Mann Wutanfälle hatte, die man an Xenas blauen Flecken oft sehen konnte, aber das war doch etwas zu viel! „ Wirst du ihn anzeigen?“ fragte sie, dabei beruhigend Xenas Rücken streichelnd. Xena schüttelte den Kopf:“ Ich bin froh, dass er weg ist“. Sie richtete sich auf und wischte sich die Tränen vom Gesicht. „ Nur habe ich noch ein Problem, er hat noch den Schlüssel von der Wohnung“

Bea sprang auf:“ Hier kannst du nicht bleiben, du musst weg!“ Xena nickte, „ich weiss, aber wohin?“ Bei dem Gedanken daran, er könnte ihr auch nur noch einmal über den Weg laufen, liefen ihr eiskalte Schauer über den Rücken, er war zu allem fähig. Sie wusste auch, er würde ihre Tochter einfach mitnehmen, und das musste sie verhindern.

Hilfesuchend blickte sie ihre Freundin an, sie konnte in ihrem Gesicht lesen, wie sie überlegte. Da griff Bea zum Telefon, wählte und ging im Wohnzimmer auf und ab.

Xena hatte sich in der Zeit im Sessel zurückgelehnt, die Gedanken rasten nur so in Ihrem Kopf! Was sollte sie tun? Den Schlüsseldienst rufen? Gedankenverloren griff sie zur Kaffeetasse und erschrak fast, als Bea sie ansprach: „ Ich hab was für Euch, schnell pack deine Sachen zusammen!“ Verwundert schaute sie ihre Freundin an :“wir sollen weg?“ Bea Nickte, „ich weiss auch schon wohin, komm beeil dich!“

Xena überlegte nicht lange, sie sprang aus dem Sessel und holte eilig alle Sachen, die sie so brauchten.

Dann weckte sie Alice, zog ihr eine Jacke an und nahm sie auf den Arm. Bea hatte schon die Taschen in der Hand. Xena drehte sich nochmals um und sah sich das Chaos an, ein Seufzer kam über ihre Lippen! Bea sah sie energisch an :“Komm jetzt, euer neues Leben hat soeben begonnen“ Sie hat recht, dachte Xena und schmiss die Tür ins Schloss! Es kann nur besser werden....

Sie verstauten die Sachen im Auto, setzten Alice in den Kindersitz und Xena sank erschöpft auf den Beifahrersitz. „Wohin fährst du uns?“ Bea sah die Freundin an und lächelte:“ das ist eine Überraschung, mach die Augen zu, schlaf ein bisschen. Wir werden sicher ein paar Stunden unterwegs sein!“ Xena nickte nur, und schloss die Augen.

Als sie die Augen wieder öffnete, merkte sie, dass sich die Landschaft verändert hatte, auch die Temperatur war gestiegen. Sie blickte zur Uhr und war erstaunt, es waren 5 Stunden vergangen. Sie warf einen Blick zu Bea, die Freundin summte fröhlich vor sich hin :“Na du Schlafmütze, geht’s dir besser?“ Xena nickte :“wo sind wir denn?“ „In Italien, in Rom. Gleich wirst du dein neues Zuhause für die nächsten Wochen sehen.“

Sie drehte sich zu ihrer Kleinen um, diese schlief noch immer und lächelte im Traum. Neugierig sah Xena sich

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Kommentare

xena@xena-live.com schrieb am 2009-03-20 09:08:40:
P.S.
und bei mir wars Florenz, nicht Rom ;)

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