Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Einsamkeit > Gedanken

You make me

von Phoebe Caulfield

1


You make me

Wenn ich im Auto sitze, habe ich angefangen, mir vorzustellen, du säßest neben mir. Würdest, den Kopf an die Scheibe gelehnt, dort sitzen. Lächelnd vielleicht. Dein Blick in der Ferne, deine Gedanken nur hier. Und dir von mir die Welt erklären lassen. Oder wir würden schweigen und auf die Musik hören, die wortlos den Dialog zwischen uns abwickelt.
Ich habe angefangen, zu träumen, du würdest mir in der Stadt entgegen kommen. Der Wind, der dir deine Nase gerötet hat, würde dir deine Haare ins Gesicht wehen. Und wie durch einen goldenen Vorhang würdest du mich sehen. Ich husche an dir vorbei. Mit einem Lächeln im Mundwinkel. Zu schüchtern um auch nur den Kopf zu heben. Aber glaub mir: Jeder Schritt ist geplant. Gemein eigentlich.
Nachts klettern wir auf Berge. Genießen jeden Atemzug und breiten die Arme aus. Unter uns die Lichter der Stadt. Sie sieht so friedlich aus. Wir können fliegen. Ich atme ein und du atmest aus.
Wenn ich dann wach werde, fühle ich deine Hände und spüre deinen Atem im Nacken. Das Kribbeln das entsteht, wenn wieder mein Arm, bei dem Versuch mich selbst zu umarmen, eingeschlafen ist, ist mir vertraut geworden. Das Kitzeln im Nacken nur die wohlige Erinnerung an den Traum.

Ich taumel durch das Leben. Schlaftrunken und den Kopf voller Hirngespinste. Dein Bild verändert sich jeden Tag. Ich will es konservieren, aber es zerfließt zwischen meinen Fingern. Jedes ertäumte Puzzelteil setze ich ein. Die Erinnerung an dein Gesicht existiert nur noch auf Fotos. Verzerrt und manipuliert. Die Erinnerung an das Gefühl - gemischt mit Selbstmitleid und verunreinigt durch die Befindlichkeit.
Ich kann nichts wirklich von dir sagen. Ich weiß nicht wie du denkst und fühlst. Kenne nur die Kopie dessen, was du mich sehen läßt. Für immer zerstört durch meine Subjektivität.
Der Wunsch nach Hoffnung wird übermächtig. Die Unsicherheit und Angst zum Feind. Ich verdamme unsere Schüchternheit. Ich bin zerrissen von tausend Fragen, bekomme keine Antwort und doch ist es doch nur die eine, die wirklich zählt. Die eine Antwort, die mich zu Dir bringen kann, die Entfernungen vernichtet und uns ermöglicht, zu fliegen. Nichts kann uns mehr im Wege stehen. Ich verspreche Dir: Ich werde Dir deine Angst nehmen und wir werden leben!

Sag, denkst Du an mich?

1

Kommentare

zOe schrieb am 2008-01-27 22:35:04:
mein gott... das ist ja sowas von echt! genau so ergeht es mir von zeit zu zeit. vielen dank, dass du dir die zeit genommen hast, diese situation in gekonnten worten zu papier zu bringen. ich finde, die beschreibung dieses gefühls ist dir super gelungen. liebe grüsse zoe

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.