Zigarettenqualm im Morgenlicht und andere schöne D
von
Michael Behofsics
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Zigarettenqualm im Morgenlicht und andere schöne Dinge
Es muss wohl eine meiner ersten Erinnerungen sein, ich bin etwa fünf Jahre alt und liege auf dem Rücksitz unseres alten Autos, mein Vater sitzt am Steuer.
Ich bin müde, es war wohl ein anstrengender Tag. Mein Kopf wippt schwer mit den Bewegungen des Wagens im Takt. Bilder von Zebras und Giraffen kommen mir in den Sinn, wir waren wohl im Zoo.
Hinter den scheinbar weit entfernten Scheiben wirkt die Welt versunken in Dunkelheit. Doch als mein tonnenschwerer Kopf zur Seite fällt schneiden plötzlich, in kurzen aber regelmäßigen Abständen, Lichtbalken durch die drückende Schwärze des Autos. Sie rasen vom Lenkrad über die Arme meines Vaters, erleuchten sein Haupt und machen einen Satz auf meine Beine. Lange beobachte ich das Blitzen des Metalls als das Licht den Sicherheitsgurt trifft. Ich muss die Augen zu kleinen Schlitzen zusammenpressen weil der kurze Blitz blendet, doch ich mache ein Spiel daraus, ich versuche heraus zu bekommen wie weit wir fahren indem ich die Blitze zähle.
Natürlich ein sinnloses Unterfangen, denn selbst wenn ich gewusst hätte wie schnell der Wagen fährt und in welchem Abstand die Laternen zueinander stehen, ich war Fünf Jahre alt, wie hätte ich das wohl ausrechnen sollen.
Schnell vergesse ich warum ich eigentlich Zähle, und merke wie mir die Augen zu fallen.
Ich weiß nicht mehr wie weit ich damals zählen konnte. Wahrscheinlich dachte ich einfach an Zahlen von denen ich annahm sie könnten korrekt sein.
Dann schlief ich endgültig ein.
Kurz wache ich noch einmal auf, als ich den Geruch meines Vaters wahrnehme der mich vom Rücksitz hebt. Ich nehme den dezenten Duft eines sehr maskulinen Aftershaves wahr und weiß, ich bin Zuhause.
Ich glaube mich zu erinnern dass es ein schöner Tag gewesen war.
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