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Kategorien > Grusel > Kurzgeschichte

Zimmer Nummer 13

von Primadonna

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Zimmer Nummer 13

Der schwarze Volvo Kombi des Reporters von der Daily Sun, war weit und breit das einzige Auto auf der Landstraße. Es dämmerte bereits, als er in die schummrig beleuchtete Einfahrt einbog. "Welcome to the dark Forest", begrüßte ein dunkles Schild die fehlenden Gäste. John Smith parkte seinen Volvo auf einen der leeren Parkplätzen. Er zog den Schlüssel aus der Zündung und holte mit der anderen Hand seine kleine Reisetasche vom Rücksitz. Er stieg aus, stopfte den Schlüssel in die Jackentasche und schlug die Tür zu. Mit schnellen, selbstsicheren Schritten ging er auf die Eingangstür des ausladenen Hotels zu. Als er dem näher kam, konnte er erkennen wie die alte Farbe von der Wand abblätterte. Er öffnete die knarschende Tür und betrat die dunkle, nur spärlich beleuchtete Eingangshalle. Ohne zu zögern durchquerte er den Raum. Bei jedem Schritt spürte und hörte man das wahre Alter des Bodens.
Als er vor der Rezeption stand, war dahinter niemand. Er wartete ein paar Sekunden und klingelte dann ungeduldig die Klingel, von der selbst der blasse Goldton kaum mehr zu sehen war. Erst fünf- bis zehn Minuten später erschien der alte Besitzer. Sein Kopf war nur spärlich mit wenigen, weißen Haaren bedeckt. Mit schweren Schritten bewegte sich der alte Mann über die knarschenden Dielen. Er grummelte etwas unverständliches. Darauf begab er sich, John Smith gegenüber, zum Rezeptionstresen.
John Smith war nicht aus Spaß im berüchtigten "Dark Forest". Sein neuester Auftrag als Reporter für die Daily Sun war die Aufdeckung eines Mhytos. Denn dieses Hotel, war keineswegs wie jedes andere Hotel. In diesem Hotel gab es ein Zimmer aus dem noch nie ein Mensch wieder lebend herauskam. Das Zimmer Nummer 13.
Doch dies wollte John Smith ändern. Er wollte beweisen, dass all dies nichts weiter als Aberglaube sei. Jeder hatte schon einmal vom Zimmer Nummer 13 im Dark Forest gehört. Oft genug wurden die Gruselgeschichten vom Zimmer, in dem es spukt, abends am Lagerfeuer erzählt. Doch John Smith wollte mit dieser Story beweisen, dass all die Menschen eines natürlichen Todes gestorben waren und keine übernatürlichen Kräfte etwas damit zu tun hatten. Die einzige Gemeinsamkeit der Tode war das alle in dem gleichen Zimmer wohnten. Für den Reporter war dies kein Grund. Schon gar nicht eine Erklärung.
Er erklärte dem alten Mann in sachlichem Ton, weshalb er genau DAS Zimmer haben musste. Er blickte in das düstere Gesicht und wusste, dass dies keine angenehme Nacht werden würde. Doch das stärkte nur noch seinen Mut.
Schließlich stand der junge Engländer vor dem Hotelzimmer. Dem Zimmer, das sein Schicksal bestimmen wird. Das Licht im Gang flackerte unheimlich. John Smith holte tief Luft und drehte den Schlüssel im Schloß um. Die Tür sprang auf. Das Fenster war offen und es regnete rein. Er hörte den Wind heulen. In dem Moment, in dem er das Zimmer betrat, erhellte ein greller Blitz den Himmel und füllte den Raum mit Licht. Der Reporter kam sich vor, wie in einem typischen Horrorfilm. Doch dies verstärkte den Anreiz für ihn nur noch mehr. John Smith kannte keine Furcht. Er genoss den kurzen Augenblick, welcher ihm die Gänsehaut den Rücken runterlaufen ließ. Dann durchquerte er den alten Raum und schloß das Fenster. Zusätzlich schob er den Riegel vor das Fenster, so wie auch für die Tür. Er zog die Vorhänge zu und setzte sich auf das große, alte und antik aussehende Himmelbett und musterte das Zimmer. Eigentlich war es schönes Zimmer. Nur der Staub und Schmutz war schon zentimeter dick abgelagert. Das Zimmer lag im hinteren Bereich des Hotels. Den Teil, den man von der Straße aus nicht sieht. Der Teil der noch zur alten Ruine gehörte. Das Hotel wurde einfach dadran gebaut. Schade, wenn man bedenkt, was sich hier, wenn nicht genau an der Stelle des Zimmer 13, für ein Drama abgespielt hat. Damals war die Ruine noch eine stattliche Burg. Doch was sich in der Hochzeitsnacht zwischen Braut und Bräutigam abgspielt hat, da teilen sich die Geschichten und Vermutungen. Jedenfalls waren beide am nächsten Morgen tot und das Zimmer der Verliebten wurde zu gemauert und zur Grabstätte der Beiden. Dann irgendwann lange Zeit später, als alles längst vergessen war, wurde die Kammer aufgerissen und aus der Ruine wurde "The Dark Forest". Seitdem starben immer mehr Leute im berüchtigten Zimmer. So lautete die mehr oder weniger sachliche Fassung der Geschichte.
Der Journalist der Daily Sun dachte über die Story nach, als er bemerkte, dass es bereits halb zwölf war. Er holte seinen Notizblock heraus und zückte den Stift. Kurz darauf fing er an zu schreiben. Die Minuten vergingen wie im Flug. Plötzlich hörte er Stimmen. Er schaute auf. Doch da war nichts was er sehen konnte. Er zog sich zurück ins Bett. Die Stimmen wurden lauter. Es waren Schreie zu hören. Doch noch immer war nichts zu sehen. Da kam plötzlich eine Frau durch die Wand gefallen. Sie fiel auf den Boden und setzte sich schnell wieder auf. Sie lief schreiend weiter. Kurz nach ihr kam ein Mann durch die Wand gerannt. Er brüllte sie an. Er schlug ihr ins Gesicht. Dadurch wurde ihr Weinen nur noch lauter. John Smith sprang vom Bett auf und wollte einschreiten. Er schrie sie beide an. Doch keiner schien seine Anwesenheit zu bemerken. Schließlich stand der Mann über der jungen Frau. Er zog seinen Dolch und sprach wütend und mit donnernder Stimme: "Wenn ich dich nicht haben kann, soll dich keiner haben!" Damit wollte er die zu seinen Füßen liegende Frau erstechen. "Edward!", schrie sie voller Angst und Verzweiflung. Er hob die Arme. In den Händen den edelsteinbesetzten Dolch. Sie umklammerte ihn, doch das erweichte sein Herz keineswegs. Der, bis jetzt unerkannte, Bräutigam war von Eifersucht und Zorn geblendet. Da half noch so viel Weinen und Flehen, für die junge Braut gab es kein Entkommen mehr. Dies konnte John Smith nicht länger mit ansehen. Sir Edward McCain jedoch stand wie ein drohendes Unwetter über der kleinen netten Versammlung. Ein weiterer Blitz erhellte sein dunkles, vom Zorn verzerrtes Gesicht. Wie in Zeitlupe, kam es dem Reporter vor, holte der Mann aus und bewegte die scharfe, gefährlich blitzende Klinge auf die Brust seiner zarten Braut zu. Doch in diesem Moment warf sich John Smith, der Reporter der Daily Sun, vor die weinende Schönheit. Als der teure Dolch sich durch die Brust des Engländers bohrte, erkannte er erst wessen Leben er versucht hattebzu retten. Das einer bereits seit Jahrhunderten toten Frau. John Smith wurde Zeuge des überall bekannten Dramas. Doch in die Wahrheit bleiben nur die Toten eingeweiht.
Und morgen wird ein neuer Todesfall im Dark Forest in der Zeitung stehen.

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Kommentare

charleen schrieb am 2010-09-01 17:52:49:
die ist vol geil für mich bin ja auch erts 12 aber trotzdemm ich find die cool

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