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Kategorien > Jugendliebe > 1. Liebe

Zoι und der Alltag der Liebe

von Denise Zentgraf

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An dem zweiten Ferientag lief ich den Gang zwischen meinen beiden Zimmern entlang und fragte mich, was ich dort überhaupt machte. Meine Mutter hatte wie immer gute Laune, doch sie war fest davon überzeugt, dass meine acht jährige Schwester unschuldig sei, wie immer.
Ich sah auf mein Handy und hoffte Lukas hätte geschrieben, aber wie immer war nur das Gesicht von Brad Pitt darauf zu sehen. Ich legte mich auf mein Bett und dachte darüber nach, wie ich es Lukas sagen könnte. Aber Lisa würde das nie verstehen. Sie hatte ja keine Ahnung von so etwas. Sie war zwar auch vierzehn Jahre alt, wie ich, aber sie kannte dieses Gefühl im Magen nicht.
Dann hörte ich den leisen Ton von meinem Handy. Ich hatte das Gefühl, als ob mein Magen nur noch so groß sei, wie eine Erbse. Ich sah schon von weitem, dass es eine sms von Lukas war. Er schrieb:

Hey Sorry, dass ich nicht zurück geschrieben habe, aber ich musste erst mein Handy aufladen.
Bitte sei nicht böse!

Ich nahm das Telefon in die Hand und wählte 53792. ,,Hi’’, antwortete meine beste Freundin Lisa. ,,Hey! Weißt du wer mir gerade geschrieben hat?’’, fragte ich begeistert. ,,Na klar! Lukas! Er liebt dich ja auch schon fast.’’ ,,Was? Er liebt mich? Nie im leben wir sind nur gute Freunde’’, sagte ich empört und versuchte es so echt wie nur möglich klingen zu lassen. ,,Ja klar! Und ich bin der Kaiser von China!’’ ,,Wenn du das so sagst. Ich wollte nur kurz fragen, ob du heute Abend mitkommst? Du kannst natürlich auch bei mir schlafen.’’ ,,Ja, ok. Mir bleibt eh nichts anderes übrig!’’ ,,Stimmt. Also um acht Uhr vorm H&M, ok?’’ ,,Ja, gut. Bis dann!’’ ,,Tschüss!’’
Ich legte den Hörer weg und lies mich auf mein Bett fallen. Ich wollte nur noch weg. Die Sommerferien waren ja ganz schön, aber mit Lukas auf einer einsamen Insel wäre viel besser. Dann hörte ich das leise trommeln von Regen an meiner Fensterscheibe. Ich sah auf die Uhr und merkte, dass sie stehen geblieben war.
Also stand ich auf und ging in die Küche, wo meine Mutter saß. ,,Du weißt doch Schatz, das war doch nicht böse gemeint. Deine Schwester ist nun mal etwas aufgedreht’’, sagte sie mit besorgtem Blick. ,,Mhmm’’, machte ich. Es war mir eigentlich so ziemlich egal, was sie von mir wollte. ,,So ein Mist! Es ist schon halb acht!’’, schimpfte ich, als ich auf die hängende Küchenuhr sah. Ich hatte nur noch zwanzig Minuten um mich umzuziehen und zu schminken. Eigentlich hatte ich ja gar keine Lust darauf, aber ich musste Lisa beweisen, dass ich nichts von Lukas wollte…so weit ich das konnte….
Sofort rannte ich, so schnell ich konnte, in mein Zimmer um mein schwarzes Top und meine Lieblingshose anzuziehen. Dann rannte ich ins Bad und machte mir nur schnell Wimperntusche auf die Augen. Den Lipgloss würde ich mir dann auf dem Weg zum H&M auf die Lippen machen. Nachdem ich fertig war, rannte ich wieder hechelnd in die Küche, um auf die Uhr zu sehen. Viertel vor acht. Glück gehabt!
,,Ich geh jetzt! Lisa schläft dann wahrscheinlich auch hier. Ich bin so um halb eins wieder da, ok?’’ ,,Ok schatz! Viel spaß!’’, erwiderte meine Mutter, ohne auch nur von ihrer Zeitung aufzublicken.
Ich lief die Straße bis zur ersten Kreuzung entlang und sah schon von weitem, dass Lisa noch andere Leute zur Disko mitgebracht hatte. Simon, Markus und Lara waren in meiner Klasse. ,,Zoé!’’, kam es von Markus, als er mich sah. Lisa stand mit dem Rücken zu mir, doch als sie sich umdrehte war sie knallrot und sah mich geschockt an, als ob sie etwas verbergen wollte. Dann ging sie einen Schritt zur Seite und dann sah ich ihn. ,,Oh mein Gott, nein!’’, rutschte es mir heraus. Lukas stand da. Er sah genauso geschockt aus und lächelte mich verlegen an. Ich drehte mich schlagartig um und lief wieder nach Hause. ,,Zoé, jetzt warte doch mal!’’, rief Lisa,,,Ich kann nichts dafür!’’ ,,Ja klar!’’,brüllte ich wütend zurück,,,Und das rote in deinem Gesicht ist auch alles nur Farbe!’’
Dann gab ich erst richtig gas. Ich rannte so schnell ich nur konnte. Ich wollte nur noch nach Hause. Wir hatten uns versprochen, dass wir uns niemals die Verehrer wegnahmen. Ich hasste sie und ich würde nie wieder ein Wort mit ihr reden. Von Lukas ganz zu schweigen. Er war an allem Schuld. Wie konnte seine Mutter nur so einen Jungen auf die Welt bringen? Plötzlich bemerkte ich, wie meine Augen nass wurden und Tränen an meinen Wangen herunter kullerten.
Ich schloss die Haustür auf und rannte die Treppe herauf, in mein Zimmer und warf mich auf mein Bett.
Dann wurde mir klar, dass Lisa die ganze Zeit in Lukas war. Ich setzte mich an meinen Computer und startete das ICQ. Ich sah auf den ersten Blick, dass die Person, die ich jetzt brauchte da war. Ich schrieb meinen besten Freund Kevin sofort an und erzählte ihm die ganze Sache.

Ich: Und dann meinte sie, sie hätte nichts damit zu tun!

Kevin: Ich dachte immer sie sei nicht so hinterlistig. Sie kann dich doch nicht einfach so hintergehen!

Ich: Ich glaube es ist besser, wenn ich gleich vom nächsten Hochhaus springe, oder?

Kevin: Hör auf mit dem mist! Am besten redest du mit ihr die nächste Zeit gar nicht und dann sehen wir weiter.

Ich: Ok, also ich glaub ich leg mich ins bett!

Kevin: Gute Nacht und schlaf schön.

Ich: Du auch.

Ich beendete das ICQ und legte mich ins Bett. Dann vielen mir nur noch die Augen zu und ich dachte nicht mehr an die ganze Sache.
Am nächsten Morgen wachte ich auf und bemerkte, dass es mir schon viel besser ging. Es war Sonntag und deshalb wusste ich, dass meine Mutter mich dazu zwingen würde, mit ihr und meiner Schwester ins Schwimmbad zu gehen. Ich sah auf mein Handy und sah, dass ich fünf SMS bekommen hatte. Trotzdem legte ich es sofort wieder weg, ohne auch nur nachzusehen von wem sie waren. Ich schlurfte in die Küche und sah einen Zettel auf der Ablage liegen.

Morgen Zoé,
ich bin mit Julia im Schwimmbad. Du kannst Brötchen essen, die auf der Ablage liegen. Ich bin gegen sechs Uhr wieder da.
Hab dich lieb Mama

Ich blickte kurz auf die Uhr und sah, dass es schon ein Uhr war. Eigentlich stand ich nie so spät in den Sommerferien auf, aber heute war es etwas anderes.
Nach einer Weile, in der ich zwei Brötchen gegessen hatte, hatte ich auf einmal den Drang durch die Stadt zu laufen. Also zog ich mich an und ging los.
Als ich an der Bushaltestelle vorbei kam, sah ich, dass Lukas davor stand. Ich ignorierte ihn, auch nachdem er mir mehrmals nachrief. Ich beschleunigte meinen Schritt, bis mir auf einmal Lisa entgegen kam. Wahrscheinlich wollte sie zu Lukas. ,,Hey Zoé, wegen gestern. Also das war so. Lukas hatte mir die Sweatshirtjacke aufgemacht und ich hatte nichts darunter, außer meinem BH. Also habe ich versucht ihm die Hose herunter zu ziehen.’’ ,, Ja klar!’’, sagte ich bissig. Ich hatte keine Lust mit ihr zu reden. Also beschleunigte ich meine Schritte, bis sie mir nicht mehr nachlief.
Ich wusste nicht wohin ich lief, da ich mich in Gedanken so stark über Lisa und Lukas aufregte, bis ich vor Kevins Haus

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Kommentare

Caddl schrieb am 2009-10-30 19:46:27:
jaaa die ist echt seehr toll!! =)
M* schrieb am 2009-10-28 17:06:14:
ich finde die Geschichte echt gut :)

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